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Schweinsberg (1514 m) über Kesselalm

Leichte Schneeschuhtour bei Birkenstein

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Auf dem gemütlichen Schweinsberg ist es meistens eher ruhig – erst recht natürlich in der kalten Jahreszeit. Viele begnügen sich dann mit der Winterwanderung von Birkenstein zur Kesselalm. Doch bei sicheren Lawinenverhältnissen und guter Sicht lohnt es sich, mit den Schneeschuhen noch bis zum Schweinsberg aufzusteigen. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Von Geitau nach Birkenstein
    2. Zur Kesselalm
    3. Schweinsberg über Kothalm
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte
Zur Galerie (8 Fotos)
Oberhalb der Kesselalm wird ein steiler, manchmal lawinengefährdeter Hang gequert.

Im Winter wird der Schweinsberg fast ausnahmslos über die ganzjährig bewirtschaftete Kesselalm bestiegen.
Möglich wäre aber auch die Route via Spitzingalm und Kirchwand, wobei diese schwerer zu finden ist.
Der Nordgrat sollte im Winter nicht mehr begangen werden, denn zwischen dem Schweinsberg­gipfel und dem Breitensteinsattel wurde 2017 ein Wald-Wild-Schongebiet eingerichtet.
Keine Option ist außerdem der Weg um die Nordseite des Schweinsbergs vom Breitensteinsattel zur Aiblinger Hütte. Trotz einer Breite von teils mehreren Metern kann er bedingt durch Lawinenabgänge völlig vom Schnee verschluckt werden. Unterhalb befindet sich sehr steiles, felsiges Gelände, so dass dort hohe Absturzgefahr besteht.

Bei Tauwetter eignet sich der Schweinsberg eher weniger. Denn ab der Kothalm kann es dann ziemlich batzig werden. Nomen est omen.

Rodeltipp: Der Fahrweg zur Kesselalm verwandelt sich im Winter in eine rasante Naturrodelbahn. Wegen der Südexposition taut die Strecke schnell auf. Über die aktuellen Bedingungen bitte bei www.rodelfuehrer.de informieren.

Tourcharakter und Schwierigkeit

740 m12 km3:50 h

Anspruch■■■■■■ WT3
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■
Selbst im Winter stellt der Schweinsberg keine besonderen Anforderungen. Nur ein bisschen anstrengender ist es eben.
Vor möglichen Lawinen darf man sich bis zur Kesselalm weitgehend sicher fühlen. Zur Kothalm muss jedoch ein lawinen­gefährdeter Hang gequert werden. Im Zweifelsfall kann man die Tour mit einer gemütlichen Einkehr auf der Kesselalm abbrechen.

Wegbeschreibung

Von Geitau nach Birkenstein

Unser erstes Zwischenziel ist der Wallfahrtsort Birkenstein bei Fischbachau. Dazu beim Bahnhof Geitau durch die Unterführung und einfach der Beschilderung folgen. Bis Birkenstein sind es einige Kilometer. Kurz vor dem Ort zweigt rechts der Weg zur Kesselalm ab.
Allerdings wäre die in prachtvollem Rokoko ausgestattete Wallfahrtskapelle Birkenstein1 einen Abstecher wert. Von der Kirche kann man ebenfalls Richtung Kesselalm aufsteigen.

Zur Kesselalm

Im Prinzip kann man bis zur Kesselalm einfach auf dem Fahrweg laufen. Es gibt allerdings auch einen sinnvollen Abkürzer. Dazu gleich nach der Brücke über den Sattelbach rechts wenden. Nicht davor! Der relativ breite Weg ist praktisch immer gespurt. Er trifft später wieder auf den Fahrweg. Alle anderen Abkürzer sind im Winter nicht zu empfehlen.
Am Kothgraben wird der Wald dann verlassen und es geht in Serpentinen zur Kesselalm2 hinauf.

Schweinsberg über Kothalm

Kurz nach der Kesselalm rechts den steilen Hang queren. Durch den Hang zieht sich eigentlich ein breiter Weg, der aber komplett vom Schnee verdeckt sein kann. Man orientiert sich bei fehlenden Spuren an den einzeln stehenden Fichten. Sie geben die Richtung vor. Hinter einer Biegung taucht der Weg in den Wald ein und schon wird die Kothalm3 erreicht.
Bei der Kothalm links halten und durch einen schmalen Waldstreifen hinauf zum Schweinsbergsattel. Von dort hat man einen der schönsten Blicke auf den Wendelstein. Nun ist es nicht mehr weit. Die Route weicht wegen einiger Felsen nach Norden aus. Oben auf dem Ostrücken schließlich in wenigen Minuten zum Gipfel4.