Natur erleben im bayerischen und Tiroler Alpenraum • Wanderungen • Bergtouren • Ausflugstipps
  1. Touren 
  2. Bayerische Voralpen 

Aussichtsreicher Staffel (1532 m)

Von Vorderriß in die Jachenau

(1)

Stünde der Staffel näher bei einem großen Berg, würde ihn wohl niemand beachten. Doch seine isolierte Lage zwischen Isartal und Jachenau, wo er alle anderen Erhebungen ringsum deutlich überragt, macht ihn zu einem fantastischen Wanderziel. Kaum ein anderer Gipfel ermöglicht einen gleichwertigen Rundblick im Isarwinkel.

Inhalt

Zur Galerie (7 Fotos)
Derart isoliert wirkt der Staffel, dass ihm sogar angedichtet wurde, er wäre in der Würm-Kaltzeit ein Nunatak gewesen, also eine vom Gletscher umgebene eisfreie Bergspitze. Nunataker zeichnen sich jedoch in aller Regel durch schroffe Flanken aus, da diese vom Gletscher abgehobelt werden. Man muss sich nur den Wendelstein vor Augen führen. Der Staffelgipfel ist dagegen sanft abgerundet, was dafür spricht, dass der Gletscher über ihn hinwegfloss.
Bestiegen wird der Staffel fast ausschließlich von der Jachenau aus. Allerdings sind die beiden Varianten recht eintönig. Denn wirklich schön wird es erst ab dem Gebiet des Staffelalm Hochlegers. Startet man dagegen in Vorderriß, wird die Tour landschaftlich deutlich aufgewertet. Bereits zu Beginn geht einem angesichts der Flusswildnis von Rißbach und Isar das Herz über. Ebenso weiter oben an der Luitpolder Alm, die in einer artenreichen Heidelandschaft liegt, durch die der Wilfetsbach lustig dahinplätschert.

Wegbeschreibung zur Bergwanderung

Über den Rißsattel zum Staffel

In Vorderriß beginnt auf der anderen Isarseite nach ein paar Metern der Kirchsteig. Die Jachenau ist bereits ausgeschildert. Der Kirchsteig schraubt sich durchaus anstrengend zum Rißsattel1 empor, wo man mit einem fantastischen Blick aufs Isar- und Rißtal belohnt wird.
Anschließend mit geringem Höhenverlust nordwärts Richtung Jachenau. Bald kreuzt eine Forststraße, die man nur nach starken Regenfällen wählt. Denn schöner ist der Weg geradeaus durch die Feuchtwiesen entlang des Wilfetsbachs. Ab der Luitpolder Alm2 wird es etwas letschert. Wir folgen der breiten Kiesstraße und nehmen an der ersten Gabelung, gleich nach einem hölzernen Bildstock, den linken Ast. Wenig später geht es an der relativ ursprünglich gebliebenen Lainer Alm3 vorbei. Zu ihr kommt von Osten der Steig aus dem Staffelgraben herauf, der eine spannende Alternative zum Rißsattel gewesen wäre. Die verschiedenen Seitenwege werden nun ignoriert, bis rechts der Staffel ausgeschildert ist. Das Schild wurde aber im Sinne der Wanderer aus der Jachenau aufgestellt und ist hinter dem Baum leicht zu übersehen. Der zunächst noch bequeme Weg wird nach kurzer Zeit steil und steinig. Die Markierungen halten sich an den alten Viehtrieb zum Hochleger der Staffelalm, wobei einen der in Kehren angelegte breitere Forstweg leicht aus dem Konzept bringen kann. Nachdem seine erste Schleife abgeschnitten wurde, quert man den Südhang des Staffels hinüber zur Staffelalm4.
Wer versehentlich zu lange auf dem Forstweg bleibt, quert einfach ein Stück weiter oben. Das passiert wohl öfters, denn der Pfad ist gut ausgetretenen. Er fädelt sich dann wieder in die offizielle Route ein.
Hinter der nächsten Ecke stehen schon die zwei Almhütten und der Stall. Von da aus links zum Gipfel5 hinauf.

Abstieg in die Jachenau

An der Staffelalm den Ostabstieg nach Niggeln einschlagen. Ab dem tief eingeschnittenen Rabenwinkelgraben ist der Wald durch Sturmschäden stark ramponiert. Der Steig überbrückt den Raitgraben am Oberlauf und tangiert etwa 200 m weit eine Forststraße. Anschließend taucht er in den Raitgraben ab und wechselt zurück auf die Westseite des Bachs. Unten in der Jachenau links halten, durch Niggeln hindurch und über die Jachen zum Bus in Bäcker.