Natur erleben im bayerischen und Tiroler Alpenraum • Wanderungen • Bergtouren • Ausflugstipps
  1. Touren 
  2. Ammergebirge 

Hohe Bleick (1638 m) und Niederbleick

Leichte Schneeschuhtour in den Trauchbergen

(2)

Die Trauchberge sind nicht unbedingt die erste Wahl für Outdooraktivitäten. Es gibt dort lediglich ein paar mäßig interessante Wanderwege, viel Waldschatten und kaum nennenswerte Aussichtsberge. Bei trübem Winterwetter, Schneetreiben oder erhöhter Lawinengefahr sind Hohe Bleick und Niederbleick dennoch eine Erwägung wert. Aktualisiert am

Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Über den Trauchberg zur Hohen Bleick
    2. Abstieg nach Unternogg
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
Zur Galerie (8 Fotos)
Gut, dass der Weg zur Hohen Bleick regelmäßig ausgeschildert ist, denn die Trauchberge sind sehr weitläufig und unübersichtlich.
Man muss es schon mögen, stundenlang durch den Winterwald zu stapfen. Sonst sind die Trauchberge und die Hohe Bleick die falsche Wahl. Auch die Kondition sollte passen, denn die Gegend ist weitläufig und eine Einkehr zum Aufwärmen fehlt. Bei Neuschnee ist mit Spurarbeit zu rechnen. Wegen der Länge der Strecke können dann manchmal sogar Schneeschuhe hilfreich sein. Lawinen sind kein Thema und die Orientierung erfordert höchstens an den kurzen Abschnitten abseits der Forststraßen ein wenig Aufmerksamkeit.
Die Stille und Einsamkeit in den Trauchbergen beeindruckt. Nur vereinzelt trifft man auf Gleichgesinnte, die am ehesten von Unternogg aus aufsteigen. Die hier beschriebene Durchquerung von Halblech nach Altenau ist die absolute Ausnahme. Den meisten ist sie wohl zu anstrengend und von der An- und Abreise zu umständlich.

Tourcharakter und Schwierigkeit

850 m810 m20 km6:30 h

Anspruch■■■■■■ WT2
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Über den Trauchberg zur Hohen Bleick

Der erste Orientierungspunkt in Trauchgau ist die Kirche. Trauchberg und Hohe Bleick sind bereits im Ort überall ausgeschildert. Die abschreckenden Zeitangaben sind zumindest bei Schnee durchaus realistisch. In östlicher Richtung geht es aus dem Dorf hinaus. Man läuft zunächst noch ein Stück auf einer Teer-, dann auf einer Forststraße, während der bewaldete Trauchberg langsam näher rückt. Gemächlich ansteigend gelangt man im Wald an eine Verzweigung. Wem nach einer kürzeren Runde ist, der könnte rechts zu Grüble und Wolfskopf. Einige Kurven weiter gibt es rechts einen steilen Verbindungssteig zur nächsten Forststraße, die auf der Anhöhe des Vorderanwurfs1 erreicht wird. Mit geringem Höhenverlust wird vom Vorderanwurf das Schwarzeck unterhalb umgangen, wobei man direkt auf die Hohe Bleick zusteuert. Der Wald zieht sich etwas zurück. Das letzte Stück in den Sattel bei der Bleickhütte wird nochmals anstrengender. Von dort in wenigen Minuten zur Hohen Bleick2.

Abstieg nach Unternogg

Wir müssen als Erstes wieder hinab zur Bleickhütte und statten anschließend der nördlich vorgelagerten Niederbleick3 einen Besuch ab. Beim Kreuz der Niederbleick rechts in den Wald schwenken. Anfangs ist es ein wenig steil. Der Rücken flacht aber bald ab. Hinter der Lichtung am Anwurfplatz links halten und durch den Hang des Kleinwildfeuerbergs queren. Der Steig ist auch mit viel Schneeauflage gut erkennbar und biegt nach einem halben Kilometer westwärts zur Lähnbachhütte4.
Nun ist leider der schönste Teil zu Ende. Immerhin kommt man auf der hatscherten Forststraße schnell voran. Ab der Saulochhütte kann sie sogar geräumt sein. Am Parkplatz Unternogg rechts wenden, über die Halbammer und auf der Königsstraße durch Unternogg5. Im dortigen Forsthaus verweilte König Ludwig II. gelegentlich bei seinen Fahrten in die Halbammer.
Nach Altenau gibt es zur Straße keine Alternative. Doch sie wird glücklicherweise kaum befahren. An der Mayersäge wird die Ammer gekreuzt. Kurz danach können wir rechts auf einen Fußweg ausweichen, der uns direkt nach Altenau hineinbringt. In Altenau an der Kirche vorbei und durch die Bahnunterführung zum Bahnhof. Die Bushaltestelle befindet sich weiter östlich an der Bundesstraße.