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Einsamer Zettenkaiser (1968 m)

Auf den westlichsten Gipfel des Wilden Kaisers

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Der Zettenkaiser steht ganz im Schatten des beliebteren Scheffauers. Daher hat man den Gipfel des Zettenkaisers meistens für sich allein, während drüben am Scheffauer kräftig was los ist. Die Aussicht ist dabei ebenso großartig. Nur im Osten versperrt eben der höhere Scheffauer den Blick zu den prominenten Gipfeln des Wilden Kaisers.

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Ein einfacher Berg ist der Zettenkaiser nicht. Im Gegensatz zum Scheffauer gibt es auch keinerlei Draht­seil­sicherungen. Die Probleme beginnen beim so genannten Kleinen Friedhof. Der Anstieg von dort zum Westgrat bietet eine Mischung aus Erde, schmierigen Felsen und losem, schrofigem Gestein. Dies macht aus der an sich leichten Kletterei besonders bei Nässe ein gefährliches Unterfangen, welches hohe Konzentration und Vorsicht erfordert. In dem abschüssigen Gelände besteht Absturzgefahr. Gut, dass man sich bisweilen an den Latschen festhalten kann. Der darauffolgende, ausgesetzte Westgrat mit seinem festen Fels ist deutlich vergnüglicher. Der Warnhinweis in roten Lettern oben am Grat müsste eigentlich weiter unten stehen, wo die unangenehmere Passage noch vor einem liegt.
Wer darüber hinaus Lust auf eine stärker alpine Felskletterei verspürt, dem sei als Ergänzung der vollständige Zettenkaiser Westgrat (III) empfohlen.

Seit 2015 ist der Kaiserlift zum Brentenjoch nach einer Komplettsanierung wieder in Betrieb. Die Fahrt mit dem Einersessellift dauert etwa eine halbe Stunde. Wer nicht wie ich zu Fuß aufsteigt, spart sich mehr als zwei Stunden.

Bike & Hike: Die Strecke bis zur Kaindlhütte lässt sich übrigens auch gut mit dem Mountainbike überwinden – am schönsten über das Aschenbrennerhaus. Oder noch bequemer das Rad im Kaiserlift mitnehmen. Es gibt dafür spezielle Haken. Das Personal hilft beim Ein- und Aushängen.

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