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Schildenstein (1613 m) und Wolfsschlucht

Rundtour bei Wildbad Kreuth

(aktualisiert am )

Bei dieser Wanderung am Schildenstein genießt man eine tolle Fernsicht und erlebt in der Großen Wolfsschlucht die wilde Seite der Tegernseer Berge. Besonders an heißen Tagen ist die Wolfsschlucht ideal für den Rückweg. Verspricht der klare Bergbach unten im Talgrund doch eine willkommene Abkühlung.

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  1. Tourcharakter
  2. Wegbeschreibung
    1. Wildbad Kreuth
    2. Aufstieg zur Geißalm
    3. Schildenstein via Graseck
    4. Abstieg durch die Große Wolfsschlucht
    5. Rückweg über Siebenhütten
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten und Literatur
Zur Galerie (8 Fotos)
Der Schildenstein von Westen her betrachtet.

Der Schildenstein zählt zu den bekanntesten Tegernseer Bergen. Er begeistert mit seinem schönen Panorama und erlaubt einen beeindruckenden Blick auf den Guffert im Süden. Darüber hinaus liegt der Charme der Wanderung vor allem in ihren landschaftlichen Gegensätzen. So führt sie uns über blühenden Almweiden aber auch durch die raue Felslandschaft der Großen Wolfsschlucht.
Kein Wunder also, dass der Schildenstein an manchen Tagen recht überlaufen ist. Doch das gehört in den Blaubergen einfach mit dazu.

Tourcharakter und Schwierigkeit

820 m14 km4:40 h

Anspruch■■■■■■ T4 I
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Das Schild, welches die Große Wolfsschlucht nur für Geübte empfiehlt, sollte durchaus ernst genommen werden. Zwar wurden ausreichend Drahtseilsicherungen angebracht und die Kletterstellen erreichen kaum den I. Grad. Trotzdem ist der Steig nicht ganz ungefährlich. Vor allem weil es in der nordseitigen Wand nie wirklich trocken wird. Die Bergwacht ist dort immer mal wieder gefordert und leider bleiben selbst schwere Bergunfälle nicht aus.
Falls weitere Wanderer unterwegs sind, muss mit Steinschlag gerechnet werden. Und natürlich sollte man auch selbst umsichtig sein, um keinen Stein loszutreten.
Bei starkem Regen, Gewittergefahr oder wenn noch viel Schnee drin liegt, meidet man die Wolfsschlucht am besten ganz.

Abgesehen von der Wolfsschlucht verläuft die Wanderung auf einfachen, ungefährlichen Steigen.

Wegbeschreibung

Wildbad Kreuth

Autofahrer starten am besten beim Parkplatz Siebenhütten. Bei einer Anreise mit dem Linienbus ist die Haltestelle Wildbad Kreuth dagegen oft günstiger, weil die Haltestelle Siebenhütten seltener bedient wird.
Falls man beim großen Wanderparkplatz von Wildbad Kreuth startet, läuft man erst ein Stück an der Weißach entlang. Der befestigte Kiesweg macht dabei einen Bogen um den Gebäudekomplex von Wildbad Kreuth1, welcher sich am Hochufer hinter den Bäumen versteckt.

Mindestens seit Ende des Mittelalters sind die schwefelhaltigen Heilquellen am Hohlenstein bekannt. Das dort errichtete Wildbad mit Kapelle gehörte bis zur Säkularisation dem Kloster Tegernsee. 1817 erwarb es König Maximilian I. und ließ es zu einem noblen Kurbad ausbauen. Wildbad Kreuth befindet sich bis heute im Besitz der Wittelsbacher.Mehr Info

Aufstieg zur Geißalm

Südlich von Wildbad Kreuth liegt die Herzogliche Fischzucht. Dort verteilen sich an der Brücke über die Hofbauernweißach die Wege.
Wer lieber über die Wolfsschlucht aufsteigt, wendet sich nun nach Siebenhütten. Zur Geißalm geht es dagegen rechts. Nach nur wenigen Metern zweigt dann links der markierte Wanderweg über die Geißalm zum Schildenstein ab. Er wird schnell schmäler und steigt westwärts im Wald höher. Nach einer Biegung tritt man unvermittelt ins Freie und sieht voraus bereits die Geißalm2 liegen.

Schildenstein via Graseck

Bei der Geißalm nimmt man den linken Ast, der am Waldsaum einen breiten Rücken hinaufführt. Rechts ginge es zur Königsalm hinab. Bald wird das Graseck3 erreicht. Das ist ein schöner Aussichtspunkt mit Bank oberhalb der Königsalm.
Der Steig bleibt nach dem Graseck noch etwas am Waldsaum und schlängelt sich dann zielstrebig dem Schildenstein entgegen. Währenddessen weicht der Wald langsam den Latschen. Am Schildenstein­sattel flacht das Gelände ab. Von dort steigt man über losen Schotter und einfache Schrofen steil auf den Gipfel4.

Abstieg durch die Große Wolfsschlucht

Vom Schildenstein­sattel verläuft der Weiterweg anschließend nach Osten auf den Blaubergkamm zu. Unterm Predigtstuhl zweigt dann links der Steig in die Wolfsschlucht ab. Hinter einem Buchenwäldchen beginnen die Felsen. Gleich am Anfang wird eine abschüssige, sandige Runse gequert. Ein Drahtseil hilft über diesen heiklen Part. Es folgen noch einige gesicherte Stellen in etwas lockerem und meist auch feuchtem Fels. Nach den letzten Stufen, die neben wunderbaren Gumpen und kleinen Wasserfällen vorbeiführen, steht man unten in der Großen Wolfsschlucht5.

Rückweg über Siebenhütten

Zunächst wandert man recht romantisch mitten durch das Bachbett der Felsweißach. Nach kurzer Zeit wäre ein Abstecher zum Wasserfall in der Kleinen Wolfsschlucht möglich.
Bei der Königshütte weitet sich das Tal. Die Königshütte erinnert ebenso wie die Königsalm auf der anderen Seite des Schildensteins an die Zeit, als König Maximilian I. in der Gegend um Wildbad Kreuth auf die Jagd ging.
Ein Fahrweg leitet nun über die Oberhofer-Weißachalm nach Siebenhütten6 hinaus. Die urigen Almütten dort, von denen noch drei stehen, sind eine beliebte Einkehr. Entlang der Hofbauernweißach geht es von Siebenhütten zurück nach Wildbad Kreuth. Mit ihren herrlichen Kiesbänken lädt die Hofbauernweißach zum Schluss noch zu einer erfrischenden Rast ein.