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Hirschberg (1668 m)

Winterpanorama am Tegernsee

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Das Tegernseer Tal wird hinter Rottach-Egern im Westen vom Hirschberg und im Osten vom Wallberg flankiert. Beides sind beliebte Ziele zum Winterwandern. Aktivsportler bevorzugen allerdings eher den Hirschberg. Auf diesen führt keine Seilbahn und er ist dadurch etwas weniger überlaufen.

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Gäbe es eine Rangliste der beliebtesten bayerischen Berge, würde es der Hirschberg bestimmt unter die Top 50 schaffen. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das ganzjährig geöffnete Hirschberghaus. Große Freude bereitet außerdem das Gipfelpanorama, welches man von einem Berg dieser Kategorie so gar nicht erwarten würde. In keine Himmelsrichtung wird die Aussicht von einem Nachbarberg beeinträchtigt.

Die Wege am Hirschberg sind meistens gründlich gespurt und festgetrampelt, nicht selten auch vereist. Während Schneeschuhe bei dieser Winterwanderung nur selten nötig sind, erweisen sich Grödeln oftmals als sehr nützlich.
Lawinengefahr besteht mitunter im Bereich der Rauheckalm. Beim Abstieg vom Hirschberghaus gibt es zwei Wegalternativen, von denen der Winterweg über den Kratzer als weitgehend sicher gilt. Der Sommerweg ist zu meiden. Auf ihm kommt es immer wieder zu Lawinenabgängen. Es gab schon tödliche Unfälle!

Wegbeschreibung zur Schneeschuhtour

Aufstieg von Point

Von der Bushaltestelle in Scharling über Point zu den Hirschbergliften. Das ist beschildert und nicht zu verfehlen. Man orientiert sich an der Skipiste und hält sich brav am Rand, um nicht mit den Skifahrern in Konflikt zu geraten. Spätestens im oberen Teil kommt der Kreislauf richtig in Schwung. Das überschaubare Skigebiet endet beim Naturfreundehaus Gründhütte1. Dort nicht zum Liftende oder dem Naturfreundehaus laufen, sondern geradeaus einem Fahrweg folgen. Auf diesem geht es zur Rauheckalm2. Das letzte Stück in steilen Serpentinen.
Von der Alm westwärts durch freies Gelände zu einem Vorbuckel hinauf. Die Aussicht wird nun immer besser und das Kreuz ist auch schon nahe gerückt. Wir durchqueren eine sanfte Mulde und nehmen voller Vorfreude die letzten Meter zum Hirschberggipfel3 in Angriff.

Rückweg übers Hirschberghaus

Zum Hirschberghaus ist es etwas weiter, als es zunächst aussieht. Denn der Weg muss den Kessel mit der Luckenalm in einem großen Bogen umrunden.
Anschließend vom Hirschberghaus4 wie empfohlen den Winterweg über den Kratzer wählen. Er ist mit Stangen markiert und teilweise gesichert. Dieser Abschnitt neigt zur Vereisung und kann eine rutschige Angelegenheit sein. Ab der Materialseilbahn an der Hirschlacke5 wird es einfacher. Der Fahrweg nach Scharling wird für die Rodler präpariert. Gleich am Anfang kann eine Schleife abgekürzt werden. An der Lichtung der Holzpointalm6 gibt es noch einen letzten Blick auf den Hirschberg, dann verschluckt uns der Wald. Unten in Scharling bleibt man bis zum Ende auf dem Hirschbergweg. Der Bus hält gegenüber vom Wanderparkplatz.