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Sieben Quellen, Archtalschlucht und Asamklamm

Rundwanderung bei Eschenlohe


Die Sieben Quellen bei Eschenlohe sind einer der schönsten Plätze im Loisachtal. Von dort führt die Wanderung über die Archtalschlucht weiter zur Asamklamm. Auf dem Hin- oder Rückweg kann man zusätzlich noch zum Kalvarienberg hinauf und die Aussicht auf die umliegenden Berge genießen.

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  1. Tourcharakter
  2. Wegbeschreibung
    1. Kalvarienberg Eschenlohe
    2. Zu den Sieben Quellen
    3. Archtalschlucht
    4. Abstecher ins Eschenlainetal
    5. Asamklamm
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarte und Literatur
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An den Sieben Quellen tritt Grundwasser zu Tage.

An der Eschenloher Enge kommen sich die Ausläufer des Ammergebirges und der Bayerischen Voralpen ganz nahe. Nur ein schaler Durchlass bleibt der Loisach, um aus dem Gebirge hinaus in die Weite des Murnauer Mooses zu fließen.
Doch nicht nur die Loisach durchfließt die Enge, sondern auch die Grundwasserströme in der Tiefe. Und ja, es geht wirklich richtig tief hinunter.

Der Untergrund des Loisachtals zwischen Garmisch und Eschenlohe sowie seine hydrologischen Gegebenheiten sind außerordentlich gut erforscht. So wurden für die Münchner Wasserversorgung fast 200 Bohrungen vorgenommen. Weiter Erkenntnisse brachten seismische Messungen.Das Grundgebirge liegt bis zu 500 Meter unter der Talsohle.Kaum zu glauben, was sich unter dem von Sedimenten aufgefüllten flachen Talboden für gewaltige Schluchten verbergen.
Die Eschenloher Enge wirkt auf die Grundwasserströme wie eine Talsperre. Das Grundgebirge bildet zudem in einer Tiefe von nur mehr 80 Metern eine Schwelle. An diesem Hindernis wird das Grundwasser nach oben gedrückt und sprudelt bei den Sieben Quellen hervor. Über den Mühlbach fließt es dann in die Loisach.Die Sieben Quelle sind also keine Karstquellen!Dass dies trotzdem häufig behauptet wird, liegt wohl daran, dass das Estergebirge eines der größten Karstgebiete Bayerns ist. Doch der Karst reicht nicht bis ins Tal, sondern beginnt erst in der Plattenkalkzone oberhalb des Hauptdolomit­sockels.

Tourcharakter und Schwierigkeit

230 m12 km2:50 h

Anspruch■■■■■■ T2
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■
Sofern man nicht ein Stück in die Archtalschlucht hinaufklettern möchte, gibt es auf der Wanderung keine alpinen Schwierigkeiten.
Ab den Sieben Quellen muss man etwas aufpassen, um den richtigen Weg zu erwischen. Die Beschilderung ist teils dürftig. Außerdem verläuft die Wanderung abschnittsweise auf unbezeichneten Wegen.

Wegbeschreibung

Kalvarienberg Eschenlohe

Wir begeben uns vom Bahnhof ins Dorfzentrum, wo die sehenswerte Rokokokirche St. Clemens steht. Die prachtvoll ausgestattete Kirche ist eine der schönsten weit und breit.
Hinter St. Clemens anschließend rechts in die Höllensteinstraße und nach ein paar Hundert Meter genau vor der Straßen­unterführung links. Dem Natur-Erlebnis-Pfad folgend gelangt man im Wald zur Ostseite des Kalvarienbergs, wo sich der Tunneleingang zu einem ehemaligen Luftschutzbunker befindet. Der Tunnel ist begehbar, aber zum Kalvarienberg wendet man sich besser spitz rechts. Oben steht die Kapelle St. Nikolaus1. Von der abgegangenen Burg Eschenlohe sind noch Gräben und Wälle zu erkennen.
Auf der Südseite geht es wieder hinab vom Kalvarienberg. Beim Panoramablick links halten. Dabei passiert man das andere Ende des Tunnels. Unten an der Straße über das Bahngleis und neben der Loisach zurück nach Eschenlohe.

Zu den Sieben Quellen

In Eschenlohe überqueren wir die Loisach und biegen gleich links in die Mühlstraße. Die Sieben Quellen sind beschildert. Der Weg führt hinaus auf die Eschenloher Wiesen, die oberhalb des sumpfigen Talbodens auf dem Schwemmkegel von Urlaine und Eschenlaine liegen. Von da aus bietet sich ein wunderbarer Blick über den Mühlbach bis hinter zum Wetterstein. Wenig später werden auch schon die Sieben Quellen2 erreicht.

Archtalschlucht

Zur Archtalschlucht läuft man von den Quellen einige Hundert Meter auf dem Hinweg zurück. Danach geht es rechts ein kurzes Stück im Wald bergauf. Wir kreuzen eine Forststraße und nehmen beim Sportplatz3 die zweite Abzweigung rechter Hand. Schon nach wenigen Metern gibt es eine Gabelung. Dort links halten und am breiten Schotterbett der Urlaine entlang zum Tor der Archtalschlucht4. Außerhalb der Schneeschmelze tröpfelt meistens nur ein Rinnsal herab. Die hoch aufragenden, zerklüfteten Schluchtwände aus Hauptdolomit sind beeindruckend.
Ein paar Meter kann man problemlos in die Schlucht hinaufklettern. Die komplette Begehung gestaltet sich dagegen recht abenteuerlich und auch gefährlich. Einige Steilstufen müssen dabei umgangen werden.

Abstecher ins Eschenlainetal

Von der Archtalschlucht besser nicht mehr zum Sportplatz zurück, sondern auf das orografisch rechte Ufer der Urlaine wechseln. Dort beginnt eine Forststraße, die an einem Holzlagerplatz5 vorbei zur Asamklamm führt.
Wer Lust hat, kann vor dem Besuch der Asamklamm noch einen Schlenker hinter ins Tal der Eschenlaine machen. Dazu ein paar Meter der Forsstraße ins Pustertal folgen und an der ersten Gabelung links auf einen untergeordneten Forstweg abzweigen. Das ist nicht bezeichnet. Links bricht das Gelände jäh zur Asamklamm hin ab. Der Forstweg verjüngt sich bald zu einem Steig, der im Bachbett der Eschenlaine6 bei einer Verbauung endet.
Oberflächlich führt die Eschenlaine oft wenig oder gar kein Wasser. Ein Teil fließt nämlich unterirdisch zur Loisach. Das Bachbett lädt förmlich dazu ein, noch ein wenig bachaufwärts oder -abwärts herumzulaufen.
Auf der anderen Seite der Eschenlaine wandern wir dann wieder zurück – anfangs auf einem verwachsenen Weg, später auf der geteerten Walchenseestraße.

Asamklamm

Auf der Walchenseestraße kommen wir an einem großen Wanderparkplatz vorbei und wenden uns danach links zur Asamklamm7. Eine Stahlbrücke überspannt den Schlund. Von der Brücke hat man einen tollen Blick in die ansonsten unzugängliche Klamm. Die von Blaualgen überzogenen Felswände sind sehr dunkel. Passenderweise hieß sie früher schwarze Brüllklamm. Allerdings brüllt sie nur im Frühjahr, wenn das Schmelzwasser hindurch­rauscht.
Auf der anderen Seite leiten Stufen zunächst ein Stück bergauf und anschließend steil hinunter zum Klammausgang. Von da entlang der Eschenlaine wieder nach Eschenlohe, wo die Wanderung endet.