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Krottenkopf (2086 m) im Frühwinter

Von Oberau auf den höchsten Gipfel des Estergebirges

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Die schon im Sommer ausgesprochen anstrengende Tour über den Oberauer Steig auf den Krottenkopf hat es bei winterlichen Verhältnissen erst recht in sich. Liegt viel Schnee, ist sie auf Grund der oft erheblichen Lawinengefahr kaum zu verantworten. Daher bloß bei topsicheren Bedingungen und mäßiger Schneemenge unternehmen.

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Sobald die Weilheimer Hütte am Krottenkopf geschlossen hat, geht es im zentralen Teil des Estergebirges sehr ruhig zu. Dann trifft man eher auf Gämsen als auf Menschen. Im Winter steigt wirklich kaum jemand auf den Krottenkopf. Für die anspruchsvolle Orientierung ist es von Vorteil, wenn man das Gebiet vom Sommer her kennt. Schwierig wird es insbesondere ab dem Frickenkar, wo Wege und Markierungen vom Schnee verschluckt werden und nur selten gespurt ist.

Der Bereich mit dem größten Lawinenrisiko ist die bis zu 40 Grad steile Nordwestflanke des Bischofs. Außerdem kreuzt der Oberauer Steig bis zum Frickenkar mehrere Lawinenbahnen, die den Schnee aus den höheren Lagen talwärts transportieren. Ich war durchaus überrascht, dass eine der morgens schneefreien Rinnen beim Rückweg mit einer Lawine aufgefüllt war.

Risiko Fahrmannslaine: Wer eine andere Aufstiegsroute wählt und sich entschließt, durch das Frickenkar abzusteigen, muss extrem aufpassen. Im März 2013 verloren zwei Schneeschuhwanderer die Orientierung, verpassten den Linksknick des Oberauer Steigs und landeten in der Fahrmannslaine. Die Bergwacht konnte sie zum Glück unverletzt aus der absturzgefährdeten Steilrinne bergen.

Wegbeschreibung zur Schneeschuh- / Wintertour

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