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Widauersteig auf den Scheffauer (2111 m)

Plaisir-Klettersteig bei Kufstein

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Angesichts der heute üblichen, schweren Sportklettersteige hat der Widauersteig schon fast etwas Nostalgisches. Statt des maximalen Nervenkitzels sucht er sich lieber die günstigste Linie durch die zerklüftete Nordwand des Scheffauers. Es wäre ja echt schade um die Aussicht zum Zahmen Kaiser, wenn man nur mit Klimmzügen beschäftigt wäre.

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Der Scheffauer zählt zu den am häufigsten bestiegenen Bergen im Wilden Kaiser. Dies gilt sowohl für die Südroute von der Steiner Hochalm als auch für den Widauersteig (siehe Topo), der nach dem Kaiserführer Thomas Widauer benannt wurde. Wegen der vielen Leute kann es im Widauersteig zu Steinschlag kommen. Ich habe es selbst erlebt. Ein Mann konnte gerade noch hinter einem Felsen in Deckung gehen. Also den Steinschlaghelm nicht vergessen und darauf achten, keine Steine loszutreten. So schlimm wie in der Steinernen Rinne, wo ein Stein nach dem anderen fliegt, ist es zum Glück nicht. Bergerfahrene können ihr Klettersteigset zu Hause lassen. Einzelne kurze Ier-Stellen müssen ohne Sicherung überwunden werden.

Ursprünglich wollte ich beim Abstieg nach Süden hinab, auf dem Wilden-Kaiser-Steig zur Walleralm und über das Hochegg zurück zur Kaindlhütte. Zwei Einheimische aus Scheffau rieten mir von diesem aus ihrer Erfahrung eher langweiligem Unterfangen ab. Weit ist es obendrein. Angesichts der brütenden Sommerhitze war die kühle Nordseite sicher die bessere Wahl. An den Engstellen kam es allerdings zu Wartezeiten, da am frühen Nachmittag noch immer viele bergauf wollten.

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