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Wandern im Allgäu

Vielfältige Touren im Land der Berge, Seen und Burgen

Im Allgäu findet man zum Wandern alles, was man sich nur wüschen kann: Berge, Almen, Seen, Wasserfälle und außerdem zahlreiche Kultur­denkmäler, darunter erstaunlich viele Burgen. Die Wanderregion verfügt über ein hervorragend beschildertes und gepflegtes Wegenetz, das vom Flachland bis in die alpine Region reicht.
Stand:

Ruhige Wanderungen auf stillen Wegen

Leichte Wanderungen

Kurzbeschreibung zum Gebiet

Lage und Ausdehnung

Die Breitachklamm ist eines der Top-Ausflugsziele im Allgäu.

Das Allgäu ist eine kulturell und sprachlich zusammen­gehörige Landschaft in Oberschwaben. Es liegt im Südwesten Bayerns und reicht auch ein Stück nach Baden-Württemberg hinein.
Der nördliche Teil des Allgäus lässt sich geografisch nur schwer abgrenzen. Die Ostgrenze bildet der Lech. Jenseits des Lechs folgen der Pfaffenwinkel und der Ammergau mit den Ammergauer Alpen an. Die Königs­schlösser bei Hohenschwangau befinden sich bereits außerhalb, obwohl sie oft mit dem Allgäu in Verbindung gebracht werden. Im Süden endet das Gebiet am Haupt­kamm der Allgäuer Alpen, über den die Landes­grenze verläuft. Die Allgäuer Alpen jenseits des Haupt­kamms gehören zu Vorarlberg und Tirol.

Ähnlich dem Chiemgau wurden die Grenzen auch beim Allgäu durch die touristische Vermarktung immer weiter verschoben, so dass sich heute Orte als dazugehörig bezeichnen, die es ursprünglich gar nicht waren.

Das Allgäu, ein Burgenland

Dass die Geschichte des Allgäus keineswegs immer friedlich verlief, beweisen die zahlreichen Burgen. Lokale Grafen­geschlechter rangen dort miteinander, aber auch überregionale Konflikte wurden ausgetragen. Schlimm waren die Bauernkriege und die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Mit unserer heutigen Vorstellung von Burgen­romantik hatte das alles nichts zu tun.Die wertvolle Burgen­landschaft des Allgäus umfasst um die 40 Objekte aus unterschiedlichen Epochen, darunter alle wichtigen Bautypen.Diesen Schatz ins öffentliche Bewusstseins zu rücken, hat sich die Burgenregion Allgäu-Außerfern zur Aufgabe gemacht.
Besonders lohnend für einen Besuch und natürlich auch zum Wandern sind die Ruinen Eisenberg und Hohenfreyberg sowie die Ruine Falkenstein bei Pfronten.
Freilich ist nicht jede einzelne der Ruinen für sich genommen schon einen Ausflug wert. Doch weil es so viele gibt, liegt beim Wandern oftmals ganz zufällig eine auf dem Weg, so etwa die Ruinen Rothenfels und Hugofels am Großen Alpsee bei Immenstadt.

Vielfältige Naturwunder und Geotope

Kaum eine andere Gegend Bayerns weist eine derartige landschaftliche Vielfalt auf wie das Allgäu, vor allem durch seine Zweiteilung in das hügelige Alpenvorland und die alpinen Allgäuer Alpen. Überall laden Natur­wunder und herausragende Geotope zum Wandern ein.
Unbedingt einmal besuchen sollte man die ganzjährig geöffnete Breitachklamm in der Nähe von Oberstdorf am Eingang zum Kleinwalsertal.
Im Vergleich zum Chiemgau oder dem Rosenheimer Land ist das Allgäu weniger reich an Mooren. Das größte und ökologisch wertvollste Moor ist das Werdensteiner Moos zwischen Kempten und Immenstadt. Ein informativ gestalteter Lehrpfad mit netten Rastplätzen und Aussichts­platt­formen leitet durch das renaturierte Moor.
Im Osten endet das Allgäu wie gesagt am Lech. Dort gibt es bei Füssen mit dem Lechfall und der Lechklamm zwei der schönsten Geotope Bayerns zu sehen.

Wandern auf Berggipfel

Die Allgäuer Alpen präsentieren sich durchaus rau mit vielen schwer zu besteigenden Gipfeln. Aber es existieren auch genügend leichte Ziele für einfache Bergwanderungen.
An erster Stelle steht der Grünten, der gerne als Wächter des Allgäus bezeichnet wird, weil man ihn stets vor Augen hat und er quasi den Weg ins Illertal bewacht. Die Wanderung auf den Grünten kann man gleich noch mit der eindrucksvollen Starzlachklamm verbinden.
Auf der anderen Talseite, dem Grünten gegenüber, steht das Immenstädter Horn, ein echter Ganzjahresberg, schnell zu besteigen und mit einer großartigen Aussicht.