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Friederspitz (2049 m)

Happige Wintertour vis-a-vis der Zugspitze

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Ein bequemer Winterberg ist der Frieder wirklich nicht und nur bei geringer Schneemenge vernünftig. Denn die schon im Sommer wenig begangenen Wege sind spärlich markiert und schwer zu finden. Hinzu kommt die konditionelle Anforderung. Gelingt die Tour, lässt die imponierende Szenerie der Kreuzspitzgruppe die Plackerei allerdings schnell verblassen.

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Aufstieg über den Lausbichl
    2. Abstieg zur Rotmoosalm
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
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Im Norden des Friederspitzes liegt der um wenige Meter höhere Hauptgipfel.
Wer im Winter eine Rundtour machen möchte, sollte sich nur im Aufstieg an die Südseite heranwagen. Lässt sich der Weg gar nicht finden, ist es so einfacher abzubrechen. Auf dem Rückweg fehlt vielleicht die Kraft, sich erneut bergauf zu mühen. Nichtsdestotrotz erfordert der Ostabstieg ebenfalls guten Orientierungssinn. Es gibt dort zwar eine Skitourenroute, doch diese wird kaum begangen und ist wohl eher aus historischen Gründen in der AV-Karte verzeichnet. Spuren sah ich jedenfalls keine. Wegen einer deutlich höheren Schneelage als an der Südseite hatte ich auf dieser Normalroute sogar die größeren Probleme. Unbedingt das GPS-Gerät einpacken!
Aber zurück zur Südseite. Der schmale Steig dort ist immerhin schön trassiert und zeichnet sich selbst im knietiefen Schnee noch ab. Das ist bei einer Neigung von stellenweise über 40 Grad auch nötig. Ist mehr Schnee zu erwarten, besser meiden. Die sicherste Lösung wäre also, im Auf- und Abstieg die Ostseite zu nehmen, nicht jedoch die schönste.
Bitte außerdem beachten, dass die Tour oberhalb der Waldgrenze häufig lawinengefährdet ist. In der Südflanke kann das Risiko wegen der Steilheit des Geländes bereits im Wald erhöht sein.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1250 m20 km7:40 h

Anspruch■■■■■ WT5
Kondition ■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Aufstieg über den Lausbichl

Bahnfahrer starten in Griesen und folgen am einfachsten der Beschilderung Linderhof bis zum großen Holzlagerplatz im Friedergrieß1. Autofahrer kommen von der günstiger gelegenen Ochsenhütte und müssen bei der ersten Gelegenheit links abzweigen. Vom Holzlagerplatz dann gemeinsam auf sich verästelnden Pfaden durchs Strauchwerk Richtung Westen. Kurz vorm Bachbett der Friederlaine fällt ein künstlich geschaffener, breiter Spalt ins Auge. Durch diesen Kanal2 wurde die Friederlaine aus Gründen des Hochwasserschutzes eine Zeit lang umgeleitet. Dort aufpassen und den Steig rechts des Spalts einschlagen. In der üblichen Serpentinenführung geht es zu einer Schulter empor. Auf dieser, bei ca. 1200 m, den nach links querenden, längeren Prinzregentensteig ignorieren und weiter an den markierten Hauptweg halten. Man kann sich an dieser Stelle leicht vertun. Neben einem Graben stapft man teils durch Schrofen in relativ direkter Linie höher. Unterm Scharfeck wechselt der Weg ins Freie, wobei er spätestens dort gar nicht mehr als solcher zu erkennen ist. Man hält sich rechts einer Mulde und knickt oben vor einem Latschenfeld nach links. Bald öffnet sich eine Gasse im Krummholz. Auf der anderen Seite des Latschengürtels über die freie Hochfläche zum Lausbichl3. Hinter diesem taucht der Friederspitz auf. Nun durch eine kleine Senke, bevor die letzten 100 Höhenmeter zum Gipfel4 in Angriff genommen werden. Der Übergang vom Friederspitz, der auch Garmischer Frieder genannt wird, zum eigentlichen Friedergipfel, bzw. Ammergauer Frieder, muss im Winter nicht mehr sein.

Abstieg zur Rotmoosalm

Aus der Senke zwischen Friederspitz und Lausbichl ostwärts zur Friederalm5 hinab. Man bleibt dabei nördlich des großen Latschenfeldes. Auf der Almlichtung rechts wenden und ca. 400 m bis zum locker bewaldeten Geißtal traversieren. Nun in vielen Serpentinen abwärts und im Zweifelsfall eher nach links orientieren. Unten wird unweit der Rotmoosalm6 die Elmaustraße erreicht. Diese führt etwas hatschert bis zur Ochsenhütte hinaus. Durchs Friedergrieß nach Griesen ist es noch um einiges weiter. Dazu kurz vor der Ochsenhütte spitz rechts. Man könnte versucht sein, schon vorher rechts abzuschneiden, doch ob das wirklich schneller geht, ist fraglich.