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Hochgern (1748 m) übers Hochgernhaus

Mit Rodelgaudi von der Agergschwendalm

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Der Hochgern ist ein ausgezeichneter Berg für eine lange Winterwanderung. Der bevorzugte Aufstieg verläuft über das Hochgernhaus – nicht nur wegen der Einkehr, sondern auch weil das die Strecke mit der geringsten Lawinengefahr ist. Je nach Schneelage hat man so zudem die Möglichkeit, von der Agergschwendalm mit dem Rodel abzufahren.

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Falls man es nicht darauf anlegt, nach kräftigem Neuschnee als Erster aufzusteigen, darf man sich über einen gut gespurten Weg freuen. Denn an schönen Wochenenden erlebt der Hochgern einen regelrechten Massenansturm. Die Schneeschuhe können also meistens im Keller bleiben. Stattdessen sind Grödeln nützlich, da der Schnee oft festgetreten ist und wegen der südseitigen Exposition zur Vereisung neigt. Ab der Bergwachthütte ist im steilen Hang unter dem Hochgernhaus das Lawinenrisiko zu beachten. Der finale Anstieg vom Hochgernsattel ist relativ sicher, vorausgesetzt man nimmt die hier vorgestellte Route.

Rodeltipp: Bis zur Agergschwendalm wird für die Rodler präpariert. Leider vereist die Bahn schnell. Immerhin ist sie breit genug, so dass bei angemessenem Verhalten keine Konflikte mit Fußgängern zu befürchten sind. Über die aktuellen Bedingungen bitte bei www.rodelfuehrer.de informieren.

Wegbeschreibung zur Schneeschuhtour

Zur Agergschwendalm

Wir überqueren im Ortszentrum von Marquartstein die Tiroler Achen und folgen der Burgstraße zum großen Wanderparkplatz1. Die Burg Marquartstein befindet sich im Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.
Vom Parkplatz entsprechend der Beschilderung einen steinigen Weg geradeaus bergauf. Bald wird die Kiesstraße zur Agergschwendalm erreicht, die im Winter wie gesagt auch als Rodelbahn fungiert. Man kann gleich noch einmal abkürzen, muss ihr dann aber längere Zeit folgen. Nach einem Aussichtsplatz kommen vor der Agergschwendalm zwei Schleifen, die sich ebenfalls abschneiden lassen. Leider sind die kleinen Wege leicht zu übersehen, wenn nicht gespurt ist. Von der Agergschwendalm2 ist die Aussicht schon recht ansprechend. Viele begnügen sich damit und rodeln nach der Einkehr zurück ins Tal.

Gipfelanstieg übers Hochgernhaus

Hinter der Almlichtung taucht der Weg nochmals ein Stück weit in den Wald ein, bevor er sich ab der Bergwachthütte schweißtreibend einen freien Hang hinaufschraubt. Die vielen Hütten ringsum sind Teil der Weitalm zu der auch das Hochgernhaus3 gehört.
Vom Unterkunftshaus quert man anschließend bei gemäßigter Steigung ostwärts. Zwischen Zwölferspitz und Hochgern gelangt man in den Hochgernsattel4, wo sich der Blick nach Norden öffnet. Nun vom Sattel geradeaus einen Buckel hinauf, also keinesfalls in die lawinengefährdete Nordflanke hineinstapfen. Hinter dem Buckel entlang einer länglichen Mulde auf die Felsen zu und an diesen südseitig vorbei. Zuletzt links haltend über eine Schulter auf den Gipfel5, der uns mit einer riesigen Rastfläche und einem fantastischen Panorama erwartet.