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Jägerkamp (1746 m) vom Spitzingsattel

Idyllische Schneeschuhtour

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Östlich des Spitzingsattels erhebt sich mit dem Jägerkamp ein ganzjährig beliebter Aussichtsgipfel. Im Winter eignet er sich hervorragend zum Schneeschuh­wandern. Die Route verläuft vorwiegend über freie Südhänge, so dass man dabei ausgiebig Sonne tanken kann. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Vom Spitzingsattel zur Schönfeldhütte
    2. Auf den Jägerkamp
    3. Zum Südgipfel
    4. Rückweg über die Schnittlauchmoosalm
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
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Der Grat zum etwas höheren Südgipfel erfordert Trittsicherheit.

Mit dem Winter 2014 / 2015 endete der Pistenbetrieb am Taubenstein endgültig. Das kleine Skigebiet war nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Seitdem gehören die Berge östlich des Spitzingsees allein den aktiven Wintersportlern. Vor allem viele Skitourengeher sind dort unterwegs. Doch auch für Schneeschuh­freunde gibt es interessante Touren.

Einfach nach Herzenslust drauflosstapfen kann man im Spitzinggebiet allerdings nicht. Die Bewegungsfreiheit wird von zahlreichen Wald-Wild-Schongebieten eingeschränkt, welche einen undurchsichtigen Flickenteppich bilden. Immerhin stehen an den wichtigsten Stellen Hinweisschilder.
Wer von der hier beschriebenen Route etwas abweicht, landet schnell in einem der Schongebiete. Verboten ist das natürlich nicht und gerade rings um den Spitzingsee scheint sich die Idee nur langsam durchzusetzen. Jedenfalls führen die Spuren oft mitten hinein. Das mag mit der kleinteiligen Struktur der Gebiete zusammen­hängen, die man sich nur schlecht merken kann. Manche sehen aber auch einfach nicht ein, warum sie auf jahrzehnte­lang genutzte Abfahrten verzichten sollen.

Tourcharakter und Schwierigkeit

620 m9 km3:50 h

Anspruch■■■■■■ WT4
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Angesichts der nahezu baumfreien, teilweise recht steilen Hänge, darf die Lawinengefahr auf keinen Fall unterschätzt werden. Gerade wo viele Wintersportler unterwegs sind, wähnt man sich leicht in trügerischer Sicherheit. Jeder geht dann davon aus, die anderen hätten die Lage schon richtig eingeschätzt. Bei Warnstufe drei ist die Tour auf jeden Fall tabu. Vor allem an sonnigen Tagen sollte man außerdem zeitig aufbrechen, weil das Risiko im Tagesverlauf zunimmt.

Der anspruchsvolle Übergang vom Kreuz zum Südgipfel des Jägerkamps muss mit WT4 bewertet werden. Abgesehen davon ist die Tour technisch unschwierig.

Für den Abschnitt vom Spitzingsattel zur Schönfeldhütte kann ein GPS-Gerät nicht schaden. Bei fehlenden Spuren kommt es sonst leicht zu einem Verhauer.

Wegbeschreibung

Vom Spitzingsattel zur Schönfeldhütte

Südlich des Parkplatzes am Spitzingsattel stapft man links den freien Hang zum Waldrand hinauf. Liegt der Schnee ein wenig höher, ist von dem Steig nichts mehr zu erahnen. Manchmal sind nicht einmal Spuren vorhanden, weil die meisten an der Talstation der Taubensteinbahn starten.
Im Wald lässt sich der Steig dann besser erkennen. Zudem helfen die Markierungen an den Bäumen. Sobald man wieder ins Freie gelangt, gibt es bei guter Sicht keine Orientierungs­probleme mehr. Die Hütten der Schönfeldalm verstecken sich noch hinter einer hervor­springenden Schulter, die uns nach Süden abdrängt. Mit geringem Höhengewinn queren wir durch das teils steile Gelände um die Schulter herum zur Unteren Schönfeldalm1. Dort steht die vom DAV betriebene Schönfeldhütte.

Auf den Jägerkamp

An der Schönfeldhütte wird es auf einen Schlag belebter. Wir wenden uns nach links und folgen der Skitourenroute, die unter den Ostabbrüchen der Wilden Fräulein entlangführt. Kurze Zeit später wird die Obere Schönfeldalm2 erreicht. An den Hütten stärker rechts halten und neben kleinen Felswänden zum Kamm zwischen Tanzeck und Benzingspitz hinauf. Anschließend unterhalb des Benzingspitzes mäßig ansteigend auf den Jägerkamp3 zu, dessen Gipfelkreuz schon von Weitem zu sehen ist.

Zum Südgipfel

Beim Jägerkamp steht das Kreuz nicht auf dem höchsten Punkt. Denn der namenlose Südgipfel4 ist um zwei Meter höher. Ein schmaler, meist überwechteter Grat führt vom Kreuz hinüber zum Südgipfel. Wer es sich zutraut, kann so dem Gedränge am Hauptgipfel aus dem Weg gehen.

Rückweg über die Schnittlauchmoosalm

Den Jägerkamp umgeben mehrere Wald-Wild-Schongebiete. Weder die Wilden Fräulein noch Benzingspitz, Tanzeck oder Rauhkopf sollen betreten werden. Allzu viele Variations­möglichkeiten gibt es also nicht. Immerhin kann man als alternativen Rückweg oben herum über die Schnittlauchmoosalm5 laufen. Von der Schnittlauchmoosalm geht es weiter zum Rauhkopfsattel, wobei man am besten bereits vorher rechts zur Unteren Schönfeldalm abknickt.