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Wallberg (1723 m) von Wildbad Kreuth

Schöne Schneeschuhtour via Setzberg

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So wunderbar die Aussicht vom Wallberg auch ist, die direkten Wege hinauf zu ihm sind kaum der Rede wert. Es lohnt sich daher, etwas weiter auszuholen. Eine gerade im Winter sehr idyllische Route ist diejenige von Wildbad Kreuth über das Grubereck und den Setzberg. Viel Ausdauerkraft muss dafür aber vorausgesetzt werden.

Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Hinauf zum Grubereck
    2. Übergang zum Wallberg
    3. Wallbergbahn oder Winterweg
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
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Das Wallbergkircherl Heilig Kreuz wurde 1909 erbaut. Als Vorbild diente das Wendelsteinkircherl.

Der Wallberg ist das Zentrum des Tegernseer Wintersports. Be­rühmt-berüchtigt ist seine rasante Naturrodelbahn, auf der sich leider häufig Unfällen ereignen. Fußgänger kommen mit den Rodlern zum Glück kaum in Berührung. Unabhängig davon sollte man sich darauf einstellen, dass rings um den Wallberg auf jeden Fall viel los ist. Ruhiger ist dagegen die Route bis zum Setzberg, welche den eigentlichen Reiz dieser Tour ausmacht. Beim südseitigen Aufstieg strahlt einem hoffentlich die Wintersonne ins Gesicht und rückt die gegenüber­liegenden Blauberge ins rechte Licht. Ab dem Grubereck zieht dann vor allem der Blankenstein den Blick auf sich und am Setzberg lacht zusätzlich noch der Tegernsee herauf.

Ob der Freude über die herrliche Winterlandschaft darf natürlich die Lawinengefahr nicht außer Acht gelassen werden. Besonders der locker bewaldete, steile Hang über der Ableitenalm ist problematisch. Ab dem Grubereck ist man am Kamm zwar sicher vor Lawinen, doch es geht teilweise recht knapp am Abgrund entlang. In Anbetracht dessen und wegen der konditionellen Anforderung ist die Tour eher für bereits erfahrene Schneeschuhgeher geeignet.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1290 m16 km6:00 h

Anspruch■■■■■■ WT4
Kondition ■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Hinauf zum Grubereck

Wir starten am großen Wanderparkplatz bei Wildbad Kreuth und schlagen den Weg hinter in die Lange Au ein. Schon nach kurzer Zeit wird die Schwaigeralm1 passiert. Sie ist seit den 60er Jahren keine echte Alm mehr, sondern eine reine Ausflugswirtschaft. Man kann nun entweder auf dem Fahrweg bleiben oder rechts auf den Fußweg ausweichen. Der Fahrweg ist manchmal unangenehm vereist. Nach einem guten Kilometer zweigt der Steig für Risserkogel und Wallberg links ab. Er dürfte in der Regel gespurt sein, sollte aber auch bei Neuschnee einigermaßen zu erkennen sein. Neben dem Hirschlahnergraben geht es in Serpentinen zur Scheuereralm empor. Von dort zieht sich ein deutlicher Rücken weiter bis zur Ableitenalm, der die Aufstiegsroute vorgibt. Bei der Scheuereralm zunächst nach links ausholen und dann tendenziell eher etwas nach rechts orientieren. Die Ableitenalm2 hat eine große Lichtung. Auch danach sind die Bäume recht spärlich gestreut. Das Gelände wird abschüssiger. Von der Wegführung ist nichts mehr zu erkennen. Man stapft am besten geradewegs nach oben und sollte nicht zu stark nach links tendieren. Wenn die Anhöhe erreicht ist, sind es nur noch wenigen Minuten zum unscheinbaren Grubereck3. Die meisten wenden sich natürlich rechts zum Risserkogel, so dass es vorerst sogar einsam werden kann.

Übergang zum Wallberg

Vom Grubereck steigt man ein Steilstück zwischen Latschen hindurch in eine Einsattlung ab. Da sich an der Nordseite der Schnee hoch auftürmen kann, muss man selbst die günstigste Linie finden. Bis zum Setzberg gibt der Grat die Richtung vor. Manchmal heißt es ein wenig nach links ausweichen. Der Steig, welcher ostseitig um den Setzberg herumführt, ist im Winter zu meiden. Es besteht die Gefahr, dass sich bei der Begehung ein Schneebrett löst. Außerdem bietet der Setzberg4 eine schöne Aussicht und seine Nordseite hat genau die richtige Hangneigung, um genussvoll mit den Schneeschuhen zum Wallbergsattel hinabzugleiten.
Wenn Rodelbetrieb herrscht, ist es sicherer, hinter dem Wallberghaus5 statt des Fahrwegs direkt zum Wallbergkircherl aufzusteigen. An der Wallbergbahn vorbei nehmen wir dann mit vielen anderen die letzten Meter in Angriff. Der finale Aufstieg zum Wallberggipfel6 ist ein bisschen felsig, jedoch völlig unproblematisch.

Wallbergbahn oder Winterweg

Die Fahrt mit der Wallbergbahn ist ein wenig teuer. Dennoch ist sie empfehlenswert, weil man dabei fortwährend auf den Tegernsee hinabschauen kann.
Ansonsten gäbe es den viel begangenen, breiten Winterweg, der sich am Wallbergsattel von der Rodelbahn trennt. Der Winterweg folgt einem Geländerücken und taucht später links in den Klafferbachgraben ab. Dort kommt man bei der Wallbergmoosalm7 vorbei. Anschließend rechts durch den Hang zur Talstation der Wallbergbahn.