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Rappenklammspitze (1835 m) und Wechselkopf

Pfiffige Bergtour bei Hinterriß

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Die Besteigung von Rappenklammspitze und Wechselkopf im Rohntal bei Hinterriß ist eine gleichermaßen einsame wie anspruchsvolle Bergtour. Besonders die Überschreitung von Wechselschneid und Wechselkopf wird nur selten unternommen, lohnt sich für Bergerfahrene aber auf jeden Fall. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Ins Rohntal
    2. Zur Rappenklammspitze
    3. Übergang zum Wechselkopf
    4. Abstieg in den Rohntalboden
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
Zur Galerie (6 Fotos)
Die Rappenklammspitze vom Wechselkopf aus gesehen.

Die klassische Tour bei Hinterriß führt im Schatten der imposanten Torwände über die Torscharte ins Rohntal. Weniger bekannt sind die übrigen Gipfel von der Rappenklammspitze bis zur Östlichen Steinkarspitze.
Die nicht immer ganz einfache Wegfindung sowie ein paar pfiffige Stellen sorgen wohl dafür, dass auf der langen Kammwanderung idyllische Ruhe herrscht. Genau das passende Gebiet also für erholungsbedürftige Wanderer, die bei moderater Anstrengung eine großartige Landschaft genießen möchten.
Die Tour ist übrigens auch gut für durchwachsenes Wetter geeignet, denn die Fernsicht hält sich ohnehin in Grenzen.

Museumstipp: Das Naturparkhaus Hinterriß hat von Mai bis Oktober täglich geöffnet. Themen des Museums sind unter anderem der frühe Alpinismus, die Geschichte der Jagd sowie die einzigartige Flora und Fauna des Karwendels. Durch das innovative Konzept werden die Informationen überaus anschaulich vermittelt.

Tourcharakter und Schwierigkeit

1040 m14 km5:50 h

Anspruch■■■■■ T5 I
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■
Neben den brüchigen Klettermetern an der Rappenklammspitze stellt eine luftige Stelle beim Übergang zum Wechselkopf die psychologische Schlüsselstelle dar. Dort ist die fußbreite Passage im Bereich eines Grabens extrem erodiert. Das Gelände bricht auf beiden Seiten steil ab.
Mühsam zu gehen ist überdies der verfallene Steig unterhalb der Steinkarlspitze, der die Trittsicherheit auf eine harte Probe stellt.

Wegbeschreibung

Ins Rohntal

Der Bus hält genau vor dem Naturparkhaus Hinterriß. Rechts neben dem Museum geht es hinter zum Fahrweg Richtung Rohntalalm. An der ersten Abzweigung hält man sich links und lässt sich von der Spitzkehre dort nicht irritieren. Gemächlich und nahe dem Rohntalbach schreitet man westwärts ins Tal hinein, bis voraus die Rohntalalm1 auftaucht.

Zur Rappenklammspitze

Kurz vor der Rohntalalm zeigt ein Wegweiser rechts den Aufstieg zur Rappenklammspitze an. Es gibt kaum Markierungen, der Pfad ist aber gut erkennbar. Durch eine morastige Almweide gelangt man zu einer Jagdhütte und gewinnt dann im Zickzack recht schnell an Höhe. Auf einer Anhöhe mit kleiner Grasfläche scharf nach Norden, unterhalb des Hochalplkopfs weiter bergauf und schließlich in offenem Gelände hinüber zur Rappenklammspitze. Kurz vor dem felsigen Gipfelaufbau entfernt sich nach links der unbezeichnete Pfad zum Wechselkopf. Doch zunächst lässt sich rechter Hand etwas ausgesetzt und über splittrige Schrofen (I) der Gipfel der Rappenklammspitze2 erklettern.

Übergang zum Wechselkopf

Nun zurück zu der erwähnten Abzweigung, wo es abenteuerlich wird. Dem stark zugewachsenen Pfad folgend, schlüpft man zwischen den Latschen hindurch, bis diese langsam Platz machen. Auf einem breiten Rücken geht es dann entlang der Landesgrenze unschwierig über die Wechselschneid3 auf den Wechselkopf zu. Kurz vorm Anstieg gilt es eine sehr ausgesetzte, gefährlich erodierte Stelle zu überwinden. Es ist fraglich, wie lange diese noch machbar bleibt. Dahinter verliert sich der Weg fast vollständig. Es ist dennoch kein Problem, zwischen den Latschengassen zum Gipfelbuckel4 hinaufzufinden.

Abstieg in den Rohntalboden

Zuerst nach Süden in den Sattel vor der Steinkarlspitze. Dann im Geröll unter der Steinkarlspitze auf einem arg verfallenen Steig mühsam bergab. Man sollte dabei nicht zu weit um die Steinkarlspitze herumgehen, sondern rechtzeitig nach links in den Rohntalboden abfahren. Danach schlägt man sich weitgehend weglos nach Norden zwischen den Latschen zu einem Bachbett durch. An dessen Westseite taucht ein breiter Weg auf, der sich mit dem Steig von der Torscharte vereint. Bald darauf schließt sich der Kreis wieder an der Rohntalalm.