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Aschau im Chiemgau

Wanderungen rings um das idyllische Priental

Das idyllische Priental im Chiemgau bietet ideale Bedingungen für Wanderungen aller Art. Es erstreckt sich von Aschau im Norden bis nach Sachrang an der Tiroler Grenze. Viele der umliegenden Berge sind absolute Wanderklassiker und freundliche Almen laden unterwegs zu einer zünftigen Brotzeit ein.
Stand:

Kurzbeschreibung und Wandertipps zur Region Aschau im Chiemgau

Schloss Hohenaschau ist das Wahrzeichen des Prientals.

Entschleunigen im Priental

Fangen wir erst einmal mit einem ganz entspannten Wandertipp an, wobei es sich eigentlich eher um einen kleinen Spaziergang handelt. Gemeint ist der Boarische Entschleu­nigungs­weg. Er verläuft durch den sonnigen Hang westlich von Aschau und ermöglicht einen wunderbaren Blick über das Tal ins Kampenwandgebiet. Entlang des Entschleu­nigungs­wegs stehen die typischen Aschauer Bankerl, das Aushängeschild des Orts. Etwa 200 Bankerl soll es im Priental mittlerweile geben und jedes stellt ein Unikat dar. Viele wurden an der renaturierten Prien aufgestellt, wo man ebenfalls schön spazieren kann.

Almwandern

Eine Besonderheit der Aschauer Berge ist die große Zahl an echten, noch traditionell bewirtschafteten Almen, von denen viele eine willkommene Einkehr bieten. Recht nah und sehr bequem ist beispiels­weise der Weg von Aschau zur Maisalm. Der Aufstieg lohnt sich auch im Winter, denn die Maisalm hat ganzjährig geöffnet. Maisalmen sind übrigens eine Eigenheit des Chiemgaus. Sie entstanden auf frischen Holzschlägen als vorübergehende Almen, manche blieben dann aber dauerhaft.
Auf der anderen Talseite lockt während der Sommermonate die Hofalm. Zu ihr kann man direkt im Anschluss an den erwähnten Entschleu­nigungs­weg hinaufwandern. Und wer dann doch noch auf einen Gipfel möchte, läuft einfach weiter zum Laubenstein.
Großer Beliebtheit erfreut sich außerdem der Panoramaweg von der Bergstation der Kampenwandbahn zur Steinlingalm, die fantastisch unterhalb der Kampenwand liegt.

Gipfel- und Hüttenziele

Zu den bekanntesten Gipfeln bei Aschau zählen die Kampenwand und der Geigelstein. Beide sind freilich häufig überlaufen. Doch daneben finden sich auch einsamere Ziele. Es kann also nicht schaden, den Gipfeln der zweiten Reihe etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Vergleichsweise ruhig ist es zum Beispiel rings um die ehemals bewirtschaftete Klausenhütte auf dem Zinnenberg oder dem Klausenberg.
Wer einmal eine Nacht auf einer Berghütte verbringen möchte, dem empfehle ich die Priener Hütte (DAV). Sie liegt mitten im Geigelstein­gebiet und ist ein idealer Ausgangspunkt zum Bergwandern.

Schoßrinn-Wasserfall im Priental

Für ein ganz besonderes Natur­schauspiel im Priental muss man gar nicht erst bergauf steigen. Bei der Schoßrinn, auf halbem Weg zwischen Aschau und Sachrang, stürzt ein gewaltiger Wasserfall herab. Der 75 Meter hohe Schoßrinn-Wasserfall beeindruckt vor allem während der Schneeschmelze oder nach starken Regenfällen. Doch auch im Winter lohnt sich ein Besuch, wenn er zu einer faszinierenden Eissäule erstarrt. Von der Bushaltestelle oder dem Parkplatz sind es nur wenige Minuten zum Wasserfall. Man kann die Schoßrinn aber auch im Rahmen einer längeren Wanderung auf dem Prientalweg besuchen. Dazu einfach den Schildern des Grenzenlos-Wanderwegs folgen, der das komplette Priental durchquert.

Kulturtipp

Egal wo man im Priental wandert, fast immer fällt der Blick auf das schmucke Schloss Hohenaschau. Im Sommer­halbjahr kann das Schloss im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Sehenswert ist der komplett im barocken Stil ausgemalte Laubensaal. In Hohenaschau befindet sich außerdem das heimat­geschichtliche Prientalmuseum.