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Grünkopf-Überschreitung (1587 m)

Wintertauglicher Wettersteingipfel

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Die primären Ziele für Winterwanderungen bei Mittenwald sind Lautersee, Ferchensee und Ederkanzel. Wer es lieber ein bisschen alpiner mag, kann den Grünkopf dazunehmen. Dieser für das Wettersteingebirge eher untypische Gipfel bietet eine moderate und relativ einsame Wintertour.

Inhalt

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Der Name ist beim Grünkopf Programm. Er ist ein stark bewaldeter, rundlicher Berg mit einem breiten Gipfelbuckel. Dennoch gibt es unterwegs das ein oder andere Steilstück zu überwinden. Der Steig auf der Westseite ist tendenziell heikler und scheint im Winter deshalb noch weniger genutzt zu werden als derjenige an der Ostseite. Gefährlich ist vor allem die Querung auf dem Franzosensteig oberhalb der Ferchenseewände, bei der man sich keinen Ausrutscher erlauben darf.

Die Überquerung des Grünkopfs erfolgt fast durchgehend entlang der bayerisch-tirolischen Grenze. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass das heute als Werdenfelser Land bezeichnete Gebiet bis 1802 eine Grafschaft im Besitz des Hochstifts Freising war. Der Grenzverlauf zwischen den Grafschaften Werdenfels und Tirol war lange umstritten. Ursprünglich beanspruchten die Werdenfelser auch das Leutaschtal für sich, konnten sich aber gegen die mächtigeren Tiroler letztlich nicht durchsetzen. Auf dem Franzosensteig kommen wir an einer schönen alten Grenzmarkierung vorbei, die von dieser Zeit zeugt.

Wegbeschreibung zur Schneeschuhtour

Zur Ederkanzel

Vom Bahnhof zunächst nach Süden durch Mittenwald hindurch. Am besten meidet man dabei die laute Innsbrucker Straße und überquert sie erst kurz vor der Isarbrücke. Dort auf der Leutascher Straße einige Meter bergauf. Anschließend links den Fußweg zur Ederkanzel nehmen, wobei die Leutascher Straße nochmals gekreuzt wird. Die Strecke bis zum Berggasthaus Ederkanzel1 ist bequem. Sie wird auch im Winter viel begangen.

Auf den Grünkopf

Der Steig zum Grünkopf zweigt wenige Meter unterhalb der Ederkanzel links vom Fahrweg ab. Nach den letzten Wegweisern müssen die knapp gehaltenen Markierungen ausreichen. Immerhin wird die grobe Richtung durch den Rücken vorgegeben. Im mittleren Abschnitt gibt es eine steile Passage. Gegen Ende flacht das Gelände immer mehr ab. Auf dem geräumigen Gipfel des Grünkopfs2 ist man im Winter meistens allein.

Abstieg zum Lautersee

Der Abstieg über die Westseite verläuft schurgerade auf dem von Bäumen freigehaltenen Grenzstreifen. An einem kleinen Abbruch wie markiert links ausweichen. Kurz darauf trifft man auf den Franzosensteig3. Dieser wagt sich dicht an die Oberkante der Ferchenseewände heran und quert weiter Richtung Westen. Sobald das Gelände einfacher wird, taucht eine markante Felswand mit einer Grenzmarkierung auf. Danach geht es im Zickzack abwärts. Unten rechts wenden, so dass man nun im Schatten der Ferchenseewände zurückwandert. Der Steig ist mit Schneeauflage etwas mühsam. An der Ferchenseehöhe4 fädeln wir uns wieder in das Netz der Winterwanderwege ein und wenden uns rechts zum Lautersee.

Rückweg durchs Laintal

Die schönste Strecke vom Lautersee nach Mittenwald ist diejenige durchs Laintal. Man passiert dazu den Lautersee an seinem Nordufer. Hinter der Kapelle Maria Königin (erb. 1994) beginnt dann das romantische Laintal5 mit Mariengrotte und einigen netten Wasserfällen. Unten in Mittenwald gelangt man auf der Laintalstraße ins historische Zentrum und von dort in wenigen Minuten zum Bahnhof.