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Von Ruhpolding zur Wallfahrtskirche Maria Eck

Wanderung im Tal der Weißen Traun

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Kaum zu glauben, dass die Wallfahrtskirche Maria Eck fast der Säkularisation zum Opfer gefallen wäre. Einheimische retteten ihre Kirche in letzter Minute vor dem Abriss. Die Wallfahrt konnte so bis heute lebendig bleiben und auch viele Wanderer steigen gerne hinauf und freuen sich auf die Aussicht über den Chiemsee.

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Der Raum Ruhpolding wird vor allem mit bayerischer Idylle und Tradition in Verbindung gebracht. Weithin bekannt ist etwa die Trachtenwallfahrt nach Maria Eck. Dabei war die Gegend früher eher industriell geprägt. In den Bergen rund um Siegsdorf, Inzell und Ruhpolding wurde bis ins frühe 20. Jahrhundert Bergbau betrieben. Blei und Zink wurden vor allem am Rauschberg gefördert, Eisen dagegen am Scharamberg bei Eisenärzt. Namen wie Schmelz, Grub oder Hammer erinnern an die Standorte der Metallindustrie.
Große wirtschaftliche Bedeutung hatte außerdem die Soleleitung von Bad Reichenhall über Siegsdorf nach Traunstein. Bei Eisenärzt passieren wir eine so genannte Aufschlagwasserleitung, die dem Betrieb einer Salinenpumpe in Siegsdorf diente.
Für die Metallverarbeitung und die Salzgewinnung wurden Unmengen an Holz benötigt. Fichten und Tannen wachsen nicht nur schneller als Laubhölzer, sondern lassen sich wegen ihrer geringeren Dichte auch leichter triften. Daher wurden die buchenreichen Mischwälder in Nadelforste umgebaut, die bis heute das Landschaftsbild prägen.

Tipp: Überaus lohnen ist ein Besuch im Naturkunde- und Mammut-Museum Siegsdorf. Das Museum erklärt anschaulich die geologischen Besonderheiten des Chiemgaus.

Wegbeschreibung zur Wanderung

Anreise, Einkehr, Kartenmaterial