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Schildenstein (1613 m) und Wolfsschlucht

Auf den Hausberg von Wildbad Kreuth

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Die Große Wolfsschlucht ist eine der wildesten Ecken in den Tegernseer Bergen. Für Erfahrene gehört sie unbedingt zur Bergtour auf den Schildenstein mit dazu. Vor allem an heißen Tagen ist die Wolfsschlucht ideal für den Rückweg. Verspricht der klare Bergbach unten im Talgrund doch eine willkommene Abkühlung.

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Gerade die landschaftlichen Gegensätze machen den Reiz vieler Touren aus. So auch am Schildenstein, der mit freundlich blühenden Almweiden, aber auch mit rauem Felsgelände aufwartet. Sein Gipfel verspricht eine großartige Aussicht, insbesondere nach Süden zum Guffert.

Das Schild, welches die Große Wolfsschlucht nur für Geübte empfiehlt, sollte durchaus ernst genommen werden. Die Bergwacht ist dort immer mal wieder gefordert und leider bleiben selbst schwere Bergunfälle nicht aus.

In der Große Wolfsschlucht wurden ausreichend Drahtseilsicherungen angebracht. Die Kletterstellen erreichen kaum den I. Grad. Trotzdem ist der Steig nicht ganz ungefährlich. Vor allem weil es in der nordseitigen Wand nie wirklich trocken wird. Bei starkem Regen oder wenn noch viel Schnee drin liegt, besser meiden.
Falls weitere Wanderer unterwegs sind, muss außerdem mit Steinschlag gerechnet werden. Und natürlich sollte man auch selbst umsichtig sein, damit man keinen Stein lostritt.

Historisches: Im Jahr 1817 erwarb König Maximilian I. umfangreiche Besitzungen bei Wildbad Kreuth. Bis heute gehört beispielsweise Siebenhütten den Wittelsbachern. Die Namen Königshütte und Königsalm erinnern noch an die Zeit, als Maximilian I. in den Blaubergen auf die Jagd ging.

Wegbeschreibung zur Bergtour

Von Wildbad Kreuth zur Geißalm

Autofahrer starten am besten beim Parkplatz Siebenhütten. Bei einer Anreise mit dem Linienbus ist die Haltestelle Wildbad Kreuth dagegen oft günstiger, weil die Haltestelle Siebenhütten seltener bedient wird.
Startet man beim großen Wanderparkplatz von Wildbad Kreuth, muss man erst ein Stück entlang der Weißach laufen. Der befestigte Kiesweg macht dabei einen Bogen um den Gebäudekomplex von Wildbad Kreuth1, welcher sich am Hochufer hinter den Bäumen versteckt. Bei der Brücke über die Hofbauernweißach verteilen sich die Wege.
Wer lieber über die Wolfsschlucht aufsteigt, wendet sich nach Siebenhütten. Zur Geißalm geht es dagegen rechts. Nach nur wenigen Metern zweigt dann links der markierte Wanderweg über die Geißalm zum Schildenstein ab. Er wird schnell schmäler und steigt westwärts im Wald höher. Nach einer Biegung tritt man unvermittelt ins Freie und sieht bereits die Geißalm2.

Übers Graseck zum Schildenstein

Bei der Geißalm nimmt man den linken Ast, der am Waldsaum einen breiten Rücken hinaufführt. Rechts ginge es zur Königsalm hinab.
Am Graseck3 oberhalb der Königsalm befindet sich ein schöner Aussichtspunkt mit Bank. Der Wald weicht nun langsam den Latschen. Schließlich gelangt man in den Schildensteinsattel, der an der Südwestseite des Schildensteins liegt. Von dort über losen Schotter und einfache Schrofen steil auf den Gipfel4.

Abstieg durch die Große Wolfsschlucht

Vom Schildensteinsattel verläuft der Weiterweg nach Osten auf den Blaubergkamm zu. Unterm Predigtstuhl zweigt dann links der Steig in die Wolfsschlucht ab. Hinter einem Buchenwäldchen beginnen die Felsen. Gleich am Anfang wird eine abschüssige, sandige Runse gequert. Ein Drahtseil hilft über diesen heiklen Part. Es folgen noch einige gesicherte Stellen in etwas lockerem und meist auch feuchtem Fels. Nach den letzten Stufen, die neben wunderbaren Gumpen und kleinen Wasserfällen vorbeiführen, steht man unten in der Großen Wolfsschlucht5.

Über Siebenhütten nach Wildbad Kreuth

Zunächst wandert man recht romantisch durch das Bachbett der Felsweißach. Nach kurzer Zeit wäre ein Abstecher zum Wasserfall in der Kleinen Wolfsschlucht möglich.
Ab der Königshütte leitet ein Fahrweg über die Oberhofer-Weißachalm nach Siebenhütten6 hinaus. Die urigen Hütten sind eine beliebte Einkehr. Von da geht es entlang der Hofbauernweißach nach Wildbad Kreuth. Mit ihren herrlichen Kiesbänken lädt die Hofbauernweißach zum Schluss noch zu einer erfrischenden Rast ein.