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Hohe Kisten (1922 m)

Martinisteig durch die Wassersteinwand

Der weitgehend unbekannte, abenteuerliche und überaus ernsthafte Martinisteig durch die Wassersteinwand südlich von Eschenlohe wird jeden Naturliebhaber sogleich in seinen Bann ziehen. Denn diese zerfurchte Steilflanke überrascht hinter jeder Ecke aufs Neue mit ihrer wilden Schönheit und ihren imponierenden Aus- und Tiefblicken.

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Die Wege zur Hohen Kisten sind allesamt ein hartes Stück Arbeit mit vielen Höhenmetern, steilen Passagen und langen Wegstrecken. So ist es auch bei der hier beschriebenen Variante über den Martinisteig, die in der Regel nur von Einheimischen genutzt wird und nichts für schwache Nerven ist! Denn ohne langjährige Bergerfahrung und viel Übung im Steilgrasgelände könnte es dazu kommen, dass man sich weder vor noch zurück traut. Fehltritte dürfen über weite Strecken nicht passieren. Bei Nässe ist die Unternehmung doppelt gefährlich, bei Schnee tabu.
Als kaum weniger haarig erweist sich das Kistenkar, welches ich für den Rückweg wählte. Im schrofigen Einstiegsbereich westlich der Hohen Kisten kommt es hin und wieder zu Unfällen. Wer dort stürzt, fällt mindestens 100 m. Das Kar lässt sich nur bedingt abfahren und ist mühsam. Der Steig durchs Archtal hinaus wird nicht mehr gepflegt und verfällt zusehends. Die abgebrochenen Stellen in dem abschüssigen Terrain sind unangenehm zu überwinden. Trotzdem wird dieser Abstieg häufig genommen. Er ist schlicht der Schnellste und außerdem landschaftlich sehr beeindruckend.

Hinweis: Der Martinisteig dient der Jagd. Bergtouristen, vor allem größere Gruppen, sind während der Jagdsaison (August bis Spätherbst) vom Revierinhaber nicht gerne gesehen.

Wegbeschreibung zur Bergtour

Anreise, Einkehr, Kartenmaterial