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Schlierseer Berge

Die schönsten Wanderungen und Gipfeltouren

Mit ihrer großen Zahl an leicht erreichbaren Aussichtsgipfeln sind die Schlierseer Berge ein Paradies für Tageswanderungen. Klare Bergseen, sehenswerte Wasserfälle, heimelige Almhütten und ein gut ausgebautes Netz an Wanderwegen lassen keine Wünsche offen. Trotz ihrer Beliebtheit findet man in den Schlierseer Bergen aber auch ein paar verschwiegene Steige und stillere Ecken.  

Kurzbeschreibung und Wandertipps zu den Schlierseer Bergen

Tiefblick von der südlichen Leitner Nase auf den Schliersee.

Die Schlierseer Berge liegen im Mangfallgebirge zwischen den Tegernseer Bergen im Westen und dem Wendelsteingebiet im Osten mitten in den Münchner Hausbergen. Sie sind in jeder Hinsicht sehr gut zum Wandern erschlossen. Mit der Bayerischen Oberlandbahn und dem dichten regionalen Busnetz gelangt man bequem zu den schönsten Ausgangspunkten. Nahezu alle Gipfel im Umkreis des Schliersees sind unschwierig zu besteigen.Sie eignen sich also perfekt für Einsteiger und Familien mit kleinen Kindern. Bei letzteren steht vor allem die Schliersbergalm1 mit Seilbahn und Sommerrodelbahn hoch im Kurs. Auch bleiben die Schlierseer Berge deutlich unter 2000 Metern, selbst die Rotwand2 als höchster Punkt erreicht gerade einmal 1884 Meter. Daraus ergeben sich tolle Möglichkeiten für spannende Kamm­wanderungen mit mehreren Gipfel­zielen an einem Tag, wie etwa die Überschreitung vom Aiplspitz über den Taubenstein zur Rotwand – eine geniale Panoramatour, die ihresgleichen sucht.

Zu den beliebtesten Aussichts­gipfeln neben der Rotwand zählt außerdem die Gruppe mit Baumgartenschneid und Gindelalmschneid. Beide sind echte Ganzjahres­berge. Obwohl sie überwiegend vom Tegernsee aus bestiegen werden, gehören sie geografisch zu den Schlierseer Bergen.
Mein persönlicher Favorit ist der Seeberg3 bei Bayrischzell ganz hinten im Leitzachtal, ein eher wenig besuchter Schlierseer Berg. Erfahrene Schneeschuh­geher können den Seeberg auch im Winter machen. Für die ersten Versuche mit den Schneeschuhen gibt es allerdings bessere Alternativen, so beispielsweise den Auerspitz4 von Geitau über den Soinsee.

Wer lieber gemütliche Talwanderungen unternimmt, findet in den Schlierseern ebenfalls wunderbare Touren. Ein immer wieder lohnender Klassiker ist der Schliersee-Rundweg, den man zu jeder Jahreszeit und bei fast jedem Wetter unternehmen kann. Der Weg führt an der bekannten Burgruine Hohenwaldeck5 vorbei. Wegen Baufälligkeit kann sie derzeit aber leider nur von außen besichtigt werden.
Empfehlenswert ist des Weiteren der Bockerlbahnweg. Viele laufen nur den Abschnitt von Neuhausen bis zu den Josefsthaler Wasserfällen6. Doch wer genug Ausdauer hat, sollten den reizvollen Weg komplett gehen.
Unbedingt einen Ausflug Wert ist außerdem der malerisch gelegene Spitzingsee, einer der schönsten Bergseen in den Bayerischen Alpen. Um den See wirklich in Ruhe genießen zu können, wählt man möglichst einen Werktag außerhalb der Ferienzeit.

So idyllisch die Landschaft um den Schliersee bei sonnigem Wetter auch aussehen mag, früher war das Leben für die Bergbewohner ziemlich beschwerlich. Im Wasmeier Freilichtmuseum7 bei Fischhausen am Schliersee kann man das etwas nachempfinden. Dort entstand auf einem großen Freigelände ein altbayerisches Dorf, mit allem, was dazugehört, Bauernhöfe, Handwerker, Kräutergärten, viele Tiere, ein Wirtshaus, eine Kirche und sogar eine Almhütte.