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Großer Riesenkopf (1337 m) und Rehleitenkopf (1338 m)

Wanderung für kurze Wintertage

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Großer Riesenkopf und Rehleitenkopf sind Winterziele, die praktisch immer gehen. Der abwechslungsreiche Aufstieg von Flintsbach stellt keine besonderen Anforderungen. Obendrein hält die Wanderung mit dem Berggasthof Hohe Asten eine freundliche, warme Stube bereit.

Inhalt

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Die Berge bei Flintsbach haben ihren ganz eigenen Charakter. Auffallend sind die lotrecht abfallenden Felswände, über denen sich plateauartige kleine Hochflächen erstrecken. Zwischendrin stechen ein paar spitze Felszacken hervor. Eine spannende Landschaft, die immer eine Wanderung Wert ist.

Wegen ihrer moderaten Höhe sind Riesenkopf und Rehleitenkopf gerade für kurze Wintertage hervorragend geeignet. Der Große Riesenkopf ist nämlich weder groß noch riesig. Er misst sogar einen Meter weniger als der Rehleitenkopf, welcher früher Kleiner Riesenkopf hieß.
Der Name Riesenkopf kommt daher, dass dort die gefällten Baumstämme über so genannte Holziesen zu Tal befördert wurden. Diese aus Stammholz gebauten Rutschen sind seit der Antike bezeugt und verschwanden erst durch die Motorisierung der Holzwirtschaft.

Die vorgeschlagene Route ist auch abseits des Fahrwegs meistens gespurt. Doch in einem derart viel begangenen Gebiet wandern die Leute naturgemäß überall herum. Man muss sich also ein wenig mit der Wanderkarte oder dem GPS-Gerät orientieren können, um nicht der falschen Fährte zu folgen. Bei Nebel ist es auf der Hochebene um die Riesenkopfalm recht unübersichtlich.

Auf der gesamten Tour sind Lawinen oder allzu großen Schneemengen selten ein Thema. Probleme kann es da schon eher mit der Vereisung geben. Vor allem der steile Fahrweg zur Hohen Asten neigt dazu.

Wegbeschreibung zur Schneeschuhtour

Zum Bauer am Berg

Der übliche Ausgangspunkt befindet sich bei der Burgruine Unter-Falkenstein1 südlich von Flintsbach. Sie liegt ein paar Minuten vom Bahnhof entfernt. Am Wanderparkplatz ist bereits der Riesenkopf ausgeschildert. Man bleibt am besten auf dem Fahrweg und ignoriert die Abkürzer rechter Hand. Diese sind im Winter schlecht zu finden und landschaftlich ohnehin wenig reizvoll.
Wir kommen nun im so genannten Hundsgraben an netten Wasserfällen vorbei, bevor der Weg einen Bogen um den Petersberg macht. Das schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelte Plateau des Petersbergs beherbergte im Mittelalter ein Kloster, von dem noch heute die romanische Kirche zeugt. Hinter dem Petersberg steht dann rechts das Gehöft vom Bauer am Berg2.

Auf den Riesenkopf

Beim Bauer am Berg vom Fahrweg auf den Sommerweg Richtung Hohe Asten wechseln. Es gibt keine Beschilderung. Neben dem Bauernhaus führt die Route über eine Lichtung in den Wald hinein. Man kreuzt einen alten, verwachsenen Ziehweg und steigt einige Zeit bergauf. Wer achtsam ist, sieht vielleicht den vermoderten Baumstamm, auf dem der Riesenkopf mit Pfeil eingeritzt wurde. Im Winter droht da aber eher ein Verhauer. Daher erst ca. 100 m weiter, kurz bevor man links ins Freie treten würde, nach rechts wenden. So ist es auch in der AV-Karte eingezeichnet. Nahezu ohne Höhengewinn quert man mit Blick auf den spitzen Zahn der Maiwand nach Nordwesten. Am Maigraben biegt der Steig nach links. Sobald der Maigraben3 flacher wird und rechts die Bäume zurücktreten über das Bachbett. Am Waldrand entlang geht es in die nordöstliche Ecke der zur Riesenkopfalm gehörenden Weidefläche. Dort am Wegweiser links hinauf zum Riesenkopf4. Bitte respektvollen Abstand zu den Abbrüchen halten.

Abstecher zum Rehleitenkopf

Der Übergang vom Riesenkopf zum Rehleitenkopf ist nicht bezeichnet, wird jedoch oft gespurt. Im bewaldeten Südhang des Riesenkopfs gibt es einen unmarkierten Pfad zur Riesenkopfalm, der im Schnee schwer erkennbar sein kann. Die Richtung sollte trotzdem klar sein. Die Riesenkopfalm5 wird oberhalb im Sattel der Almlichte umgangen. Drüben geradewegs zum Rehleitenkopf hinauf und tendenziell rechts halten. Der Felskopf mit Kreuz6 verbirgt sich im Wald. Die letzten paar Meter sind ausgesetzt und können gefährlich sein.

Rückweg über die Hohe Asten

Wir verlassen den Wald beim Rehleitenkopf nach Süden. Vor uns breitet sich eine kleine Hochebene aus. Eine Baumgruppe dient als Orientierungspunkt. Jenseits dieser Gruppe südwärts absteigen und dann nach links schwenken. Auf einem breiten Weg geht es durch ein Waldstück zu den Astenhöfen7.
Von der Hohen Asten folgen wir dem Fahrweg nur bis zur ersten Kurve und nehmen dort links den Sommerweg. Er zieht sich an den zwei großen Bäumen vorbei über die Freifläche, kreuzt einen Wirtschaftsweg und biegt danach in den Wald. Dort wird wieder die Stelle vom Aufstieg erreicht.