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Petersberg (848 m) und Hohe Asten (1104 m)

Wanderung zum höchsten Bauernhof Deutschlands

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Petersberg und Hohe Asten zählen zu den beliebtesten Ausflugszielen im bayerischen Unterinntal. Der einfache, nicht zu lange Aufstieg ist ideal für eine entspannte Halbtageswanderung und zu jeder Jahreszeit problemlos möglich. Obendrein sorgen gleich zwei herrlich gelegene Gasthäuser für gute Laune.

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Die Hinterasten gilt derzeit als höchster ganzjährig bewirtschafteter Bauernhof Deutschlands. Der Vorderastenhof wird nur noch als Feriensitz genutzt. Früher gab es mit Gerstruben im Allgäu zumindest ein noch höheres Bauerndorf.
Als Asten werden Voralmen mit Futterställen bezeichnet. Die Asten wurden in der Übergangszeit vor und nach der eigentlichen Almsaison genutzt. Aus diesen Voralmen konnten sich auch Dauersiedlungen entwickeln, wie bei der Hohen Asten.

Neben der Viehhaltung wird am Hinterastenhof eine Gastwirtschaft betrieben, in der Gerichte aus der eigenen Produktion serviert werden. Bei schönem Wetter schweift der Blick von der Terrasse übers Inntal bis tief hinein ins Gebirge. Im Süden hat man allerdings den Wildbarren vor der Nase.

Die Gegend überzeugt nicht nur landschaftlich und kulinarisch, sondern ist auch sehr geschichtsträchtig. Die Siedlungsspuren auf dem Petersberg reichen bis in die Bronzezeit zurück. Ausgrabungen belegen das. Dasselbe gilt für die Burgau oberhalb der Rachelwand.

Im Mittelalter bewachten nacheinander die Burgen Ober- und Unter-Falkenstein diese strategisch wichtige Stelle. Während sich die wenigen Mauerreste der älteren Burganlage schwer auffindbar im Wald verstecken, liegt die besser erhaltene Ruine Unter-Falkenstein direkt am Wanderweg.

Geotipp: Südöstlich von Fischbach befindet sich neben der Autobahn ein Gletschergarten. Das Geotop entstand durch den Inn-Gletscher, der dort einen Riegel aus Wettersteinkalk abschliff. Der Gletscherschliff von Fischbach zählt zu den schönsten Geotopen Bayerns.

Wegbeschreibung zur Bergwanderung

Auf den Petersberg

Der übliche Ausgangspunkt befindet sich bei der Burgruine Unter-Falkenstein1 südlich von Flintsbach. Sie liegt ein paar Minuten vom Bahnhof entfernt. Am Wanderparkplatz sind bereits Petersberg und Hohe Asten ausgeschildert. Man bleibt am besten auf dem Fahrweg und ignoriert die Abkürzer rechter Hand, die landschaftlich wenig reizvoll sind.
Wir kommen nun im so genannten Hundsgraben an netten Wasserfällen vorbei, bevor der Weg einen Bogen um den Petersberg macht. Nicht lange, dann geht es links zum Petersberg2 hinauf. Ursprünglich hieß er mal Kleiner Madron. Das schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelte Plateau beherbergte im Mittelalter ein Kloster, von dem noch heute die romanische Kirche zeugt. Bei der Kirche steht, wie es sich gehört, auch ein Gasthaus.
Von der Wiese hinter dem Gasthaus hat man einen tollen Blick auf den Felssporn der Maiwand. Wer mag, könnte gleich von da aus auf einem Steiglein vom Petersberg hinab. Das ist etwas kürzer als der reguläre Weg.

Hohe Asten

Nach dem Abstecher zum Petersberg wandert man auf dem Fahrweg weiter. Bald darauf kommt das Gehöft vom Bauer am Berg3, an dem der so genannte Sommerweg rechts abzweigt. Ortsunkundige Wanderer übersehen diese Stelle häufig und bleiben auf dem längeren Fahrweg. Bei Nässe kann der Sommerweg sehr morastig sein. Neben dem Bauernhaus führt der Sommerweg über eine sumpfige Wiese in den Wald hinein. Man darf sich nun von den unbezeichneten Querwegen nicht aus dem Konzept bringen lassen und orientiert sich konsequent nach links oben. Sobald der Weg ins Freie wechselt, rechts über eine Weide und an zwei großen Bäumen vorbei zur Hohen Asten4 hinauf.

Rückweg über den Wagnerberg

Beim Abstieg kann man zur Abwechslung den Weg über den Wagnerberg nehmen. Dazu an der Westseite des Petersbergs bei der spitzen Kurve links abzweigen. Die Strecke zum Wagner am Berg ist gut beschildert, was wegen der Querwege auch dringend nötig ist. Das denkmal­geschützte Bauernhaus am Wagnerberg5 steht recht idyllisch auf einer kleinen Lichtung.

Abstecher zur Burgruine Ober-Falkenstein

Kurz vorm Wagner am Berg wäre rechts ein Besuch der Burgruine Ober-Falkenstein möglich. Sehenswert ist außerdem die schaurig tiefe Felsspalte der Rachelschlucht. Ihr Zugang wurde durch einen Felssturz versperrt, aber man kann von oben hineinblicken.
Zunächst ostwärts über die Wiese des ehemaligen Burgangers (Burgau) laufen. Hinter einem Stadel links in den Wald. Vorsicht am Weidezaun. Zwischen wild umher­liegenden Felsblöcken geht es zu einem Einschnitt im Burgfelsen empor. Durch den westlichen Teil zieht sich die Kluft der Rachelschlucht. Am östlichen Ende befinden sich die wenigen Mauerreste von Ober-Falkenstein6.

Nach Flintsbach

Nördlich des Anwesens am Wagnerberg dreht der Wanderweg links in eine abschüssige Flanke und zieht sich dann am Riesenberggraben talwärts. Den sehenswerten Philosophenfall7 beachten, der vom Wasser des Maigrabens gespeist wird. Unten auf dem Philosophenweg an der Rachelwand entlang zum Ausgangspunkt zurück.