Natur erleben im bayerischen und Tiroler Alpenraum • Wanderungen • Bergtouren • Ausflugstipps
  1. Touren 
  2. Bayerische Voralpen 

Wilde Wege um die Hohe Kisten (1922 m)

Martinisteig, Wasserstein und Kistenkar

(16)

Der weitgehend unbekannte und überaus ernsthafte Martinisteig durch die Wassersteinwand südlich von Eschenlohe zieht jeden Bergliebhaber sogleich in seinen Bann. Denn hinter jeder Ecke überrascht diese zerklüftete Steilflanke aufs Neue mit ihrer wilden Schönheit. Zusammen mit dem Abstieg durch das Kistenkar bietet diese Bergtour ein wirklich außergewöhnliches Erlebnis.

Zur Galerie (9 Fotos)

Die Wege auf die Hohe Kisten sind allesamt ein hartes Stück Arbeit. Viele Höhenmetern, steile Passagen und lange Wegstrecken sind zu bewältigen. So ist es auch bei dem hier beschriebenen Martinisteig, der hauptsächlich von Einheimischen genutzt wird. Für schwache Nerven eignet er sich definitiv nicht. Ohne langjährige Bergerfahrung und viel Übung im Steilgrasgelände könnte es dazu kommen, dass man sich weder vor noch zurück traut. Fehltritte dürfen über weite Strecken nicht passieren. Bei Nässe ist die Unternehmung doppelt gefährlich, bei Schnee tabu.
Als kaum weniger haarig erweist sich das Kistenkar, welches ich für den Rückweg empfehle. Im schrofigen Einstiegsbereich westlich der Hohen Kisten kommt es gelegentlich zu Unfällen. Wer dort stürzt, fällt mindestens 100 m. Die Schuttreisen im Kar lassen sich nur bedingt abfahren. Der Steig durchs Archtal hinaus wird nicht mehr gepflegt und verfällt zusehends. Manche der abgebrochenen Stellen sind wegen des abschüssigen Terrains unangenehm zu überwinden. Trotzdem wird dieser Abstieg häufig genommen. Er ist schlicht der schnellste und außerdem landschaftlich sehr beeindruckend.

Hinweis: Der Martinisteig dient der Jagd. Bergtouristen, vor allem größere Gruppen, sind während der Jagdsaison (August bis Spätherbst) vom Revierinhaber nicht gerne gesehen.

Wegbeschreibung zur Bergtour

Anreise, Einkehr, Kartenmaterial