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Übers Zellerhorn zum Laubenstein (1350 m)

Steile Grasschrofen­kletterei im Priental

Zellerhorn und Laubenstein stehen einander praktisch in Rufweite gegenüber. Das bringt ihren unterschiedlichen Charakter schön zur Geltung. Während das Zellerhorn mit seinen kühnen Steilgrasflanken wie eine Chiemgauer Miniaturausgabe der Höfats wirkt, präsentiert sich der Laubenstein mit einem griabigen Gipfelplateau.

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Diese Bergtour westlich des Prientals teilt sich, wie bereits angedeutet, in zwei völlig unterschiedliche Abschnitte. Die Überschreitung von der Hofalm über den Hammerstein und das Zellerhorn verläuft auf einem unbezeichneten Steig. Das Gelände ist längere Zeit sehr exponiert. Die Kletterei ist zwar technisch leicht, wegen der grasdurchsetzten Felsen aber dennoch respekteinflößend. Es gab schon schwere Unfälle. Keinesfalls bei Schnee oder Nässe unternehmen. Zwei besonders heikle Stellen sind mit Drahtseil gesichert. Man darf das jedoch nicht mit einem normalen Klettersteig verwechseln. Freies Klettern im II. Grad ist Grundvoraussetzung.
Ganz anders der Laubenstein, der keinerlei Probleme bereitet und wirklich ein urgemütlicher Wanderberg ist.

Erwähnenswert ist noch, dass es sich beim Laubenstein um ein kleines Karstgebiet mit mehreren Höhlen und Dolinen handelt. Besonders auffällig ist die als Eiskeller bezeichnete große Karstwanne beim Laubensteingatterl. In der Senke sammelt sich kalte Luft, was zu einer hochalpinen, baumlosen Flora führt. Wer nebenan ein paar Meter in die Schlüssellochhöhle kriechen möchte, sollte an die Taschenlampe denken.

Wegbeschreibung zur Bergtour

Anreise, Einkehr, Kartenmaterial