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Füssen und Umgebung

Traumtouren im Reich des Märchenkönigs

Die Umgebung von Füssen bildet eines der attraktivsten Gebiete zum Wandern in Südbayern. Malerisch reihen sich die zahlreichen Seen vor die imposante Bergkulisse der Ammergauer und Allgäuer Alpen. Dazwischen liegen weltberühmte Kirchen, Schlösser und Burgen. Ob Gipfeltour, Seespaziergang oder Kulturwanderung, bei Füssen ist einfach alles möglich.
Stand:

Einsame, unbekannte Wanderungen auf stillen Wegen

Leichte Wanderungen

Kurzbeschreibung zum Gebiet

Alpsee und Schwansee

Schloss Hohenschwangau mit Alpsee und Schwansee.

Die meisten Besucher fahren wegen der weltberühmten Königsschlösser nach Füssen. Wer im Anschluss an das Kulturprogramm noch eine kleine Wanderung unternehmen möchte, könnte beispielsweise den Alpsee umrunden oder zum Schwansee laufen. Bei warmen Temperaturen laden diese auch zum Baden ein. Um beide Seen zu sehen, kann man die abwechslungs­reiche Wanderung von Hohenschwangau durch den Schwanseepark nach Füssen machen.
Für Ausdauernde sehr reizvoll ist außerdem die große Runde von Füssen über den Schwarzenberg. Die zwei Touren führen am Schluss jeweils zum Kalvarienberg. Von der Panorama­plattform oben auf dem künstlich errichteten Gipfel des Kalvarienbergs hat man einen fantastischen Blick auf die Stadt, in die umliegenden Berge und hinaus zu den Seen im Alpenvorland.

Burgenwanderungen

Neben den Königsschlössern gibt es in der Füssener Gegend einige wirklich eindrucksvolle Burgruinen. Historisch betrachtet sind diese weitaus interessanter als die kitschigen Märchen­schlösser von Ludwig II. Die Besichtigungen der Burgen kann man gut mit Wanderungen verbinden.

Bei Pfronten steht hoch oben auf einem Felssporn weithin sichtbar die Burgruine Falkenstein. Fast wäre sie einem weiteren Schloss des Märchen­königs zum Opfer gefallen. Mehrere nette Wanderwege führen zu dem Gemäuer hinauf. Im Inneren befindet sich eine Aussichts­plattform. Das Panorama ist überwältigend.

Eine weitläufige Anlage mit mehreren Festungen kann bei Reutte in Tirol besucht werden. Die ganzjährig geöffnete Burgenwelt Ehrenberg umfasst neben vier Wehrbauten aus unterschiedlichen Epochen auch Ausstellungen und eine spektakuläre Hängebrücke.

Am Westfuß des Schwarzenbergs nahe Pinswang versteckt sich unter einer überhängenden Felswand eine der wenigen Höhlenburgen Tirols. Dieses so genannte Schloss im Loch könnte schon in prähistorischer Zeit genutzt worden sein. Trotz der nur mehr geringen Mauerreste hat der Ort etwas Mystisches.

Weitere sehenswerte Ruinen stehen im Füssener Alpenvorland. Ein Muss für Burgen­liebhaber ist das einzigartige Enensemble der Ruinen Eisenberg und Hohenfreyberg, bei dem es zudem nette Wanderwege gibt.

Königliche Wanderziele

Die wichtigsten Gipfelziele bei Füssen sind der Tegelberg und der Säuling. Beide liegen in den Ammergauer Alpen. Leider sind die zwei schönen Aussichtsberge häufig überlaufen. Sie deshalb ganz zu meiden, wäre aber auch schade. Zu einer Tour auf den Tegelberg oder den Säuling gehört unbedingt die 2019 wiedereröffnete Pöllatschlucht unterhalb von Schloss Neuschwanstein dazu, wobei sie auch für sich genommen einen Ausflug wert wäre. Aktuell ist die Pöllatschlucht allerdings wegen Felssturzgefahr erneut geschlossen.Schon die bayerischen Könige waren gerne in den Ammergauer Alpen unterwegs.Der später König Ludwig II. bestieg den Säuling bereits als Kind zusammen mit seinem Vater Maximilian II., seiner Mutter, Marie von Preußen, und seinem jüngeren Bruder Otto. Die ehemaligen königlichen Jagdhäuser sind heute beliebte Einkehr­möglichkeiten. Lohnend ist unter anderem die Wanderung oder Radtour von Hohenschwangau entlang der Pöllat zum Berggasthaus Bleckenau.

Naturkundliche Erlebnisse

Nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt befinden sich der Lechfall und die Lechklamm. Die beiden Attraktionen zählen zu den schönsten Geotopen Bayerns. Am spannendsten ist der Lechfall während der Schneeschmelze.

Ein besonderes Naturerlebnis wird bei Ziegelwies am Lechufer gegenüber von Füssen geboten. Dort wurden mehrere naturkundliche Lehrpfade eingerichtet. Am spektakulärsten ist natürlich der Baumkronenweg Ziegelwies. Zusammen mit dem Auwaldpfad und dem Bergwaldpfad kann man dort einen ganzen Tag herumlaufen und ganz nebenbei vieles über die Natur erfahren.

Zuletzt noch ein Tipp für alle, die an Geologie interessiert sind. Sie sollten sich den 15 Kilometer langen GEOgrenzGÄNGER genauer ansehen. Der liebevoll angelegte Rundwanderweg verläuft über Ziegelwiese, Pinswang und Hohenschwangau. Schautafeln erklären anschaulich die geologischen Besonderheiten der Gegend. Schöne Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein. Für Familien mit kleinen Kindern existiert eine kürzere Variante.