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Tegernseer Hochplatte (1591 m)

Winterklassiker bei Roß- und Buchstein

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Die Hochplatte ist ein klassisches Winterziel im Zentrum der Tegernseer Berge. Ihre günstige Lage ermöglicht variantenreiche Schneeschuh­wanderungen. Das Non­plus­ultra ist auf jeden Fall die Umrundung von Roß- und Buchstein, wobei eine ordentliche Portion Ausdauer vorausgesetzt werden muss.

Inhalt

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Für die Tegernseer Berge wird zum Schneeschuh­wandern gerne die Hochplatte oder der Sonnberg empfohlen. Beide sind bereits für sich genommen sehr lohnende Winterziele. Zusammen ergeben sie eine interessante und recht anstrengende Tour. Dabei werden Roß- und Buchstein komplett umrundet.
Die südseitige Route auf Roß- und Buchstein apert gerne aus, so dass bei guten Bedingungen eine Winterbesteigung durchaus möglich wäre. Man sollte sich darauf jedoch nicht versteifen.

Auch im Winter strömen die Bergsportler in großer Zahl in die wunderschönen und leicht erreichbaren Tegernseer Berge. So ist praktisch überall gespurt. Man muss sich also kaum mit Orientierungs­fragen herumschlagen.

Problematischer ist dagegen die Lawinengefahr. Insbesondere der Hang unterhalb der Roßsteinalm gilt als heikel, aber auch die Senke zwischen Buchstein und Sonnbergalm könnte zum Lawinentrichter werden.

Wegbeschreibung zur Schneeschuhtour

Von Klamm ins Schwarzenbachtal

Der übliche Startpunkt befindet sich beim Wanderparkplatz Klamm. Von dort führt ein viel begangener Weg ins Schwarzenbachtal. Man folgt dabei entweder dem präparierten Fahrweg oder nimmt den Fußweg links des Schwarzenbachs.

Alternative von Kreuth

Angesichts der ungünstigen Busverbindung nach Klamm ist bei einer Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Kreuth als Ausgangspunkt zu bevorzugen. Dies bedeutet allerdings 400 Höhenmeter mehr als von Klamm.
In diesem Fall beginnt die Wanderung an der Riedlerbrücke in Kreuth. Die Route ins Schwarzenbachtal ist beschildert. Neben einem kleinen Skilift wandert man zum Waldrand hinauf. Der Weg wird bald schmäler und macht einen Schlenker nach Süden, bevor er die verlassene Duslaualm1 passiert. Ab da bei langsam abnehmender Steigung unter der Nordseite des Leonhardsteins entlang. Im Winter ist der Weg kaum zu erkennen. Das macht aber nichts, weil er konsequent nach Westen verläuft. Nach der Abzweigung zum Leonhardstein2 treffen wir auf eine Forststraße. Diese bringt uns hinab ins Schwarzenbachtal.

Aufstieg zum Sonnbergsattel

Kurz vor der Lichtung der Schwarzentennalm, beginnt links der Weg zur Buchsteinhütte. Wenige Meter bachabwärts befindet sich dort ein sehenswerter Wasserfall3. Der Fahrweg zur Buchsteinhütte kann mehrmals über den meist gespurten Sommerweg abgekürzt werden.
Die direkte Route zur Hochplatte würde von der Buchsteinhütte über die Roßsteinalm führen. Das letzte Stück zur Roßsteinalm ist aber derart steil, dass man sich bergauf sehr mühen muss. Deshalb besser nicht bis zur Buchsteinhütte aufsteigen, sondern auf halber Strecke links abzweigen. Der breite Fahrweg ist eigentlich nicht zu übersehen. Er beschreibt einen Bogen um die Ostseite des Buchsteins und endet an der Materialseilbahn der Sonnbergalm. Ein kleiner Graben bzw. Bach dient nun als Orientierungshilfe. Im Freien anschließend nicht links zum Sonnbergalm Hochleger, sondern einfach geradeaus den Sonnbergsattel4 ansteuern. Oben steht der Brotzeitstein, ein mehrere Meter hoher Monolith.

Zur Hochplatte

Auf der anderen Seite des Sonnbergsattels stapft man bei mäßigem Höhenverlust am Roßstein vorbei zur Roßsteinalm. Die Hochplatte5 ist währenddessen schon die ganze Zeit zu sehen und von der Roßsteinalm aus reine Formsache.

Abstieg zur Buchsteinhütte

Der Osthang unter der Roßsteinalm ist sehr steil, flacht jedoch schnell ab. Wenn der Schnee nicht zu hart ist, macht der Abstieg richtig Spaß. Nun wird auch klar, warum die entgegengesetzte Tourrichtung nicht vorteilhaft gewesen wäre. Sobald die Bäume zunehmen, taucht die Buchsteinhütte6 auf. Hinter der Hütte wird wieder der Hinweg erreicht.