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Staffelsee-Rundweg

Im blauen Murnauer Land

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Mit seinen weitgehend unverbauten Uferbereichen und der Alpensilhouette im Süden ist der Staffelsee wie geschaffen zum Wandern. Praktischerweise verkehrt auf ihm außerdem ein Ausflugsschiff. So lässt sich der See nach der Wanderung vom Schiff aus nochmals aus einer anderen Perspektive erleben.

Inhalt

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Der Staffelsee liegt in einer vom Gletscher ausgeschürften Mulde am Ausgang des Loisachtals. Im Süden wird er durch einen Molasserücken begrenzt, der den See vom Murnauer Moos trennt. Im Norden und Westen gibt es ausgedehnte Verlandungszonen mit Feuchtwiesen und Mooren, die größtenteils unter Naturschutz stehen. Es gelten spezielle Betretungsregeln. Die Obernacher Wiesen müssen deshalb weiträumig umgangen werden. Natürlich wäre es schöner, wenn der Staffelsee-Rundweg überall am Ufer verlaufen würde. Doch für den Naturschutz müssen eben Kompromisse, wie manchmal ein hatscherter Umweg, in Kauf genommen werden.

Museumstipp: Die Murnauer Landschaft inspirierte bedeutende Maler des Expressionismus. Kunstinteressierten seien das Münter-Haus und das Schlossmuseum Murnau empfohlen.

Wegbeschreibung zur Wanderung

Wir überqueren am Bahnhof von Uffing noch nicht das Gleis, sondern wandern neben der Bahnstrecke bis zum nächsten Übergang, wo wir auf den Staffelsee-Rundweg treffen. Dem Rundweg folgend geht es westwärts durch eine Siedlung zur Murnauer Straße und nach weiteren 200 m links zum See hinunter. Von der Schiffsanlegestelle dann entlang des Westufers der Uffinger Bucht1. Bald blockiert ein Freibad das Ufer und man wechselt auf eine schmale Teerstraße. Diese biegt am Abfluss der Uffinger Ach vor dem Campingplatz Aichalehof nach rechts. Am Steigenberg endet sie bei einem Anwesen. Dort beginnt ein besonders schöner Abschnitt. Der Fußweg schlängelt sich durch den Schilfgürtel und durch artenreiche Feuchtwiesen. Badeplätze und Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein. Vor den Obernacher Wiesen gelangt man anschließend zu einem Fahrweg. Zwischen 1. März und 15. Oktober sind die Obernacher Wiesen gesperrt. Der Staffelsee-Rundweg entfernt sich nun erst einmal vom See. Später biegt er bei einem Straßendreieck spitz links in die kaum befahrene Obernacher Straße. Im Tannenbachfilz2 gibt es wieder einen Fußweg. So richtig nach Moor sieht es nicht aus. Hinter dem Fichtenwald soll es aber tatsächlich ein stark durchnässtes Hochmoor mit einem unzugänglichen Dickicht aus Moorspirken geben.
Südlich des Tannenbachfilzes mäandert die Ach. Sie ist der Hauptzufluss des Staffelsees. Ihr kleines Mündungsdelta ist streng geschützt und kann nur vom Schiff aus betrachtet werden. An der Gabelung vor der Ach muss man links. Der Weg folgt ein Stück ihrem Lauf. Kurz hinter der zweiten Brücke kann man zu einer Anhöhe hinauf, die einen guten Rundumblick ermöglicht. Mit dem Obernacher Moos3 kommt danach das letzte und eindrucksvollste Moorgebiet.
Nach dem Obernacher Moos geht es links zum See. Der Weg am Südufer unter der Seeleiten4 ist schattig. Nicht weit draußen liegen mehrere Inseln. Egal, von wo aus man auf den See blickt, durch die Inseln wirkt er immer irgendwie kleiner, als er tatsächlich ist. Nach einigen Kilometern nähern wir uns Murnau. Dort befindet sich die Anlegestelle Achele und ein kleiner Badeplatz.
Ich empfehle, zurück nach Uffing das Ausflugsschiff zu nehmen. Die Strecke über Seehausen und Rieden ist von Siedlungen und Straßen geprägt und zum Wandern weniger geeignet.