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Petersköpfl (1745 m)

Weißer Traum im Kaisertal

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Hatschert ist er schon, der Weg ins Kaisertal. Doch hat man den Wald erst einmal hinter sich gelassen, kommt man aus dem Staunen kaum mehr heraus. Majestätisch und unnahbar wirkt der weiß überzuckerte Wilde Kaiser. Im Winter ist er höchstens etwas für die Extremen. Die Gipfel des Zahmen Kaisers sind dagegen trotz Schnee für jedermann geeignet.

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Das Kaisertal ist mit seinen ganzjährig geöffneten Einkehrmöglichkeiten und den einfachen, teils geräumten Wegen ideal zum Winterwandern. Meistens ist sogar bis hinauf in die Gipfelregion prächtig gespurt. Schneeschuhe sind deshalb nach meiner Erfahrung für die Tour zum Petersköpfl ein unnötiger Ballast. Besser die Grödeln einpacken. Alpin wird es erst ab der Vorderkaiserfeldenhütte. Wobei sich das auf eine kurze steile Passage unterm Petersköpfl beschränkt. Dort ist auch mit erhöhter Lawinengefahr zu rechnen.
Auf dem breiten Weg zur Ritzaualm lagen überraschenderweise kleine Gleitschneelawinen. Die hätten einen glatt den Hang hinunterwerfen können. Man ist eben nicht einmal im Wald gänzlich vor Lawinen sicher.

Tipp: Am unteren Ende des Kaisertals liegt nahe beim Hauptwanderweg die archäologisch interessante Tischofer Höhle. Sie ist mit einer großen Informationstafel ausgeschildert.

Wegbeschreibung zur Schneeschuhtour

Durchs Kaisertal zur Vorderkaiserfeldenhütte

Los geht es mit der Sparchenstiege. Diese war bis 2008 der einzige Zugang ins Kaisertal. Inzwischen gibt es einen Tunnel, welcher aber nur von den wenigen Talbewohnern befahren werden darf. So gehören die Wege nach wie vor hauptsächlich den Wanderern. Noch vor dem oberen Tunnelausgang passiert man die Abzweigung zur Tischofer Höhle1, die man sich bei Interesse am besten für den Rückweg aufhebt. Danach mündet der Wanderweg in die Kaisertalstraße. Ein Stück hinter dem Veitenhof kommt eine Gabelung. Unten herum über die Antoniuskapelle und den Hinterkaiser wäre zwar sehr schön, ist aber für unser Tourenziel ein erheblicher Umweg. Daher links zur Ritzaualm2, an der das Petersköpfl schon verdächtig nahe erscheint. Wie so oft täuscht die Perspektive von unten. Auch die Gipfel des Wilden Kaisers sind bereits fast vollzählig versammelt.
Wir bleiben weiterhing auf dem Fahrweg, der sich nun gemütlichen zur Vorderkaiser­feldenhütte3 hinaufschlängelt. Dort ist die Ausbaustrecke zu Ende.

Zum Petersköpfl

Hinter dem DAV-Haus steigt man im Wald links eines kleinen Grabens in kurzen Serpentinen aufwärts. Neben der Naunspitze, welche die kürzere Alternative wäre, quert die Route nach rechts in einen sehr steilen Hangabschnitt. Gleich anschließend spitz links und zwischen Latschen hindurch in einen Einschnitt an der Nordseite des Petersköpfls. Das Nonplusultra wäre natürlich die Verlängerung bis zur Pyramidenspitze. Doch heute soll es eine entspannte Gipfelrast mit Kaiserblick geben. Also rechts die paar letzten Meter zum Gipfel4 hinauf und dann genießen.