Wettersteingebirge

Spannende Touren rings um Bayerns höchstem Berg

(aktualisiert am )

Die Vielseitigkeit des Wettersteingebirges ist einfach überwältigend. Beim Wandern in dieser majestätischen Bergwelt vergeht die Zeit wie im Flug. Trotz seiner hervorragend ausgebauten alpinen Infrastruktur bietet das Wetterstein sehr viel Freiraum für Unternehmungen abseits ausgetrampelter Wege. Die zahlreich vorhandenen Schutzhütten ermöglichen interessante Mehrtagestouren.

Kurzbeschreibung zum Wettersteingebirge

Blick vom Schachen zum Hochblassen und zur Alpspitze. Links im Bild ist das Zugspitzplatt zu sehen.

Als relativ kompakte Felsmasse liegt das Wettersteingebirge zwischen den Orten Garmisch-Partenkirchen, Ehrwald und Mittenwald. Unter allen Gebirgsgruppen der Bayerischen Alpen besitzt es den alpinsten Charakter.
Ganz im Westen schwingt sich das Wettersteingebirge mit der Zugspitze auf eine Höhe von nahezu 3000 Metern empor. Drei der fünf noch existierenden Gletscher Deutschlands gruppieren sich um die Zugspitze. Ihre Tage sind aber wohl gezählt.
An der Zugspitze fächert sich die Gebirgsgruppe auch in ihre drei Hauptkämme auf. Konkret sind das der Riffelwandkamm, der Blassenkamm und der kilometerlange Wettersteinkamm. Letzterer verläuft über das Gatterl und den Schachen bis zur Wettersteinspitze und zum Grünkopf bei Mittenwald. Etwas abseits steht westlich von Scharnitz der Arnstock, welcher traditionell noch zum Wetterstein gerechnet wird.

Der Name Wetterstein hat seinen Ursprung im Bereich der Wettersteinalm. Diese liegt zwischen dem Schachentor und dem Kämitor fast genau im Zentrum des Gebirges. Über den hohen Felswänden im Süden der Alm kann sich urplötzlich ein Unwetter zusammenbrauen. Außerdem stauen sich daran die Wolken, was manchmal zu tagelangem Dauerregen führt. Mit Wetter war früher ja vor allem schlechtes Wetter gemeint.Als Wetterstein bezeichnete man also wohl zunächst die Felswände hinter der Alm.Später wurde der Name auch von der Geologie übernommen. Das dort anstehende helle Kalkgestein aus der Trias, das die meisten Gipfel im Wettersteingebirge aufbaut, heißt Wettersteinkalk. Den Gebirgssockel bildet der dunklere Alpine Muschelkalk.

Besonders empfehlenswert sind im Wettersteingebirge die drei Besucher­klammen. Ob die Partnachklamm bei Garmisch, die Höllentalklamm bei Grainau oder die Leutaschklamm bei Mittenwald – jede besitzt ihren ganz eigenen Charme. Partnachklamm und Leutaschklamm können übrigens sogar im Winter besucht werden.

Zu einer eher beschaulichen Wanderung laden der idyllische Eibsee und Badersee ein. Weitere schöne Bergseen existieren im Osten der Gebirgsgruppe zwischen Klais und Mittenwald, wie beispiels­weise der Wildensee am Kranzberg.

Wen es mehr zum Bergsteigen in die alpine Region zieht, der hat neben den bekannten Klassikern auch viele recht unzugängliche, einsame Gipfel wie den Hohen Gaif oder den Zierbelkopf zur Auswahl. Im Wettersteingebirge ist die Gipfelregion in weiten Teilen letztlich nur über anspruchsvolle und lange Bergtouren erreichbar.