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Bodenschneid (1668 m)

Schwere Schneeschuhtour von Neuhaus

(3)

Die Bodenschneid bietet im Winter schöne Möglichkeiten für Schneeschuhtouren. Das Gebiet um Bodenschneidhaus und Freudenreichalm ist nämlich ein echtes Schneeloch. Um den unvergleichlichen 3-Seen-Blick auf Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee voll genießen zu können, wählt man am besten einen Tag mit guter Sicht. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Zum Bodenschneidhaus
    2. Auf die Bodenschneid
    3. Hinab zur Oberen Firstalm
    4. Rückweg über die Untere Freudenreichalm
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
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Blick von der Unteren Freudenreichalm zurück zur Bodenschneid.

Der hier vorgestellte Nordanstieg vom Bodenschneidhaus zur Bodenschneid erreicht eine Steilheit von bis zu 35 Grad. Daher ist er wirklich nur bei einer absolut sicheren Lawinenlage zu empfehlen. Der Abstieg zum Freudenreichsattel führt noch einmal in die Nordseite und kann ebenfalls lawinengefährdet sein.

Die Tour ist in dieser Form wegen der abschüssigen Passagen erfahrenen Schneeschuhgehern vorbehalten. Denn wer dort ins Rutschen kommt, kann sich unter Umständen nicht wieder fangen. Falls mit Vereisung zu rechnen ist, sind Grödeln geeigneter als Schneeschuhe. Bei besonders hart gefrorenem Schnee wären sogar Steigeisen und ein Eispickel von Vorteil.

Ortsunkundigen könnte eventuell die Orientierung ab dem Bodenschneidhaus Probleme bereiten. Meistens sind die Routen jedoch gespurt.

Rodeltipp: Der Weg vom Bodenschneidhaus hinab nach Neuhaus eignet sich zum Rodeln. Die Strecke wird aber nicht immer präpariert. Über die aktuellen Bedingungen bitte bei www.rodelfuehrer.de informieren.

Tourcharakter und Schwierigkeit

950 m15 km4:50 h

Anspruch■■■■■ WT5
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■

Wegbeschreibung

Zum Bodenschneidhaus

Vom Bahnhof Fischhausen-Neuhaus ca. 200 m nach Westen und dann links die Bodenschneidstraße hinauf.
Beim Parkplatz am Pfanni-Skilift entsprechend dem Wegweiser geradeaus halten. Die Strecke wird oft präpariert. Man gelangt in den Wald und wandert oberhalb des Dürnbachs1 aufwärts. Später, wenn der Fahrweg nach rechts biegt, dessen Schleife abzukürzen. Links ist eine Sackgasse. Wir kreuzen bei einer Rodungsfläche den Weg zur Unteren Freudenreichalm und treffen wieder auf den Fahrweg zum Bodenschneidhaus. Bei der Raineralm weicht der Wald zurück. Das Tourenziel ist nun schon zu sehen, aber das Bodenschneidhaus2 versteckt sich bis zuletzt hinter einer Kuppe.

Auf die Bodenschneid

Jenseits der DAV-Hütte durchquert man eine Mulde und steuert auf den baumlosen Hang zwischen Bodenschneid und Rinnerspitz zu. In Serpentinen geht es aufwärts. Später links halten. Das Gelände ist, wie gesagt, durchwegs stark geneigt. Besonders die Querung unterhalb einer kleinen Felswand ist kritisch. Danach folgt eine flachere Stelle, bevor man über eine einfache Felsstufe den Grat erreicht und in wenigen Minuten zum Gipfel3 gelangt.

Hinab zur Oberen Firstalm

Entlang der abgezäunten Abbruchkante stapft man auf den südöstlichen Vorgipfel zu. Wer am Kreuz, das den Vorgipfel markiert, geradeaus weiterläuft, landet mitten im Skigebiet. Also besser kurz davor links den fast baumlosen, von zwei Rippen flankierten Hang absteigen. Das erste Stück ist steil. Bald dreht der Weg nach Osten und mündet in einen lichten Bergwald. Dort gibt es eine Verzweigung. Eilige können gleich links zum Bodenschneidhaus queren. Ansonsten ostwärts an der Krettenburg vorbei zur Oberen Firstalm4 mit Einkehrmöglichkeit.

Rückweg über die Untere Freudenreichalm

Nördlich der Oberen Firstalm liegt zwischen Krettenburg und Brecherspitz der Freudenreich­sattel. Jenseits des Sattels führt eine Schneise hinab zur Freudenreichalm5. Diese hat im Winter geschlossen.
Bei der Freudenreichalm kann man sich links wenden und durch einen Waldgürtel zurück zum Bodenschneidhaus wandern. Wer sich diesen Gegenanstieg lieber sparen möchte, hält sich geradeaus und trifft unterhalb der Raineralm auf den Hinweg.