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Fockenstein (1564 m) und Geierstein

Schneeschuhtour von Bad Wiessee nach Lenggries

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Vom Tegernseer Tal aus lassen sich herrliche Schneeschuhtouren nach Lenggries unternehmen. Besonders reizvoll ist die Überschreitung von Fockenstein und Geierstein. Wer die beiden Berge vom Sommer her kennt, wird feststellen, dass man dort in der kalten Jahreszeit viel entspannter wandern kann.

Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Zur Aueralm
    2. Auf den Fockenstein
    3. Zum Geierstein
    4. Abstieg nach Lenggries
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte
Zur Galerie (8 Fotos)
Der Gipfel des Geiersteins in der Nachmittagssonne mit Blick nach Westen zum Brauneck hinüber.

Bis zur ganzjährig bewirtschafteten Aueralm ist auch im Winter reger Betrieb. Danach wird es deutlich ruhiger. Den etwas anspruchsvolleren, östlichen Anstieg zum Fockenstein und den Weiterweg hinüber zum Geierstein muss man möglicherweise sogar selbst spuren. Bei höherer Schneelage sind ab der Aueralm Schneeschuhe empfehlenswert.

Wenn nicht gespurt ist, erfordert die stellenweise sparsam markierte Tour durchaus einiges an Orientierungssinn. Problematisch ist im Winter zudem die recht steile und felsige Überschreitung des Geiersteins, die bei Harsch und Vereisung erhöhte Konzentration fordert. Lawinengefahr besteht mitunter sowohl am Fockenstein als auch am Geierstein.

Zwischendrin gibt es immer wieder schöne Ausblicke auf den Tegernsee sowie zum Hirschberg, zu den drei Kampen und zur Benediktenwandgruppe. Die meiste Zeit bewegt man sich jedoch im Wald.

Die beschriebene Strecke hält sich übrigens zum größten Teil an den Verlauf des Maximilianswegs. Dieser nimmt nur von Bad Wiessee zur Aueralm die Route über die Wachselmoosalm. Mir gefällt es aber am Zeiselbach entlang besser.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1050 m1110 m16 km6:00 h

Anspruch■■■■■■ WT4
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Zur Aueralm

An der Haltestelle Wiesseer Hof hilft die Kirche Maria Himmelfahrt bei der Orientierung. Sie steht auf einem Hügel und fällt sofort auf. Nördlich der Kirche biegt man in den Schulweg ein und läuft die Hagngasse hinauf zum Wanderparkplatz beim Hotel Sonnenbichl1. Von dort führt ein breiter Fahrweg am mäandernden Zeiselbach entlang in Richtung Aueralm. Der Weg hat längere Zeit eine recht gemächliche Steigung. Erst das letzte Stück zur Aueralm ist steiler. Sobald man auf die Almfläche2 hinaustritt, gibt es unvermittelt einen wunderbaren Ausblick. Im Süden stehen Hirschberg und Kampen, im Westen der gar nicht mehr ferne Fockenstein.

Auf den Fockenstein

Hinter der Aueralm kommt ein kurzer, baumloser Abschnitt, ehe unser Steig bei einem Bildstock3 rechts in den Wald eintaucht. Nicht auf dem Fahrweg zur Neuhüttenalm weiterlaufen. Der Steig bleibt anfangs mehr oder weniger am Geländerücken. Etwa auf halber Höhe befindet sich ein Gatterl. Bei diesem nicht durchgehen, sondern in die Südflanke ausweichen. Es folgt eine kurze Querung, bevor es zuletzt sehr anstrengend über ein paar Felsen zum Fockenstein4 emporgeht.

Zum Geierstein

Den leichteren Südabstieg vom Fockenstein kann man bei ausreichend Schnee herrlich abfahren. Falls man noch zum Geierstein will, aber nicht zu weit! Nur bis sich nach Westen eine langgezogene, flache Lichtung öffnet. Auf dieser wird es knifflig, wenn nicht gespurt ist. Die Route wechselt im letzten Drittel der Lichtung südwärts in den Wald. Es geht einige Stufen hinunter. Aufpassen, wann der Weg nach rechts abknickt. Bald wird er deutlicher und mündet vor der aufgelassenen Wirtsalm5 in eine Forststraße. Man folgt dieser eine Weile, bis an einer Kreuzung rechts der Steig zum Geierstein abzweigt. Nun nördlich um einige Felszacken herum zu einer kleinen Freifläche.
Wem es schon reicht, der steigt gleich direkt nach Lenggries ab. Ansonsten wendet man sich links und steht nach einem schweißtreibenden, bei Schnee und Eis nicht ganz ungefährlichen Anstieg wenig später auf dem Geierstein6.

Abstieg nach Lenggries

Vom Gipfel führt ein Steig die Westseite des Geiersteins hinab. Zu Beginn ist es etwas felsig und ausgesetzt. Dann wird es besser. An dem herrlichen Aussichtsplatz am Markeck7 lässt sich vor dem endgültigen Abstieg noch eine schöne Pause einlegen. Die Route hält sich bis unten konsequent an den Westrücken. Man kommt am Schlossweiher hinter dem Kalvarienberg8 heraus. Nach dem Weiher geradeaus am Kalvarienberg vorbei und anschließend rechts nach Lenggries hinein. Beim Rathaus links zum Bahnhof.