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Steckenbergkreuz (1215 m) über Schleifmühl­klamm

Winterglück bei Unterammergau

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Der eigentliche Zielpunkt am Steckenberg bei Unterammergau ist nicht der Gipfel, sondern das Steckenbergkreuz. Von dort genießt man die bessere Aussicht. Mit der Schleifmühlklamm gibt es unterwegs außerdem noch eine interessante Schlucht zu erleben. Die perfekten Zutaten also für einen glücklichen Wintertag! Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Durch die Schleifmühlklamm
    2. Zum Steckenbergkreuz
    3. Kolbensattel via Steckenberg
    4. Rückweg über das Langenthal
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte
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Blick vom Steckenbergkreuz zum Teufelstättkopf. Links ist ein Teil des Sonnenberggrats zu sehen.

Bekannt ist der Steckenberg vor allem als Oberammergauer Erlebnisberg. Doch man kann auf ihm auch ganz normal wandern. Erstaunlich, dass trotz der nahen Kolbenbahn kaum jemand über den Steckenberg läuft. So gibt es dort oben viel Ruhe, besonders natürlich im Winter. Eine echte Alternative zur überlaufenen Winter­wanderung auf das Pürschlinghaus.

Das Kreuz steht beim Steckenberg weit unterhalb des Gipfels auf einem Vorsprung an der Nordseite. Vom Tal aus ist es gut sichtbar und wird nachts eindrucksvoll beleuchtet. Am Steckenbergkreuz endet der bezeichnete Weg, weshalb es spätestens ab da sehr einsam wird. Der Gipfel selbst ist unscheinbar und dicht bewaldet.

Immer wieder lohnen ist ein Besuch in der kleinen Schleifmühlklamm. Sie kann normalerweise auch im Winter begangen werden. Die ehemaligen Wetzsteinbrüche oberhalb der Klamm wären zwar auch interessant, doch im Schnee gibt es da nichts zu sehen.

Tourcharakter und Schwierigkeit

560 m10 km3:20 h

Anspruch■■■■■■ WT3
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Zwischen dem Steckenbergkreuz und dem Kolbensattel sollte man nicht mit Spuren rechnen. Das macht aber nichts. Die Route lässt sich selbst bei viel Schnee ohne Schwierigkeiten finden. Vielleicht muss man stellenweise ein wenig aufpassen. Doch größere Verhauer sind auf jeden Fall unwahrscheinlich.

Der Steig durch die Schleifmühlklamm sowie der Pürschlingweg sind oftmals sehr eisig. Daher unbedingt die Grödeln einpacken. Je nach Schneelage können für die Überschreitung des Steckenbergs zusätzlich Schneeschuhe von Vorteil sein.

Wegbeschreibung

Durch die Schleifmühlklamm

Am Bahnhof von Unterammergau geht es zunächst über die Deutsche Alpenstraße und die Ammer. Die Pürschlingstraße leitet dann direkt hinauf zum Parkplatz Pürschling1 an der Schleifmühllaine.
Neben dem Parkplatz steht die Kapelle der Wetzsteinmacher. Gleich danach weist rechts ein Schild in die Schleifmühlklamm. Diese sollte man sich nicht entgehen lassen. Auf einigen Tafeln wird über die Wetzstein­herstellung berichtet. Am Beginn der Schleifmühlklamm2 steht die restaurierte Schneiderla's Schleifmühle. Vorführungen finden im Winter allerdings nicht statt. Der Steig durch die Klamm ist gut gesichert. Bei Vereisung ist dennoch Vorsicht geboten. Es gibt ein paar nette Wasserfälle und Gumpen zu sehen. Am oberen Ende gelangt man wieder an die Kiesstraße Richtung Pürschling.

Zum Steckenbergkreuz

Vom oberen Ende der Schleifmühlkamm muss man ein paar Meter links auf dem Pürschlingweg bergab. Dort ist das Steckenbergkreuz ausgeschildert. Der Steig folgt zunächst einem deutlichen Rücken. Markierungen sind kaum zu sehen. Wenn der Steig in eine Forststraße mündet, noch kurz geradeaus weiter und dann auf einer Lichtung nach links wenden. Schon bald blitzt das Steckenbergkreuz3 zwischen den Bäumen hervor. Die letzten Meter sind ein wenig steil.

Kolbensattel via Steckenberg

Auf seiner Nordostseite bricht der Steckenberg steil ab. Entlang der Abbruchkante verläuft ein Zaun. Neben diesem Zaun stapfen wir vom Steckenbergkreuz durch eine Waldschneise weiter aufwärts. Nach einiger Zeit wird ein großer Kahlschlag passiert. Dahinter liegt der höchste Punkt4 des Steckenbergs, der beim Vorbeilaufen nicht wirklich auffällt. Der Zaun knickt nun nach rechts und macht so praktischerweise auf den Richtungswechsel aufmerksam. Bei der Bergwachthütte über dem Kolbensattel kommt nochmals ein kleinerer Kahlschlag. An der Hütte eher rechts halten und in wenigen Minuten zum Kolbensattel5 hinab.

Rückweg über das Langenthal

Am Kolbensattel hat man einen schönen Blick über Oberammergau und hinüber zum Kofel. Der Sattel selbst wurde ziemlich zugebaut. An seiner Südseite beginnt hinter einem Spielplatz mit Holzburg der breite Weg ins Langenthal. Diese Strecke wird gerade im Winter viel genutzt. Unten im Langenthal6 treffen wir wieder auf den Pürschlingweg. Statt des Pürschlingwegs nimmt man aber besser den etwas schmäleren Weg, welcher den Pürschlingweg im Osten ein Stück weit abkürzt.