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Klausenberg (1554 m) und Predigtstuhl

Einsame Schneeschuhtour im Priental

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Westlich des Prientals erstreckt sich eine niedere Bergkette, die viele schöne Schneeschuhtouren ermöglicht. Klausenberg und Predigtstuhl befinden sich etwas abgelegen im mittleren Teil. In der kalten Jahreszeit garantieren sie daher oft ein stilles Gipfelerlebnis. Für besondere Freude sorgen die zahlreichen Almlichtungen, auf denen sich unterwegs ausgiebig Sonne tanken lässt. Aktualisiert am

Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Von Aschau nach Hammerbach
    2. Ellandalm und Baumgartenalm
    3. Auf den Klausenberg
    4. Übergang zum Predigtstuhl
    5. Abstieg via Laubensteingatterl
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte
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Der Kamm zwischen Klausenberg und Predigtstuhl fällt im Osten steil ab.

Im Winter konzentriert sich das Geschehen vor allem auf die ganzjährig bewirtschaftete Frasdorfer Hütte. Sie lockt viele Winterwanderer, Rodelfans und Skitourengeher an. Letztere wollen meistens auf den Predigtstuhl.
Hinter bis zum Klausenberg verschlägt es kaum noch jemand. Deshalb sollte man davon ausgehen, dass nicht überall gespurt ist. Die Almhütten und die gelegentlichen Beschilderungen reichen jedoch zur Orientierung aus, da die Wegführung nicht wirklich kompliziert ist.

Für eine Wintertour ist die Strecke recht stramm und verlangt eine Top-Kondition. Zusammen mit dem Anmarsch von Aschau zieht sich vornehmlich der Anstieg ganz ordentlich in die Länge. Muss noch gespurt werden, dann kann es zäh werden.

Da die Route viel im Freien verläuft, sollte man sich unbedingt über die aktuelle Lawinenlage informieren. Von den steilen Osthängen am Predigtstuhl könnte durchaus etwas herabkommen. Besonders aber beim so genannten Eiskeller südwestlich des Laubensteins muss mit erhöhter Lawinengefahr gerechnet werden.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1000 m19 km6:40 h

Anspruch■■■■■■ WT3
Kondition ■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Von Aschau nach Hammerbach

Vom Bahnhof Aschau folgen wir der Kampenwandstraße in Richtung Süden bis zum Ortsende und wenden uns dort rechts zur Prien. Ein Stück flussaufwärts wird Hammerbach1 erreicht, das nur aus wenigen Häusern besteht.

Ellandalm und Baumgartenalm

In Hammerbach biegt man in die gleichnamige Straße ein. An ihrem Ende beginnt neben einem ehemaligen Hammerwerk ein Wanderweg. Auf diesem an der Hammerbachquelle vorbei im Wald bergauf bis zu einer Gabelung. Zur Ellandalm geht es links. Bald schon wird der Wald verlassen und hinter einem Wegkreuz tauchen in einer Senke die Hütten der Ellandalm2 auf. Nach der Alm kommt ein kurzer, recht steiler Hang. Oberhalb des Hangs tendiert man nach Westen und trifft auf einen Fahrweg. An der ersten Kurve beim Wegweiser links und durch den Wald zur Unteren Baumgartenalm3. Der Fahrweg wäre aber auch nicht falsch.

Auf den Klausenberg

Nach der Baumgartenalm stößt beim Schoßbach der Weg von Hainbach hinzu. Weiterhin im offenen Gelände stapft man nun auf den Einschnitt zwischen Zinnenberg und Klausenberg zu, wobei die Route zusehends nach Westen dreht. Etwas rechts des Sattels steht die Klausenhütte4. Eigentümer der herunter­gekommenen Gebäude ist Baron von Cramer-Klett, der sie offenbar verfallen lässt.
An der Klausenhütte wendet man sich scharf rechts. Über ein paar Felsen und minimal ausgesetzt leitet der Südwestgrat in wenigen Minuten zum Klausenberg5 empor. Den Gipfel ziert ein kunstvoll verschnörkeltes Metallkreuz.

Übergang zum Predigtstuhl

Man sollte das in der AV-Karte eingezeichnete Wald-Wild-Schongebiet nördlich des Klausenbergs möglichst meiden. Dazu einige Meter auf dem Grat zurück und dann rechts durch eine Latschengasse hinunter zu einem Querweg im Westhang. Mit etwas Spürsinn sollt das zu finden sein. Der Querweg nähert sich wieder dem Grat, auf dem schnell der Predigtstuhl6 erreicht wird.

Abstieg via Laubensteingatterl

Wegen eines weiteren Schongebiets muss im Winter die Verlängerung zum Heuraffelkopf wegfallen. Vom Predigtstuhl deshalb den locker bewaldeten Hang abwärts zur süßen Grozachhütte der Bergwacht, die westlich der Abergalm liegt. An der Hütte dem breiten Waldweg nach Norden folgen. Er führt beim Eiskeller7 ins Freie und quert einen lawinengefährdeten Hang. Der Name des Eiskellers ist Programm. Es gibt dort einige Wetterlöcher, aus denen im Sommer kalte Luft strömt. Diese sammelt sich in der Mulde des Eiskellers und verursacht eine hochalpine, baumlose Flora.
Gleich nach dem Eiskeller wird das Laubensteingatterl8 passiert. Entsprechend der Beschilderung für Aschau wechselt man nun zwischen einem alten Almweg sowie verschiedenen Forststraßen hin und her. Wer nicht mehr in der Frasdorfer Hütte einkehren möchte, kürzt bereits ein paar Hundert Meter davor zur Hofalm9 ab. Von der im Winter geschlossenen Hofalm geht es zuletzt in Serpentinen zurück ins Priental.