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Rabenkopf (1555 m) übers Feuereck

Stille Wintertour in den Voralpen

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Trotz seiner verkehrsgünstigen Lage direkt am Alpenrand ist der Rabenkopf kein klassisches Winterziel. Die Einsamkeit hat allerdings ihren Preis. Denn die Spurarbeit mit den Schneeschuhen erfordert viel Kraft und Ausdauer. Je nach Routenwahl ist auch eine sehr gute Orientierungsfähigkeit gefragt.

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Im Winter zieht es nur wenige Menschen auf den sonst oft überlaufenen Rabenkopf. Das hängt sicher damit zusammen, dass es keine geeigneten Routen für Skitouren gibt und sich nirgends eine Einkehr findet. So stapft man mit seinen Schneeschuhen still vor sich hin und genießt die Aussicht. Denn ungeachtet der mäßigen Höhe ist das Panorama am Rabenkopf beeindruckend – sowohl Richtung Alpen als auch ins Alpenvorland.
Nutzt man die unbezeichnete Variante übers Feuereck, ergibt sich eine schöne Runde, wobei allerdings die Orientierung schwieriger ist.
Lawinentechnisch ist der Abstieg wegen der steilen Hänge zwischen Staffelalm und Kochler Alm problematischer als der Aufstieg übers Feuereck. Im Gipfelbereich kann außerdem der Grat überwechtet sein.

Wegbeschreibung zur Schneeschuhtour

Aufstieg übers Feuereck

Der alte, recht überschaubare Ortskern von Kochel befindet sich westlich des Bahnhofs. Beim zentralen Schmied-von-Kochel-Platz nach dem Denkmal links in die Kalmbachstraße und ein paar Meter weiter gegenüber vom Rathaus rechts. Man folgt der Alten Straße bis zur Abzweigung Am Sonnenstein, wo verschiedene Wanderziele ausgeschildert sind. Dort zum Waldrand hinauf und bei der steinernen Zimmermoosbrücke1 über den Lainbach. Auf der anderen Seite trifft man auf eine Forststraße, die vorerst die Richtung vorgibt.Es gibt Abkürzer, die aber von Ortsunkundigen, falls nicht gespurt ist, im Schnee schlecht zu finden sind. Der zweite Abkürzer bringt ohnehin keinen Zeitvorteil.Die Forststraße gewinnt zunächst schnell an Höhe und wird nach der Abzweigung zum Sonnenspitz flacher. Bei der Gabelung an der Holzstube2 nehmen wir den mittleren Weg, der die Kaltwasserwand südlich umgeht und am Talfleck nach Norden schwenkt. Anschließend genau auf einen Wegweiser achten, bei dem links im Wald versteckt eine Hütte steht. Fürs Feuereck wird nun die offizielle Strecke verlassen. Hinter der Hütte am Bergelskopf3 verläuft parallel zum Hang ein breit trassierter Weg, dem man nach rechts folgt. Er dreht bald nach links zur Lichtung der Kochler Oberalm. Am rechten Rand der Lichtung steigt man zum Feuereck4 hinauf und hält sich ab da stets an die Schneide. Der Schnee kann sich dort oben recht hoch auftürmen, so dass man froh ist, wenn der Rabenkopf langsam näher rückt. Die letzten paar Meter zum Gipfel5 sind etwas steil und felsig. Bei viel Schnee eventuell rechts in die Flanke ausweichen. Vorsicht, das ist sehr abschüssig.

Normalweg für den Abstieg

Zur Staffelalm geht es über den Südostgrat, also nicht zum Schwarzeck! Wegen möglicher Wechten und der doppelten Neigung nach vorne und rechts kann diese Passage im Winter durchaus anspruchsvoll sein. Wenn die Staffelalm ins Blickfeld tritt, an einer Baumgruppe vorbei den freien Rücken zu den zwei Hütten hinab. Ab der Staffelalm6 wird es unübersichtlich, wenn nicht gespurt ist. Man quert ein Stück nach rechts und steigt zwischen zwei Gräben ca. 50 Höhenmeter ab. Dabei aufpassen, wann der Weg in den rechten Graben biegt. Bei nahezu gleichbleibender Höhe werden nacheinander drei Zuflüsse des Rappinbachs gekreuzt. So gelangt man hinüber zur Kochler Alm7. Im Westen der Alm wird wenig später wieder der Hinweg erreicht.