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Immenstädter Horn (1489 m) und Gschwender Horn

Schneeschuhrunde bei Immenstadt

(aktualisiert am )

Diese leichte Schneeschuh­wanderung führt von Immenstadt über die Kanzel auf das Immenstädter Horn und weiter zum Gschwender Horn. Dabei genießt man eine wunderbare Aussicht ins Alpenvorland. Beim Rückweg lädt dann das Kemptener Naturfreundehaus noch zu einer zünftigen Einkehr ein.

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  1. Tourcharakter
  2. Route
  3. Wegbeschreibung
    1. Von Immenstädter zur Kanzel
    2. Immenstädter Horn
    3. Abstieg zur Kesselalpe
    4. Gschwender Horn
    5. Abstieg durchs Steigbachtal
  4. Tourskizze mit GPS-Track
  5. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  6. Wanderkarte
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Der Große Alpsee vom Immenstädter Horn aus gesehen.

Immenstadt kann gleich mit zwei Hausbergen aufwarten. Der durch einen Lift erschlossene Mittagberg ist im Winter allerdings fest in der Hand von Skifahrern und Rodlern. Zum Schneeschuh­wandern eignet sich daher besser das Immenstädter Horn. Dort hat man einfach mehr Ruhe. Außerdem bietet es die schönere Aussicht. Vor allem der Blick über den Großen Alpsee hinaus ins Alpenvorland ist großartig.

Wer Gegenanstiege nicht scheut und gerne einmal die ausgetrampelten Routen verlässt, kann über den unten beschriebenen Schleichweg noch zusätzlich das Gschwender Horn besteigen. Bei dieser weitgehend unbekannten Route handelt es sich um die direkte Verbindung von der Kesselalpe durch eine steile Waldschneise hinauf zum Gschwender Horn. Die Schneise wurde innerhalb eines großen Wald-Wild-Schongebiets für die Skitourenabfahrt freigegeben und darf selbstverständlich ebenso zu Fuß genutzt werden. Der Verlauf ist in der AV-Karte eingezeichnet.

Das Immenstädter und Gschwender Horn sind übrigens aus Nagelfluh aus dem Tertiär aufgebaut. Sie gehören damit zur Faltenmolasse, die normalerweise dem Alpenvorland zugerechnet wird. Wegen der starken Auffaltung am Nordrand der Allgäuer Alpen wird die Faltenmolasse dort aber ausnahmsweise als Teil der Alpen betrachtet. Durch ihre unterschiedlich festen Schichten erodiert die Nagelfluh zu markanten Rippen und bildet sehr reizvolle Landschaften.

Tourcharakter und Schwierigkeit

970 m12 km5:10 h

Anspruch■■■■■■ WT3
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Bis auf die bereits erwähnte wilde Route von der Kesselalpe auf das Gschwender Horn ist die Schneeschuhwanderung technisch einfach. Sollten nach starken Schneefällen noch keine Spuren vorhanden sein, erfordert insbesondere der Aufstieg zum Immenstädter Horn etwas Orientierungssinn.

Die Tour ist selten lawinengefährdet, denn es gibt kaum steile Abschnitte und die Bewaldung schützt zusätzlich.

Wegbeschreibung

Von Immenstädter zur Kanzel

Östlich des Bahnhofs befindet sich eine Fußgänger­überführung. Auf der anderen Seite laufen wir geradeaus zum alten Friedhof. Am Steigbach hinten beginnen dann die Wanderwege. Wir nehmen den oberen Fahrweg, also nicht die Rodelbahn, und zweigen bereits an der ersten Kurve entsprechend der Beschilderung rechts ab. Der Steig über die Kanzel zum Immenstädter Horn löst sich kurz darauf vom so genannten Hornweg nach Bühl. Es geht eine Weile neben einer Nagelfluhrippe empor, bis diese an einer Schwachstelle überwunden wird. Danach passiert man die beachtliche Steigbachrutschung. Sie ist noch immer instabil. Über der Rutschung wird wenig später der Aussichtspunkt an der Kanzel1 erreicht.

Immenstädter Horn

Oberhalb der Kanzel verschwindet der Steig kurzzeitig unter einer Forststraße, die bald wieder nach links verlassen wird. Am Rand eines Grabens stapft man weiter aufwärts. Nach Durchquerung der Furche schlägt die Route an den Nordabbrüchen einen Haken und gewinnt schließlich das Gipfelplateau des Immenstädter Horns2. Bänke mit Blick auf den Großen Alpsee laden zum Rasten ein.

Abstieg zur Kesselalpe

Wer nicht mehr zum Gschwender Horn möchte, kann gleich direkt zur Alpe Alp absteigen. Ansonsten erst einmal westwärts hinunter zur Kesselalpe3, wobei man deutlich an Höhe abgibt. Die Route hält sich in einem offenen Streifen und ist somit nicht zu verfehlen. Man sieht dabei die ganze Zeit hinaus auf das Alpenvorland.

Gschwender Horn

Bei der Kesselalpe wendet man sich links zur Alpe Alp bzw. dem Kemptener Naturfreundehaus. Hinter einem kleinen Wäldchen dann nicht weiter zur Alpe Alp, sondern weglos über die freie Fläche Richtung Westen auf das Gschwender Horn zu. Man springt über ein Bächlein und steigt anschließend in einer Schneise, die von einer Nagelfluhrippe flankiert wird, steil bergauf. Möglichst am rechten Rand halten, falls ein Freerider von oben dahergeschossen kommt. Diese Strecke wird nämlich überwiegend zum Abfahren genutzt. Gelegentlich umschauen, denn am Horizont tauchen die Vilsalpseeberge und die Daumengruppe auf. Ist der anstrengende Aufstieg geschafft, trifft man oben einen breiten Wanderweg. Rechts geht es zum Gschwender Horn4, das nochmals eine nette Aussicht bietet.

Abstieg durchs Steigbachtal

Vom Gschwender Horn verläuft der Weg nahezu eben zum ganzjährig bewirtschafteten Kemptener Naturfreundehaus5. Dieses hat eine schöne Lage mit Blick hinüber zum Immenstädter Horn. Der Weg schwenkt am Naturfreundehaus nach Osten und beginnt nun stärker abzufallen. Unten bei der Alpe Alp6 gäbe es links eine Verbindung zurück zum Immenstädter Horn. Wir wenden uns stattdessen rechts und landen unterhalb der Almmulde auf einer Forststraße. Diese nähert sich dem Steigbach und bringt uns hinaus bis Immenstadt. Bei der Verzweigung an der so genannten Hölzernen Kapelle7 den oberen Weg nehmen, denn auf dem unteren wird gerodelt.