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Aschenbrennerhaus über Brentenjoch

Winterwandern und Rodeln bei Kufstein

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Eine Wanderung über den Kufsteiner Stadtberg zum Aschenbrennerhaus geht eigentlich immer. Gerade für kurze Wintertage bietet der Stadtberg mit seinem dichten Netz aus einfachen Wegen ideale Bedingungen. Zum Aufwärmen stehen mehrere Berggasthäuser zur Auswahl. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Duxeralm über den Kienberg
    2. Zum Brentenjoch
    3. Höhenweg zum Aschenbrennerhaus
    4. Rodelabfahrt oder Abstieg zu Fuß
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
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Unterwegs zwischen Brentenjoch und Aschenbrennerhaus.

Übermäßig viel Aussicht darf man sich vom dicht bewaldeten Stadtberg nicht erhoffen. Nur gelegentlich sieht man zwischen den Bäumen hindurch das Inntal, den Pendling oder die großen Gipfel des Zahmen und Wilden Kaisers. Doch wer an einem eher trüben Tag oder bei unsicherer Lawinenlage nach einem geeigneten Winterziel in der Region Kufstein sucht, ist beim Stadtberg auf jeden Fall gut aufgehoben.
Eine schöne Rundwanderung ergibt sich, wenn man wie hier beschrieben über das Brentenjoch aufsteigt und den Rückweg über das Aschenbrennerhaus nimmt.

Übrigens gab es früher am Stadtberg ein beliebtes Skigebiet. Es erstreckte sich bis über die Hochebene der Steinbergalm. Abgesehen vom Kaiserlift wurden alle Anlagen zurückgebaut. Zum Teil sind die ehemaligen Liftschneisen noch erkennbar. Auch ein paar hässliche Lifthäuschen ließ man stehen. Übrig geblieben sind außerdem die Pisten. Sie werden heute gerne zum Skitourengehen und Schneeschuh­wandern genutzt.
Der Kaiserlift zum Brentenjoch wurde komplett saniert. Er fährt allerdings nur in den Sommermonaten. Dadurch ist es im Winter relativ ruhig am Stadtberg.

Rodeltipp: Der Winterweg zum Aschenbrennerhaus wird als Rodelstrecke präpariert. Wegen der vielen scharfen Kurven erfordert die Abfahrt eine gewisse Übung.
Um Konflikte mit aufsteigenden Wanderern zu vermeiden, sind die Betriebszeiten genau geregelt. Ob und wann die Bahn freigegeben ist, kann man beim Aschenbrennerhaus erfragen. Dort werden auch hochwertige Tourenrodel verliehen.

Tourcharakter und Schwierigkeit

700 m13 km4:00 h

Anspruch■■■■■■ WT2
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■
Die vorgeschlagene Route für diese Winterwanderung verläuft größtenteils auf breiten und ungefährlichen Wegen. Einzig der Steig vom so genannten Elfenhain oberhalb der Kienbachklamm zur Duxeralm ist ein wenig schmal. Im Zweifelsfall könnte man dort über Hinterdux ausweichen.
Auch die Orientierung bereitet kaum Probleme. Es ist alles gut beschildert und zudem meistens überall gespurt.

Wegbeschreibung

Duxeralm über den Kienberg

Die Tour startet am Bahnhof Kufstein. Man überquert den Inn und spaziert im Schatten der gewaltigen Festung über den historischen Stadtplatz. Danach geht es geradeaus auf den Stadtberg zu. Am Waldrand hinten beginnt beim Kienbach ein befestigter Fußweg, der teils über Stufen und in Serpentinen den Kienberg emporführt.
Wenn es flacher wird, kommt eine Verzweigung. Bei viel Schnee empfiehlt es sich, einen Umweg über Hinterdux zu machen. Ansonsten rechts zum so genannten Elfenhain wenden. Der Steig passiert einige Rastplätze und zieht sich mäßig ansteigend oberhalb der Kienbachklamm Richtung Duxeralm. Kurz vor der Duxeralm1 wird die Kiesstraße von Hinterdux gekreuzt.

Zum Brentenjoch

An der Duxeralm die Wegweiser zum Brentenjoch beachten und nicht der Kiesstraße folgen. Diese wird stattdessen links neben der Alm durch den Wald sowie zum Teil auf einer ehemaligen Skipiste abgeschnitten. Anschließen nur einige Hundert Meter auf der Kiesstraße bleiben, bis rechts eine Abzweigung kommt (Schranke). Dabei handelt es sich wieder um eine alte Skipiste. Auf dieser lässt sich eine lange Schleife abkürzen. Später spaltet sich die Piste auf. Der rechte Ast führt direkt zum Brentenjoch2.

Höhenweg zum Aschenbrennerhaus

Ein paar Meter westlich des Brentenjochs steht die Brentenjochalm. Dort könnte man rechts zu einem schönen Aussichtspunkt hinaufsteigen. Wer im Weinbergerhaus einkehren möchte, nimmt ebenfalls den rechten Weg. Zum Aschenbrennerhaus ist es unten herum dagegen kürzer. Gut, dass der Weg angenehm breit ist. Denn nach links bricht ein Steilhang zum Gaisbachtal hin ab. Nach einiger Zeit stößt der Steig vom Weinbergerhaus hinzu. Ein Stück weiter zweigt an einer Kreuzung der Schneerosenweg zur Duxeralm ab. Wir bleiben aber auf der Hauptstrecke und erreichen wenig später das Aschenbrennerhaus3. Vor dem Berghaus befindet sich rechts die verlassene Bergstation des abgebauten Aschenbrennerlifts.

Rodelabfahrt oder Abstieg zu Fuß

Die Rodelabfahrt vom Aschenbrennerhaus bietet 15 Minuten pures Vergnügen.
Zu Fuß dauert der Abstieg etwa eine Stunde. Im oberen Bereich ist es sinnvoll, dem präparierten Weg zu folgen, um sich nicht zu verlaufen. Ab der Waldkapelle4 kann man dann gut auf den Fußweg wechseln. Er kreuzt noch einmal die Rodelbahn. Zuletzt an einem kleinen Bachlauf rechts halten. So kommt man nahe dem Startpunkt heraus.