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Simetsberg (1840 m) und Wildsee

Ruhige Wege im Estergebirge

(aktualisiert am )

Diese leichte Wanderung führt von Einsiedl am Walchensee hinauf zum Simetsberg, einem wundervollen Aussichtsgipfel. Auf dem Rückweg kann man noch einen Abstecher zum Wildsee machen. Der abgeschiedene Bergsee liegt sehr idyllisch und ist einer der schönsten Orte im Estergebirge.

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  1. Tourcharakter
  2. Route
  3. Wegbeschreibung
    1. Zur Simetsberg-Diensthütte
    2. Über den Roßleger auf den Gipfel
    3. Abstieg zum Wildsee
    4. Rückweg über die Neuglägeralm
    5. Großer Wasserfall
  4. Tourskizze mit GPS-Track
  5. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  6. Wanderkarte und Literatur
Zur Galerie (8 Fotos)
Auf dem Simetsberg liegt einem das Werdenfelser Land zu Füßen. Links erhebt sich das Karwendel und rechts das Wettersteingebirge.

Isoliert vom plateauartigen Hauptteil des Estergebirges steht in der nordöstlichen Ecke der Simetsberg. Durch diese spezielle Lage genießt man von seinem Gipfel einen hervorragenden Panoramablick über das Werdenfelser Land, das Karwendel und die Walchenseeberge.Der Simetsberg hat eine belebte und eine stille Seite.Die meisten steigen von Einsiedl den direkten Weg nicht nur auf, sondern auch wieder ab.
Dabei gibt es noch einen zweiten karten­verzeichneten Wanderweg. Allerdings ist von diesem oben auf der Grasfläche des Roßlegers nicht wirklich viel zu sehen – kein Wegweiser, keine Markierung, keine Spuren. Erst weiter unten im Wald taucht ein erkennbarer Trampelpfad auf, der spärlich markiert ist. Wer über etwas Spürsinn verfügt, sollte sich trotzdem zurechtfinden.

Ein ausgesprochen idyllischer Ort ist der von einem Moor umgebene Wildsee südwestlich des Simetsbergs. Für das Estergebirge stellt der kleine Bergsee eine Besonderheit dar. Denn abgesehen von einigen Tümpeln und dem nahezu ausgetrockneten Esterbergsee existieren in der Gebirgsgruppe ansonsten keine stehenden Gewässer.
Der mitten im Karst gelegene Wildsee wird vermutlich von Schluff und Ton eines ehemaligen Gletschers abgedichtet. Wasser verschwindet oben im Estergebirge normalerweise sofort im Untergrund und tritt erst weiter unten an den Karstquellen wieder hervor.
Nur wenige Meter nördlich des Wildsees befindet sich ein Ponortümpel, der als Abfluss fungiert. In dem sich nach Osten anschließenden Grünen Karst um die Neuglägeralm gibt es weitere Schlucklöcher. Hydrologische Tests ergaben, dass das Wasser, welches dort versickert, nach Osten zum Großen Wasserfall fließt.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1160 m18 km5:10 h

Anspruch■■■■■■ T2
Kondition ■■■■■
Orientierung ■■■■■■
Zusammen mit dem Abstecher zum Wildsee ist die Wanderung über den Simetsberg recht anstrengend. Technische Schwierigkeiten gibt es dagegen keine. Die Wege sind einfach, teilweise auch etwas hatschert.
Auf dem Rückweg gestaltet sich die Orientierung komplizierter als beim Aufstieg, trotz ausgewiesener Wanderwege.

Wegbeschreibung

Zur Simetsberg-Diensthütte

Die ersten paar Hundert Meter verlaufen von Einsiedl entlang des Obernachkanals. Dann an einer Gabelung rechts und hinauf zum Sattel Beim Taferl1. Dort beginnt das Eschenlainetal nach Eschenlohe. Wir müssen Beim Taferl links, aber es ist sowieso alles gut beschildert.
Die Forststraße zieht sich im Folgenden bei moderater Steigung längere Zeit quer durch den Hang. Kurz vor der Tyroler Hütte2 sollte man spitz rechts abzweigen, um keinen Umweg zu machen. Ab da geht es auf einem guten Steig recht konsequent bergwärts. Zweimal wird noch ein Forstweg gekreuzt. Das letzte Stück zur Simetsberg-Diensthütte3 ist ein bisschen steiler.

Über den Roßleger auf den Gipfel

An der Simetsberg-Diensthütte tritt der Wald vollständig zurück und es bietet sich ein prachtvoller Blick über den Walchensee, ins Karwendel und zum Wettersteingebirge. Gleich nach der Diensthütte wird eine Quellfassung passiert. Quellen sind oben im Estergebirge selten. Dass es überhaupt welche gibt, ist dem Mergelgestein am Roßleger zu verdanken, das zu Wasser stauendem Lehm verwittert.
Der Steig muss nun einer Abbruchkante links ausweichen. Danach zieht er sich im Zickzack zu dem schon greifbar nahen Gipfel hinauf. Ganz oben umgibt den Simetsberg4 ein kleiner Latschengürtel.

Abstieg zum Wildsee

Der Abstieg nach Südwesten ist wie gesagt nicht ausgeschildert. Bevor der Steig an der Abbruchkante links zur Simetsberg-Diensthütte abknickt, wandern wir einfach querfeldein über den Roßleger Richtung Süden. Hinter einer Kuppe rechts in den Wald biegen, wo man kurz suchen muss, um den Steig zu finden. Wenig später taucht eine längliche Lichtung auf, über die einige Steinmandl lotsen. Die Lichtung wird nach links verlassen. Der Weg wird nun deutlicher und kann stellenweise morastig sein. Schließlich endet er ebenso unscheinbar, wie er begonnen hat, an der Kiesstraße, die von Eschenlohe heraufkommt. Auf dieser bergauf um die Kesselköpfe herum und dann links zum Wildsee5 hinab.

Rückweg über die Neuglägeralm

Vom Wildsee geht es nahezu eben nach Osten durch den so genannten Grünen Karst, in dem einige Dolinen bekannt sind. Der Abstieg nach Wallgau bleibt rechts liegen. Diesen Abschnitt sollte man noch genießen, da man bald nach der winzigen Hirtenhütte der Neuglägeralm6 auf eine Forststraße trifft. Dieser folgt man bergab bis zum Flurpunkt an der so genannten Rast und wendet sich dort links zum Hinweg.

Großer Wasserfall

Geologisch Interessierte wollen sich vielleicht den Großen Wasserfall ansehen, der allerdings im Vergleich zur Kuhflucht bescheiden wirkt. Das Einzugsgebiet seiner Karstquelle ist viel kleiner. Beim Flurpunkt an der Rast dazu entgegen der obigen Angabe zuerst Richtung Süden. Nach einem halben Kilometer unbedingt links abkürzen, denn sonst wird es ein langer Hatscher. Vom Wasserfall7 weiter talwärts und unten an der Obernach zum Walchensee zurück.