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Auerspitz (1811 m) und Soinsee

Winterwanderung im Rotwandgebiet

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Diese idyllische Winterwanderung führt von Geitau über den einsamen Soinsee auf den Auerspitz. Der technisch einfache Berg bietet eine lohnende Aussicht ins Rotwandgebiet und die Valepp. Nicht weit vom Gipfel entfernt steht praktischerweise das ganzjährig geöffnete Rotwandhaus.

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Von Geitau zum Soinsee
    2. Auf den Auerspitz
    3. Zur Kümpflscharte
    4. Abstieg durchs Großtiefental
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte
Zur Galerie (9 Fotos)
Auf dem Auerspitz steht ein schönes schmiede­eisernes Gipfelkreuz.

Im Winter erscheint die Gegend rings um den gefrorenen Soinsee in einem völlig anderen Licht als im Sommer, wenn sich die Ruchenköpfe malerisch darin spiegeln. Hängen noch ein paar Wolken drin, kann die Szenerie recht abweisend wirken.
Obwohl der Soinsee mitten in einem der beliebtesten Münchner Tourengebiete liegt, kommt man sich dort in Schnee und Eis fast etwas abgeschieden vor.

So wild die Landschaft auch erscheinen mag, die Tour selbst erweist sich als technisch unschwierig und ist sogar ideal für die ersten Versuche mit den Schneeschuhen. Diese sind zwar meistens nicht unbedingt erforderlich, ab dem Soinsee aber doch recht hilfreich.
Die Orientierung fällt normalerweise leicht, denn selbst nach frischem Neuschnee wird überall schnell wieder gespurt. Bei dichtem Nebel ist die Tour trotzdem nicht zu empfehlen.

Lawinengefahr herrscht auf der Route sehr selten. Der Fahrweg bis zum Soinsee wurde an kritischen Stellen durch Verbauungen abgesichert. Am Auerspitz wird es erst dann problematisch, wenn die Latschen komplett unter dem Schnee verschwinden.
Der Abstieg ins Großtiefental ist am ehesten gefährdet. Zu den steilen Hängen der Rotwand hält man dabei tunlichst Abstand.

Es wäre sicher reizvoll, die Schneeschuhtour vom Auerspitz Richtung Maroldschneid fortzusetzen. Allerdings erstreckt sich im Osten und Süden des Auerspitzes ein großes Wald-Wild-Schongebiet, welches möglichst gemieden werden sollte.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1050 m18 km6:10 h

Anspruch■■■■■■ WT3
Kondition ■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Von Geitau zum Soinsee

Die kleine Ortschaft Geitau liegt ein Stück südlich des Bahnhofs, drüberhalb der Leitzach und der Deutschen Alpenstraße. Hinter Geitau wandert man entlang des Segelflugplatzes und hält sich an dessen Ende entgegen der Beschilderung besser rechts. An der Heubergalm1 vorbei steuert man auf den Steilenberg zu und überquert wenig später an einer Brücke links den Bach aus dem Krottentaler Graben.
Anschließend von Mieseben dem Fahrweg folgen, der in einem weiten Rechtsbogen um den Steilenberg herumführt. Der Name Steilenberg ist durchaus passend. Bei der Untersteilenalm weicht der Wald zurück. Wir passieren noch die Schellenbergalm2, die im Winter geschlossen hat, und erreichen schließlich den Soinsee.

Auf den Auerspitz

Am Soinsee wird der Fahrweg bei der schmalen Holzbrücke nach links verlassen. Es geht kurz am Ufer entlang und dann den freien Nordhang zur Ruchenkopfhütte3 empor. Oben trifft man am Wegweiser die Route aus dem Ursprungtal. Falls keine Spuren zu sehen sind, dient die Bergwachthütte unterhalb der felsigen Ruchenköpfe als nächster Orientierungspunkt. Danach zieht sich die Route gemächlich ansteigend hinauf zum Sattel zwischen Auerspitz und Ruchenköpfe. Am Sattel steht erneut ein Wegweiser. Von das sind es nur noch wenige Minuten zum Auerspitzgipfel4.

Zur Kümpflscharte

An Stelle der Aufstiegsspur mit direkter Verbindung Richtung Kümpflscharte gibt es außerdem eine kaum genutzte Variante für geübte Pfadfinder. Dazu wenige Meter unter dem Gipfel den Hang an der Latschenunterkante nach links queren. Der Steig zwängt sich des Weiteren durch enge Latschengassen und links an einem Einsturztrichter vorbei. Das Wurzelwerk unterm Schnee macht die Angelegenheit recht holprig.
Auf einer Freifläche dann nach Norden zum Sebaldstein knicken. Bei dieser kleinen Kuppe stößt man auf den Normalweg, der nach links zur Kümpflscharte5 verläuft. Mit ihrem großen Schilderbaum ist diese nicht zu verfehlen. Die Einkehr im Rotwandhaus läge von dort nur einen Katzensprung entfernt.

Abstieg durchs Großtiefental

Von der Kümpflscharte wandern wir nun ins Großtiefental hinab. Wenn der Steig nicht erkennbar ist, tendenziell eher nach rechts halten. Es geht dicht an dem unübersichtlichen, mit Latschen überwucherten Trümmerfeld am Fuße der Ruchenköpfe vorbei. Die Gebäude der Großtiefentalalm6 sind schon von Weitem zu sehen, so dass man sich kaum vertun kann. Unten im Kessel beginnt an der Alm der Fahrweg nach Geitau, der ab dem Soinsee vom Hinweg her bekannt ist.