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Einsamer Zinnenberg (1565 m)

Winterwanderung mit Kaiserblick

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Der Zinnenberg in direkter Nachbarschaft von Hochries und Spitzstein ist im Gegensatz zu jenen weit weniger bekannt. Von Norden mag man ihn für einen unattraktiven Latschenbuckel halten. Doch an seiner Südseite erstreckt sich eine wunderschöne, weitläufige Almhochfläche, vor der das Kaisergebirge wie auf dem Präsentierteller daliegt.

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Wie fast alle Gipfel im Hochriesgebiet ist auch der Zinnenberg ein einfaches Wanderziel. Das gilt im Prinzip ebenso für den Winter. Auf der vorgeschlagenen Route gibt es einzig oberhalb der Brandelbergalm eine kurze, steile Hangquerung. Diese kann Ungeübte bei viel Schnee vor Probleme stellen und zudem lawinengefährdet sein.
Die kleinräumige Orientierung erfordert an ebendieser Passage über der Brandelbergalm sowie zwischen Klausenhütte und der Ellandalm etwas Aufmerksamkeit. Nicht immer ist überall gespurt. Die grobe Richtung steht aber in jedem Fall fest, so dass bei guter Sicht alles im grünen Bereich sein sollte.

Wegbeschreibung zur Schneeschuhtour

Über den Brandelberg zum Zinnenberg

Direkt von der Bushaltestelle Innerwald in die Ortschaft hinein und an der dritten Straße links. Dort verläuft der Grenzenlos-Wanderweg, dem wir jedoch nur bis zum Parkplatz folgen. Dann entweder wie beschildert die breite Forststraße auslaufen oder diese spitz rechts auf einem schmäleren Weg abkürzen. Bald geht es links von der Forststraße runter auf einen befestigten Fußweg. Er überquert zweimal den Kohlstätter Bach. Anschließend an einer Gabelung aufpassen und links zur Brandelbergalm1. Bei Lawinengefahr wäre allerdings die rechte Strecke im Wald, die den Brandelberg auslässt, sicherer. Gleich nach der Alm rechts halten (links ist eine Sackgasse) und durch die schrofige Flanke zum Sattel zwischen Spitzstein und Brandelberg hinauf.
Vom Sattel steigt man zunächst an der Westseite des Brandelbergs noch leicht bergauf. Zum Brandelberg2 selbst gäbe es einen kurzen, wenig lohnenden Abstecher.
Bis zur Hochebene der Feichtenalm kann es wegen der unterm Schnee verborgenen Wurzeln mühsam zu gehen sein. An einem alten Grenzstein tritt man ins Freie und stapft geradeaus zum Zinnenberg hinüber, was länger dauert als gedacht. Der markierte Weg ist im Winter schwer auszumachen. Er ist aber eh keine Hilfe, weil er dem Gipfel ausweicht. Spätestens ab der Feichtenalm nach rechts tendieren. Den Zinnenberg3 ziert ein kleines Metallkreuz. Die Aussicht ist grandios. Sogar der Chiemsee ist zu sehen.

Innerwald oder Aschau

Wer wieder zum Auto nach Innerwald muss, könnte zur Abwechslung den oben erwähnten Steig an der Ostseite des Brandelbergs wählen. Er beginnt in der südöstlichen Ecke der Almhochfläche und mündet unterhalb der Brandelbergalm in den Hinweg.
Bahnfahrern empfehle ich stattdessen den Abstieg nach Aschau. Dazu vom Gipfel des Zinnenbergs an den Latschen entlang gegen Südwesten, bis man wieder auf den bezeichneten Wanderweg trifft. Für diesen wurde zur Klausenhütte4 eine Latschengasse freigeschnitten.
Besonders Konditionsstarke könnten von der Klausenhütte noch den Klausenberg mitnehmen. Gemütlicher ist es über die Ellandalm, wobei man vom Sattel zwischen Zinnenberg und Klausenberg durch buckliges Gelände links des Schoßbachs absteigt. Die Abzweigung nach Hainbach bleibt rechts liegen. Wenig später tauchen die Hütten der Unteren Baumgartenalm5 auf. Hinter der Alm den Wirtschaftsweg entsprechend der Beschilderung durch ein Waldstück abschneiden und ihm hernach nur bis zur ersten Kurve folgen. Bei gleichbleibender nordöstlicher Richtung wird schnell die Ellandalm erreicht. Von da haben wir einen befestigten Triebweg und kommen ohne Schwierigkeiten nach Hammerbach6. Oberhalb von Hammerbach befindet sich die Karstquelle des Hammerbachs. Seine Wasserkraft wurde jahrhundertelang von der ansässigen Eisenindustrie genutzt. Daher der Name.
Von Hammerbach geht es an der Prien flussabwärts. Dabei hat man einen schönen Blick auf Schloss Hohenaschau. In Aschau rechts zur Hauptstraße und neben dieser zum Bahnhof.