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Risserkogel (1826 m) von Wildbad Kreuth

Unterwegs auf der sonnigen Südseite

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Der Bergtour von Wildbad Kreuth durch die Lange Au hinauf zum Risserkogel steckt voller landschaftlicher Schönheit. Besonders abwechslungsreich ist es, wenn man den Steig über die Rißalm nimmt. Dieser wurde zwar vom DAV gesperrt, doch das stellt keinen hinreichenden Grund dar, um darauf zu verzichten.

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Der Risserkogel zählt auf jeden Fall zu den beliebtesten Tegernseer Bergen. Als zweithöchster Gipfel nach dem Halserspitz lockt er mit einer prachtvollen Aussicht. Außerdem führen aus allen Himmelsrichtungen reizvolle Wege hinauf. Da probiert man gerne immer wieder mal einen anderen zum Wandern aus. Sehr idyllisch ist der Steig über die Rißalm, welcher allerdings vom DAV Tegernsee offiziell gesperrt wurde. Begründet wird dies mit Lebensgefahr, was jedoch zunächst nicht wirklich einleuchtet. Der Steig befindet sich nämlich in einem guten Zustand und ist auch keineswegs ausgesetzt. Auf Nachfrage erläuterte mir der DAV Tegernsee dann aber, dass es tatsächlich mehrmals zu Bergwachteinsätzen gekommen sei, weil Wanderer beim Abstieg die Abzweigung zur Ableitenalm verpasst hätten. Dadurch seien sie in den Gräben unterhalb der Rißalm gelandet. Das ist durchaus nachvollziehbar. Im Aufstieg ist ein Verhauer dagegen unwahrscheinlich. Mit dem Hinweis auf dieses Orientierungs­problem kann der Steig uneingeschränkt empfohlen werden. Die Sperrung scheint ohnehin keine große Wirkung zu entfalten und wird von den meisten einfach ignoriert. Da sie nicht amtlicher Natur ist, muss man mit keinerlei Konsequenzen rechnen.

Wegbeschreibung zur Bergwanderung

Zur Ableitenalm

Wir starten am großen Wanderparkplatz bei Wildbad Kreuth und schlagen den Weg hinter in die Lange Au ein. Schon nach kurzer Zeit wird die Schwaigeralm1 passiert. Sie ist seit den 60er Jahren keine echte Alm mehr, sondern eine reine Ausflugswirtschaft. Man kann nun entweder auf dem Fahrweg bleiben oder schöner rechts auf dem Fußweg wandern. Nach einem guten Kilometer zweigt der Steig für Risserkogel und Wallberg links ab. Er legt sogleich ordentlich los und schlängelt sich neben dem Hirschlahnergraben in Serpentinen zur Scheuereralm empor, die man durch eine Art kleines Felsentor betritt. Von der Scheuereralm geht es weiter zur Ableitenalm, wobei die Aussicht immer besser wird. Die Ableitenalm2 liegt auf einer großen Lichtung, mit herrlichem Blick nach Süden zu den Blaubergen.

Gesperrter Steig über die Rißalm

Ein überdeutliches Schild weist östlich der Ableitenalm auf die gesperrte Verbindung zur Rißalm hin. Der zunächst breite Weg verjüngt sich recht bald. Einige Stellen sind eventuell von den Kühen zertreten und dadurch morastig. Bis zur Rißalm verläuft der alte Triebsteig hangparallel durch einen lichten Wald. Die Abgeschiedenheit ist beeindruckend. Von der Rißalm3 existiert noch eine große Weidefläche. Sie wird bis dato bestoßen, wächst von oben her aber trotzdem langsam mit Latschen zu. Gebäude stehen keine mehr. Nur eine üppige Lägerflur zeigt deren einstige Lage an. Bei der Rißalm verliert sich die Spur vorübergehend. Wir orientieren uns an der Geländekante, die zur Bernaueralm hin abfällt. An dieser wird der Steig wieder deutlicher. Er peilt zielstrebig den Gipfel an. Dabei taucht er schnell in die Latschen ein und wird fast ein wenig gach. Zur Rechten bricht eine beachtliche Felsflanke ab. Dieser verdankt der Berg auch seinen Namen, denn dadurch sieht er so aus, als wäre ein Stück herausgerissen worden. Ansonsten gibt es wegen der Latschen wenig zu sehen und man steht schließlich recht unvermittelt auf dem geräumigen Gipfel des Risserkogels4.

Abstieg auf dem regulären Weg

Vom Risserkogel zieht sich ein teils etwas holpriger Steig westwärts zum Grubereck. Der Steig folgt dabei direkt dem Grat, so dass man noch viel Aussicht geboten bekommt. Bei der Abzweigung kurz vorm Grubereck heißt es dann links zur Ableitenalm absteigen, wo wir uns ja bereits auskennen.