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Baumgartenschneid (1448 m) und Gindelalmschneid

Winterwanderung am Tegernsee

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Zwischen Tegernsee und Schliersee liegen zwei echte Ganzjahresberge. Zur Baumgartenschneid und zur Gindelalmschneid kann man nämlich auch im Winter problemlos hinaufwandern. Trotz ihrer bescheidenen Höhe bieten die beiden ein traumhaftes Panorama vom Alpenvorland über den Wendelstein bis zu den Tegernseer Bergen.

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Von Tegernsee zum Pfliegeleck
    2. Auf den Riederstein
    3. Baumgartenschneid
    4. Gindelalmschneid via Sagfleckl
    5. Rückweg über die Neureuth
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
Zur Galerie (9 Fotos)
Aussicht vom Pfliegeleck zum Tegernsee.

Wer vom Sommer her den Trubel rings um Riederstein, Baumgartenschneid und Gindelalmschneid kennt, dem könnte es im Winter fast etwas still vorkommen. Nicht jedoch an den Berggasthäusern von Galaun und Neureuth, wo kein Unterschied festzustellen ist. Sind die Rodelverhältnisse gut, ist es eher noch schlimmer.
Die leichte Erreichbarkeit hat eben ihren Preis. Dafür sind die Wege immer schön gespurt und es ist nicht nötig, sich mit Schneeschuhen abzuschleppen. Allenfalls unmittelbar nach kräftigem Neuschnee kann ihr Einsatz sinnvoll sein. Ansonsten lieber Grödeln einpacken, denn wegen des oft sehr festgetrampelten Schnees neigen einige Stellen zur Vereisung.

Lawinengefahr kann hinab zur Baumgartenalm sowie an den freien Hängen der Gindelalmschneid bestehen. Abgesehen davon bewegt man sich entweder im Wald oder im schwach geneigten Gelände.

Tourcharakter und Schwierigkeit

950 m16 km5:30 h

Anspruch■■■■■■ WT3
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Von Tegernsee zum Pfliegeleck

Viele Wege führen von Tegernsee zum Riederstein. Ich empfehle denjenigen übers Pfliegeleck, da dieser am aussichtsreichsten ist. Man bleibt dazu auf der Bahnhofstraße und ignoriert anderweitige Beschilderungen zum Riederstein. Nach dem Alpbach dann an der zweiten Abzweigung links in die Lärchenwaldstraße und gleich bei der ersten Gelegenheit wieder rechts. Neben einer Hecke geht es anschließend hinauf zum Pfliegelhof. Bei dem herrschaftlichen Anwesen beginnt ein Fahrweg, der kurz darauf links verlassen wird. Nicht Richtung Lärchenwald weiterwandern. Oberhalb einiger Serpentinen wird schnell das Pfliegeleck1 erreicht. Das große Lärchenholzkreuz wurde im Jahr 2011 aufgestellt.

Auf den Riederstein

Vom Pfliegeleck zieht sich ein breiter Weg über den Kleinen Tegernseer Berg. Der Höhenrücken wirkt gemächlich, ist aber instabil und stetig in Bewegung. Hinter dem Kleinen Tegernseer Berg gelangt man mit geringem Höhenverlust zum Galaun2. Dort befindet sich das bekannte Gasthaus und es gibt den schönsten Blick auf den Felssporn des Riedersteins. Stufen leiten entlang eines Kreuzwegs empor zur neugotischen Kapelle3 auf dem Riederstein. Vorsicht bei Vereisung!

Baumgartenschneid

Vom Riederstein steigt man nach Osten in einen kleinen Einschnitt hinab. Rechts stößt eine eigentlich überflüssige Variante vom Galaun hinzu, die den Riederstein auslässt. Am Rücken zum Rohrkopf wird es dann recht steil. Manche nehmen im Winter gleich die Direttissima, um sich den Zickzack zu sparen. Nach dem Rohrkopf quert der Weg ein Stück weit die Nordflanke und wählt zuletzt den baumlosen Westhang zum Gipfel der Baumgartenschneid4.

Gindelalmschneid via Sagfleckl

An der Baumgartenschneid geht es nordwärts im freien Gelände hinab zur Baumgartenalm. Nach der Alm folgt ein Steilstück im Wald, unterhalb dessen man an die Kreuzung beim Sagfleckl5 kommt. Von diesem unscheinbaren Sattel aus wäre es möglich, in ca. einer Stunde durchs Alpbachtal zurück nach Tegernsee zu wandern. Der Weg ist leider wenig inspirierend.
Also lieber noch zur Gindelalmschneid! Die knapp 200 Höhenmeter Gegenanstieg sind zu schaffen. Dabei zuerst links am Kreuzbergköpfl vorbei zur Kreuzbergalm und von dort durch eine breite Waldschneise auf die langgezogene Gindelalmschneid6.

Rückweg über die Neureuth

Die Strecke zwischen der Gindelalmschneid und der Neureuth ist in der Regel gut ausgetrampelt. Für den weiteren Abstieg nach Tegernsee ist es wegen der Rodler besser, nicht den präparierten Neureuthweg zu wählen. Stattdessen läuft man hinter dem Neureuthhaus noch über die Almlichte. Im Wald verzweigen sich später Bayernweg, Westerhofweg und Sommerweg7. Ich bevorzuge letzteren. Unten treffen sich alle kurz vor Tegernsee wieder.