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Große Rauschberg-Runde (1645 m)

Schneeschuhtour bei Ruhpolding

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Ein lohnendes Ziel zum Winterwandern im Raum Ruhpolding ist auf jeden Fall der Rauschberg. Von seinem Gipfel bietet sich ein beeindruckendes Panorama in die tief verschneite Chiemgauer Bergwelt. Gleich daneben lädt das Rauschberghaus zu einer Stärkung ein.

Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Südanstieg von Laubau
    2. Zum Kienbergsattel
    3. Abstieg via Roßgassenboden
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte
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Prachtvoll präsentiert sich das Sonntagshorn beim Südanstieg zum Rauschberg.

In den 50er Jahren war Ruhpolding einer der bedeutendsten Urlaubsorte in Deutschland. Mit Sonderzügen reisten die Gäste damals aus Norddeutschland an. Sogar aus Österreich und der Schweiz kamen Urlauber. Um den Tourismus weiter anzukurbeln, wurde unter anderem die Seilbahn auf den Rauschberg gebaut. Auf der Südseite entstand im Anschluss daran ein kleines Skigebiet. Manch ein Ruhpoldinger trauert noch heute diesen goldenen Zeiten hinterher. Zum Wandern hat es allerdings auch seine Vorteile, dass es mit dem Massentourismus vorbei ist und die Skilifte am Rauschberg verschwunden sind. Selbst oben an der Bergstation der Rauschbergbahn herrscht nur selten Hochbetrieb. Wer ganz sicher gehen will, nutzt die Revisionszeiten. Trotz der Bahn steigen viele zu Fuß, mit Skiern oder Schneeschuhen auf.

Filmtipp: Die Sendung Unter unserem Himmel des Bayerischen Fernsehens produzierte eine interessante Dokumentation über die Anfänge des Wintersports in Ruhpolding. Unter dem Titel Damals... in Ruhpolding werden die goldenen Jahre des Skitourismus am Rauschberg wieder lebendig.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1000 m16 km5:00 h

Anspruch■■■■■■ WT2
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■
Der Rauschberg eignet sich gut für weniger Erfahrene oder die ersten Versuche mit den Schneeschuhen. Die Wege sind breit, meistens überall gespurt und werden sogar teilweise präpariert. Lawinengefährdete Bereiche gibt es kaum.
Konditionell ist die Tour zwar recht anstrengend, aber wenn es zu viel wird, kann man bergab ja die Rauschbergbahn nehmen.

Wegbeschreibung

Südanstieg von Laubau

Direkt hinter der Rauschbergbahn führt der Weg hinab zum Taubensee. Von dort wandern wir erst einmal im Tal gemütlich in Richtung Süden. Etwa auf Höhe des Holzknechtmuseums1 bei Laubau zweigt links der wintertaugliche Weg zum Rauschberg ab. Nach den ersten Kehren tangiert er kurz eine Forststraße. Wenig später kommen wir an der Sackgrabenalm2 vorbei. Bei der Hütte steht eine eindrucksvolle Fichte mit über vier Meter Umfang. Bis zu der Forststraßen­kreuzung oberhalb der Sackgrabenalm wird es vorübergehend ein wenig steil. An der Kreuzung wie beschildert geradeaus und kurz darauf an einer Gabelung links wenden. Nun heißt es erst einmal an Höhe gewinnen. Ein wenig letschert geht es den Schleifen des Fahrwegs folgend moderat bergauf. Irgendwann stößt links der im Winter nicht begehbare Hutzenauersteig hinzu. Ein Stück weiter wird der Wald beim Hutzenauer Kaser3 verlassen. Rechts haltend steigen wir über die steilen Hänge des ehemaligen Skigebiets unserem Ziel entgegen. Mit etwas Glück ist dieser letzte Abschnitt präpariert. Oberhalb der Geißwand dreht die Route nach links und steilt nochmals auf. Schließlich wird der Gipfelrundweg erreicht. Auf diesem sind es nur noch wenige Minuten zum Vorderen Rauschberg4.

Zum Kienbergsattel

Für den Rückweg über die Nordseite muss man zunächst in einem weiten Bogen um den Hinteren Rauschberg herum. Der etwas höhere Hintere Rauschberg könnte natürlich zusätzlich noch bestiegen werden. Eine Überschreitung ist jedoch nicht möglich. Außerdem ist die Tour auch so schon weit genug. Wir folgen also besser dem präparierten Fahrweg hinab zu den beiden östlichen Kasern der Rauschbergalm. Der eine steht am Wegrand, der andere etwas unterhalb. Von da genießen wir zum letzten Mal die Aussicht auf Sonntagshorn und Dürrnbachhorn, bevor es in den Wald hineingeht. Wenig später wird dann der Kienbergsattel5 erreicht.

Abstieg via Roßgassenboden

Vom Kienbergsattel schlängelt sich ein breiter Weg talwärts. Die schattige, zerklüftete Nordseite hat einen völlig anderen Charakter als die sanften Südhänge des Rauschbergs. Wegen der vielen Skitourengeher kann der Schnee sehr hart sein. Außerdem ist mit Vereisung zu rechnen. Vom Roßgassenboden6 hat man einen schönen Blick in die wilde Roßgasse. Gleich danach gelangt man an eine Kreuzung. Es gibt zwei beschilderte Varianten zur Talstation. Am besten die untere nehmen, denn sie ist kürzer und kommt ohne Zwischenanstiege aus. Aber auch diese Strecke zieht sich. Fast eine Stunde dauert es noch zurück zum Ausgangspunkt.