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Schliersee-Rundweg über Hohenwaldeck

Wanderung mit romantischer Burgruine

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Hoch über dem Schliersee thront auf einem Felssporn die Burgruine Hohenwaldeck. Bei der entspannten Wanderung rund um den See darf sie nicht fehlen. Die geheimnisvolle Burg wurde bisher kaum erforscht. Vielleicht ist sie gerade daher so verwunschen.

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Von Schliersee nach Unterleiten
    2. Zur Burgruine Hohenwaldeck
    3. Geschichts- und Kulturwanderweg nach Fischhausen
    4. Rückweg am See entlang
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
Zur Galerie (8 Fotos)
Die vom Wald überwucherte Burgruine Hohenwaldeck hat etwas Romantisches an sich.

Im Herbst 2017 stieg Markus Wasmeier mit dem Burgenforscher Dr. Joachim Zeune zur Burgruine Hohenwaldeck empor.
Zeune datierte den Bergfried anhand der Buckelquader auf die Stauferzeit um 1200. Erschreckt zeigte er sich über den schlechten Zustand der Mauern, die vom Wurzelwerk regelrecht zerlegt werden. Das mag romantisch aussehen, doch um die Ruine zu erhalten, müssten die Bäume eigentlich entfernt werden.

Vom Aussichtspunkt bei der Ruine lässt sich der komplette Schliersee überblicken. Die Stelle erinnert dadurch ein wenig an die Riederstein­kapelle drüben am Tegernsee.
Ganz so überlaufen wie der Riederstein ist Hohenwaldeck zwar nicht, in der Hochsaison sollte man aber trotzdem nicht hinaufwandern. Dann erspart man sich auch den Rummel unten am Seeufer. Denn bei sommerlichem Badewetter kann es schon ziemlich zugehen.

Dem Schliersee schadet es nicht, dass ihm die internationale Bekanntheit des Tegernsees verwehrt blieb. Ganz im Gegenteil. Er wurde dadurch weit weniger verbaut.
Einziger Minuspunkt ist die Deutsche Alpenstraße, über die sich der Verkehr ins Spitzingseegebiet und zum Sudelfeld wälzt. Vom Verkehr unten im Tal bekommt man auf dem Höhenweg über Hohenwaldeck zum Glück nichts mit. Am ruhigen Westufer fährt lediglich der Zug.

Museumstipp: Bei Fischhausen liegt das Wasmeier Freilichtmuseum. Auf dem Gelände wurde ein altbayrisches Dorf mit mehreren Höfen, einem Wirtshaus, einer Kapelle und einem Handwerkerhaus aufgebaut. Auch eine Almhütte steht bei dem Dorf.

Tourcharakter und Schwierigkeit

300 m10 km3:00 h

Anspruch■■■■■■ T2
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■

Wegbeschreibung

Von Schliersee nach Unterleiten

Der Bahnhof Schliersee befindet sich in direkter Nähe zum See. Wir spazieren zunächst ein paar Meter am Ufer entlang bis zur barocken Pfarrkirche St. Sixtus1. Dort wird die stark befahrene Deutsche Alpenstraße überquert. Drüben die Konrad-Dreher-Straße hinauf. Also nicht unten am See bleiben. An den nächsten beiden Gabelungen hält man sich entsprechend der Beschilderung jeweils rechts Richtung Fischhausen und gelangt nach dem letzten Haus in eine Viehweide. Hinter dieser wird wenig später Unterleiten2 erreicht.

Zur Burgruine Hohenwaldeck

In Unterleiten zuerst links und ein paar Meter weiter rechts bergauf zur Straße nach Oberleiten. Kurz vor dem stolzen Oberleitenhof an der Kurve wie beschildert rechts. Mit herrlichem Blick über den See geht es auf einem Pfad durch buckliges Weidegelände. Danach im Wald einige Serpentinen empor bis zu einer Verzweigung mit Wegweiser. Das ist der höchste Punkt für heute. Von da zieht sich der Weg gemächlich absteigend quer durch den Hang der Leitner Nasen bis Hohenwaldeck3.
Beim Eingang fallen am mächtigen Sockel des Bergrieds die repräsentativen Buckelquader auf. Die Südmauer ist noch am besten erhalten. Mitten in der Burg befindet sich ein großer Fels, um den diese praktisch herumgebaut wurde. Der Nordwestvorsprung des Burgfelsens mit dem Aussichtsplatz dürfte auch bebaut gewesen sein.

Geschichts- und Kulturwanderweg nach Fischhausen

Unser nächstes Ziel ist Fischhausen. Der Geschichts- und Kulturwanderweg hinab nach Fischhausen beginnt recht steinig. Liegt doch alles voll von Felsblöcken. Das sind die Reste eines Felssturzes, der einst die Burg zerstörte. Einige Tafeln informieren über die Flora und Fauna der Gegend sowie die über die Geschichte von Hohenwaldeck.
Unten in Fischhausen4 trifft man auf die Bundesstraße. Links käme man zum Wasmeier Freilichtmuseum. Zum See geht es rechts am Schnapperwirt vorbei. Der Name des bekannten Wirtshauses soll mit der Zolleintreibung zusammenhängen, weil den Leuten dort das Geld weggeschnappt wurde.

Rückweg am See entlang

Wir folgen von Fischhausen dem Radwanderweg, der um die Westseite des Sees herumführt. Bald nach den letzten Bootshäusern von Fischhausen kommen wir zur Rixner Alm5. Sie ist natürlich keine echte Alm. Bei der Einkehr gibt es eine schöne Liegewiese am Ufer.
Ein Stück weiter, etwa auf Höhe der Insel Wörth, befindet sich das von Schilf umgebene Haushamer Freibad6. Ab da wird das Ufer leider von der Bahntrasse beansprucht, so dass wir auf die andere Gleisseite müssen. Erst beim Campingplatz kurz vor Schliersee wechselt der Weg zurück auf die Ostseite der Gleisstrecke. Hinter dem wallartigen Hügel des Freudenbergs dann rechts wenden. Anschließend über die Schlierach, die am Nordende aus dem Schliersee entspringt. Von da sind es nur noch wenige Minuten zum Ausgangspunkt der Wanderung.