WanderungenBergtourenAusflugstippsNatur erleben im bayerischen und Tiroler Alpenraum
  1. Touren 
  2. Bayerisches Alpenvorland 

Rundweg durchs Murnauer Moos

Naturkundliche Wanderung im Pfaffenwinkel

(6)

Das Murnauer Moos gilt als größtes zusammenhängendes und noch weitgehend intaktes Moorgebiet Mitteleuropas. Es ist ganzjährig ein reizvolles Wanderziel. Durch den nordwestlichen Teil mit dem Hochmoor Langer Filz und den weitläufigen Streuwiesen führt der Moosrundweg. Infotafeln erläutern an mehreren Stationen die Entstehung und Bedeutung dieses wertvollen Moors.

Zur Galerie (10 Fotos)

Als am Ende der letzten Kaltzeit die Gletscher verschwanden, blieben im Alpenvorland viele so genannte Zungenbeckenseen zurück. Wegen ihrer eher flachen Uferbereiche und des permanenten Nachschubs an Erosionsmaterial aus dem Gebirge neigen diese zur Verlandung. Der Staffelsee beispielsweise war ursprünglich deutlich größer. Teile der ehemaligen Seefläche wandelten sich im Lauf der Jahrtausende zu Mooren. Beim Murnauer Moos ist dieser Prozess weiter fortgeschritten. Abgesehen von einigen winzigen Seen ist die Mulde komplett verlandet, aber noch immer stark durchnässt. Steinbrüche, Entwässerungsgräben, Abtorfung, intensive Landwirtschaft und der Autobahnbau setzten dem Moor in der Vergangenheit schwer zu. Inzwischen ist es größtenteils ein Naturschutzgebiet. So kann es weiterhin einer Vielzahl bedrohter Tiere und Pflanzen Zuflucht bieten. Die Kerngebiete des Moors wurden durch Schließen von Gräben renaturiert. Sie sind nun sich selbst überlassen. Die Streuwiesen werden durch extensive Nutzung vor Verbuschung bewahrt, um ihren Artenreichtum zu erhalten.

Tipp: Das Schlossmuseum Murnau beschäftigt sich in seiner Dauerausstellung unter anderem mit dem Murnauer Moos sowie der Geologie des Alpenvorlands.

Wegbeschreibung zur Wanderung

Anreise, Einkehr, Kartenmaterial