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Osterfeuerspitze und Ölrain (1542 m)

Ruhige Schneeschuhtour von Eschenlohe nach Ohlstadt

(aktualisiert am )

Die bewaldeten Berge östlich von Eschenlohe eignen sich perfekt zum Schneeschuhwandern. Während die Osterfeuerspitze mit einer prächtigen Fernsicht überrascht, lässt sich hinüber zum Ölrain ein wenig winterliche Wildnis erleben. Oft kann man dabei sogar die erste Spur legen.


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  1. Tourcharakter
  2. Wegbeschreibung
    1. Asamklamm
    2. Aufstieg zur Osterfeuerspitze
    3. Über die Eckleiten zum Ölrain
    4. Abstieg nach Ohlstadt
    5. Bahnhof Ohlstadt oder Heubergweg nach Eschenlohe
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte
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Der lichte Wald an der Osterfeuerspitze erlaubt schöne Ausblicke. Hier zeigt sich das Loisachtal bis hinter zur Zugspitze.
Die Osterfeuerspitze, auch Osterfeuerkopf genannt, liegt direkt am Eingang zum Loisachtal oberhalb der Ortschaft Eschenlohe. Der schöne Aussichtsberg wird ganzjährig gerne für schnelle Halbtages­wanderungen genutzt. Dass am Gipfel nicht Schluss sein muss und man am Kamm entlang über die Eckleiten zum Ölrain gelangen kann, wissen nur die wenigsten.
Wo schon im Sommer kaum jemand unterwegs ist, kommt im Winter natürlich erst recht keiner vorbei.Damit ist der Eckleitenkamm eine der einsamsten Winterrouten in den Walchenseebergen.Ein Traum für jeden, der gerne mit den Schneeschuhen abseits der ausgetrampelten Wege wandert und seine eigenen Spuren legen möchte.

Tourcharakter und Schwierigkeit

980 m14 km5:30 h

Anspruch■■■■■■ WT4
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Ab der Osterfeuerspitze eignet sich die Tour nur für geübte Schneeschuhgeher, die mit weglosem Gelände gut zurecht­kommen. Man muss zum Teil in die abschüssigen Flanken hineingrätschen, was eine solide Trittsicherheit verlangt.

Die Orientierung ist bei fehlenden Spuren zum Teil knifflig. Vertut man sich beim Aufstieg zur Osterfeuerspitze, landet man schnell in gefährlichem Gelände. Zwischen der Osterfeuerspitze und dem Ölrain gibt dann der Rücken die Richtung vor, so dass Verhauer unwahrscheinlich sind.

Was das Lawinenrisiko betrifft, ist die Tour normalerweise unproblematisch, denn sie verläuft vorwiegend durch den Wald.

Wegbeschreibung

Asamklamm

Wir laufen auf der Bahnhofstraße ins Dorfzentrum von Eschenlohe und überqueren die Loisachbrücke. Es gilt zunächst die Beschilderung zur Asamklamm, die sich östlich des Orts befindet. In der romantischen Asamklamm1 ist recht schnell an einer Engstelle Schluss. Dort geht es zuerst rechts eine steile Stiege hinauf und danach links wieder über Stufen zu einer Stahlbrücke hinab. Die Brücke überspannt die Kluft in luftiger Höhe und gewährt einen tollen Einblick. Auf der anderen Seite der Schlucht gibt es links noch einen Aussichtsplatz.

Aufstieg zur Osterfeuerspitze

Gleich nach der Asamklamm wird ein Sträßchen erreicht, dem man nach rechts folgt. Bereits kurz darauf zweigt man bei einem Wegweiser links zur Osterfeuerspitze ab. Der anfangs breite Weg zieht sich an dem Areal von Schloss Wengwies2 entlang. Später dreht er westwärts und verjüngt sich. Ein Schild weist dort nach rechts auf den gelb markierten Steig zur Osterfeuerspitze hin. Der Steig gewinnt gemütlich an Höhe. Nach einigen Serpentinen gibt es schon die ersten Ausblicke. Oberhalb des Heldenkreuzes, von dem uns eine Felswand trennt, biegt der Weg mehr Richtung Osten. Nun führt er etwas flacher an einer Mulde vorbei. Im Anschluss daran wendet er sich wieder stärker nordwärts und schlängelt sich zuletzt im Zickzack ordentlich steil auf den Gipfel der Osterfeuerspitze3.

Über die Eckleiten zum Ölrain

Man überwindet nördlich des Kreuzes eine Scharte und steigt dann erst einmal weiter aufwärts. Dabei hält man sich vorwiegend an den schmalen Rücken und weicht nur gelegentlich etwas in die Südostflanke aus. Die Pfadspur ist unterm Schnee kaum zu erahnen. Zu Beginn präsentiert sich der Eckleitenkamm schmal, etwas felsig und recht verwachsen. Mit der Zeit wird er dann aber breiter. Ab dem höchsten Punkt an der Eckleiten4 wird das Gelände einfacher. Zwischendrin kommt eine Lichtung, wo früher die abgegangene Schafalm lag. Sobald es erneut emporgeht, ist das Ziel nicht mehr fern. Eine Felsgruppe am einfachsten links (Norden) passieren. Schließlich treten die Bäume langsam zurück und geben die breite Kuppe des Ölrains5 frei. Auf dem Ölrain steht kein Kreuz. Die hohen Fichten behindern den Blick ziemlich.
Wer mehr Aussicht haben will und noch nicht müde ist, kann zum Hirschberg6 im Süden. Das wären 200 Höhenmeter zusätzlich. Beim Rückweg den Ölrain ostseitig umgehen.

Abstieg nach Ohlstadt

Man sucht am Nordhang des Ölrains nach einer geeigneten Stelle und steigt quer durch den Wald zum Wankfleck7 ab. Das ist eine große, ebene Lichtung mit einer schönen Aussicht ins Vorkarwendel. Am Nordende des Wankflecks trifft man an der Wankhütte unterhalb des Buchrains eine beliebte Wanderroute. Diese führt direkt nach Ohlstadt hinunter und endet an einem Wanderparkplatz neben der Kaltwasserlaine8.

Bahnhof Ohlstadt oder Heubergweg nach Eschenlohe

Der Bahnhof von Ohlstadt liegt ein Stück westlich des Orts. Am günstigsten ist es, den Fußweg neben der Kaltwasserlaine bis zur Hauptstraße zu nehmen. Auf der anderen Seite der Hauptstraße in den Bahnhofweg, der direkt zum Bahnhof leitet.
Wer dagegen zurück nach Eschenlohe zum Auto muss, biegt kurz vor Ohlstadt links in den oberen Heubergweg9 ein. Der breite Weg verläuft mit leichtem Gegenanstieg am Heuberg vorbei zur Walchenseestraße in Eschenlohe.