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Roßkopf (1580 m) und Stolzenberg (1609 m)

Almwanderung am Spitzingsee

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Die Wanderung über Roßkopf und Stolzenberg führt mitten durch die sanfte, blumenreiche Almlandschaft südwestlich des Spitzingsees. Ein besonders schöner Fleck ist dabei der stille Grünsee, der seinem Namen alle Ehre macht. Abgerundet wird die Tour durch die wundervolle Aussicht in die Schlierseer und Tegernseer Berge.

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Das Spitzingseegebiet ist eines der beliebtesten Wandergebiete in den Bayerischen Voralpen. Man sollte daher zeitig aufbrechen. Dann lassen sich das Westufer des Spitzingsees und der Roßkopf noch in morgendlicher Ruhe genießen.
Sobald die Sesselliftanlagen am Stümpfling den Betrieb aufnehmen, kann es ums Gipfelkreuz schnell recht lebhaft werden. Beim Weiterweg zum Stolzenberg verteilen sich die Wanderer wieder etwas.

Während der Roßkopf völlig unschwierig ist, kann am Stolzenberg an einigen Stellen rudimentäre Trittsicherheit nicht schaden.
Nach Regentagen weichen die Wege schnell auf und werden unangenehm morastig. Das beeinträchtigt den Wandergenuss doch erheblich. Also besser ein paar trockene Tage abwarten.

Mein absoluter Lieblingsweg am Stolzenberg ist derjenige über die Stolzenalm. Er scheint trotz seiner landschaftlichen Schönheit im Dornröschen­schlaf zu liegen und lässt die Tour wunderbar ausklingen.

Wegbeschreibung zur Bergwanderung

Vom Spitzingsee zur Valeppalm

Es ist sinnvoll, bereits am Spitzingsattel auszusteigen, um am schönen Westufer des Spitzingsees entlangzuwandern. Der Weg ist ausreichend beschildert. Anschließend am Südende des Sees, direkt vor dem Abfluss der Roten Valepp, rechts in einen Fahrweg einbiegen. Dieser macht nach einem kleinen Waldstück einen weiten Bogen um die ausgedehnte Weidefläche der Valeppalm1. Dabei hat man einen guten Blick nach Süden zum Hinteren Sonnwendjoch. Auf der Valeppalm befindet sich übrigens auch die bekannte Albert-Link-Hütte des DAV.

Aufstieg zum Roßkopf

Beim Haushamer Bach, oberhalb der zahlreichen Gebäude der Valeppalm, zweigen wir rechts zum Roßkopf ab. Auf einem steinigen Wirtschaftsweg geht es zur Unteren Haushamer Alm2 hinauf. Von dort folgen wir kurz dem breiten Weg nach Norden Richtung Grünseealm und achten darauf, den Steig links zum Grünsee nicht zu übersehen. Vom Grünsee zum Roßkopfgipfel gibt es nur noch einen Trampelpfad. Wenn das Gras hoch steht, ist er schlecht zu erkennen. Im Zweifelfall direkt auf das Kreuz am Roßkopfgipfel3 zulaufen.

Übergang zum Stolzenberg

Das nächste Ziel ist der südlich gelegene Stolzenberg. Es lohnt sich, die Aussicht noch ausgiebig zu genießen, denn schon bald wechselt der Weg in den Wald. Hinter dem wenig interessanten Rotkopf, den der markierte Weg unterhalb passiert, erreicht man nach einem kleinen Gegenanstieg den Stolzenberg4. Ein Kreuz steht oben keins. Dafür gibt es auf dem langgezogenen Rücken ohne ausgeprägten Gipfel nette Rastplätze.

Rückweg zum Spitzingsee

Wer zurück zum Spitzingsee will, nimmt den viel begangenen Weg über den Ostrücken hinab. Am unteren Ende einer Almweide quert dieser links zur Haushamer Alm und stellt so die Verbindung zum Hinweg her.

Alternativer Abstieg zur Ankerstube

Reizvoller als der Rückweg zum Spitzingsee ist der Abstieg über die Stolzenalm zur Bushaltestelle bei der Ankerstube. Der beschilderte Weg zweigt gleich nach dem höchsten Punkt am Stolzenberg rechts ab. Er beginnt etwas steil und man muss sich gelegentlich an Wurzeln oder Felsen festhalten. Links bricht das Gelände zur Hoferhöll ab. Im weiteren Verlauf dreht der Steig nach Westen zur Stolzenalm5, bei der es einen idyllischen Rastplatz mitten auf der Almlichte gibt. Anschließend wird der Weg breiter, bleibt jedoch urig und recht verwildert, bis er unten an der Ankerstube auf die Mautstraße von Rottach-Egern trifft.
Verpasst man den Bus, kann man in einer knappen halben Stunde am Suttensee vorbei zum Gasthof Moni-Alm vorlaufen.