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Vom Reitstein (1516 m) zum Platteneck (1592 m)

Vergessene Gipfel westlich der Blauberge

Reitstein und Platteneck liegen in einer Art Niemandsland. Die meisten Almen ringsum wurden aufgelassen. Markierte Wanderwege sind weit und breit nicht vorhanden. So verschlägt es nur wenige Menschen dorthin. Allenfalls auf das weitläufige Platteneck flüchten sich gelegentlich ein paar Bergwanderer, um dem Rummel am Schildenstein zu entkommen.

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Die Tegernseer Berge sind eigentlich für ihr dichtes Wanderwegenetz bekannt. Doch es gibt sogar hier weniger erschlossene Gebiete, in denen sich interessante Touren abseits markierter Wege unternehmen lassen. Natürlich ist die Planung ein wenig aufwändiger. Unter anderem auch deshalb, weil nicht alle Wege und Steige in den offiziellen Karten verzeichnet sind. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oft befinden sie sich in einem schlechten Zustand, sind verwachsen und stellenweise schlecht erkennbar. Andere wiederum werden von Jägern genutzt, die kein Interesse daran haben, auf der Pirsch gestört zu werden. Sie pochen beim Landesvermessungsamt gerne auf die Geheimhaltung. Wahrscheinlich wird auch manch altem Almweg oder Triftsteig schlicht keine Bedeutung mehr beigemessen. Gut, dass Joachim Burkhardt in seinem Buch Vergessene Pfade in den Bayerischen Hausbergen einiges aus der Versenkung holte. Inzwischen fanden seine Entdeckungen teilweise wieder Eingang in aktuelle Kartenwerke. Von seinem Buch ließ ich mich zu dieser Bergtour auf Reitstein und Platteneck anregen. Sicher gibt es in dieser Gegend noch viel mehr zu entdecken. Einfach ausprobieren und sich von Verhauern nicht entmutigen lassen. Außerdem möglichst warten, bis der Schnee weitgehend verschwunden ist, weil die Pfade sowieso schon schwer genug zu finden sind.

Wegbeschreibung zur Bergwanderung / Bergtour

Anreise, Einkehr, Kartenmaterial