Spitzingsee und Valepp

Almwanderungen und Bergtouren in malerischer Umgebung

(aktualisiert am )

Idyllisch schmiegt sich der Spitzingsee in ein von herrlichen Bergen umgebenes Hochtal. Zahlreiche Almen, Hütten und Gipfel laden zum gemütlichen Wandern ein. Aber auch die ein oder andere stramme Bergtour ist möglich.

Insidertipps zum Wandern am Spitzingsee

Blick vom Stolzenberg nach Norden über den Spitzingsee.

Die Lage des Spitzingsees ist wirklich einmalig. Wer ihn zum ersten Mal aufsucht, sollte sich den Rundweg um den See nicht entgehen lassen. Im Anschluss daran kann man noch eine kurze Wanderung zu einer nahen Alm oder Hütte unternehmen.
Das Spitzingseegebiet wird seit mehr als einem Jahrtausend alm­wirtschaftlich genutzt. So entstand eine kleinteilige, parkartige Landschaft mit großen Freiflächen, in denen überall Almhütten stehen. An einigen gibt es für hungrige Wanderer eine Stärkung. Sehr beliebt ist beispielsweise die aussichtsreich gelegene Obere Firstalm1 unterhalb der Bodenschneid oder auch die familien­freundliche Albert-Link-Hütte (DAV)2 auf der Valeppalm. Wer etwas höher hinaus möchte, könnte zum Rotwandhaus (DAV)3 aufsteigen. Es ist für seine köstliche, regionale Küche bekannt. Direkt über der Hütte erhebt sich mit der Rotwand einer der schönsten Aussichts­gipfel weit und breit.
Die drei erwähnten Einkehrmöglichkeiten haben übrigens ganzjährig geöffnet. Dadurch bieten sich in der kalten Jahreszeit wunderbare Möglichkeiten für Winterwanderungen und Schneeschuhtouren.

Auf Grund der schnellen Erreichbarkeit aus dem Raum München und Rosenheim herrscht am Spitzingsee manchmal viel Betrieb. Man findet aber auch dann noch einsame Gipfel, wie die Wilden Fräulein4 oberhalb der Schönfeldalm. Oder man fährt mit dem Bus bis ganz hinter in die Valepp5, wo meistens deutlich weniger Ausflügler und Wanderer unterwegs sind. Im Winter wird der Busbetrieb allerdings eingestellt. Klassische Wanderziele in der Valepp sind unter anderem der Schinder oder die Erzherzog-Johann-Klause.

Etwa auf halber Wegstrecke zwischen dem Spitzingsee und der Valepp liegt der wild­romantische Pfanngraben6. Dazu fährt man mit dem Bus bis zur Waitzingeralm. Die Schlucht des Pfanngrabens ist besonders für hochsommerliche Tage ein toller Tipp. Die im unteren Bereich teilweise leicht zugänglichen Gumpen des Pfanngrabens laden dann zu einem erfrischenden Bad ein.

Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere an die Aufregung um den Braunbären Bruno im Jahr 2006. Im Spitzingseegebiet kann man auf seinen Spuren wandern. Bruno fand großen Gefallen an dem wunder­schönen Soinsee7, wo er im Wasser spielte. Am nächsten Tag schaute er noch beim Rotwandhaus vorbei, bevor er kurz darauf an der Kümpflalm erlegt wurde. Brunos landschaftlich reizvolle Route aus dem Ursprungtal über den Soinsee und das Großtiefental zum Rotwandhaus ist auch für Zweibeiner lohnend.