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Untersberg-Überschreitung (1972 m)

Vom Berchtesgadener zum Salzburger Hochthron

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Das weitläufige Hochplateau des Untersbergs ist ein Labyrinth aus gewaltigen Dolinen, zerfurchten Karrenfeldern und schier endlosem Latschengestrüpp. Abgesehen von den wenigen Wanderwegen ein sehr unzugängliches Gebiet. Zieht noch etwas Nebel umher, hat die Landschaft etwas Unwirkliches und Fremdartiges.

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Der unheimliche Untersberg – der gefährlichste Berg der Ost-Alpen titelte das Salzburger Fenster im Jahr 2014 und schrieb weiter: 18 Tote in 10 Jahren, 36 Menschen verschwanden in den letzten 100 Jahren am Berg.
Zwar gibt es bei Weitem gefährlichere Berge. Am nahen Watzmann fanden allein in der Ostwand mehr als 100 Menschen den Tod! Doch heimtückisch ist der Untersberg allemal, sobald die markierten Wege verlassen werden. Schuld daran sind seine zahllosen Karsthöhlen. Mit Schnee bedeckt oder vom Gestrüpp überwuchert, können Spalten und Löcher zur tödlichen Falle werden. Die Verunglückten sind im wahrsten Sinne des Wortes wie vom Erdboden verschluckt. Wenn Höhlenforscher von dem einen oder anderen nach Jahrzehnten die Knochen durch Zufall auffinden, ist eine Zuordnung nicht immer möglich.

Ohne die Untersbergbahn wäre die Überschreitung eine Gewalttour. Da ist die Versuchung groß, die mechanische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Fragt sich nur, ob man die Tour an der Seilbahn beginnen oder enden lassen möchte. Viele starten an der Untersbergbahn, um sich den harten Aufstieg zu ersparen. Ich entschied mich für die umgekehrte Richtung, weil so die wunderbare Überschreitung des Hochplateaus in den zweiten Abschnitt fällt. Erfahrungsgemäß hat man gegen Ende mehr Muße und nimmt sich eher Zeit für Pausen, als wenn man gerade erst losgelaufen ist.

Wegbeschreibung zur Bergwanderung / Bergtour

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