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Benediktenwand (1800 m) vom Brauneck

Panoramatour in den Münchner Hausbergen

(5)

Die Benewand, wie die Benediktenwand liebevoll genannt wird, zählt zu den beliebtesten Münchner Hausbergen überhaupt. Der wuchtige Felskamm übt eine gewaltige Anziehungskraft aus. Und so wandern die Bergfreunde an schönen Tagen aus allen vier Himmelsrichtungen hinauf zu ihr. Besonders reizvoll ist die Route vom Brauneck über die Achselköpfe. Aktualisiert am

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Inhalt

  1. Tourcharakter und Schwierigkeit
  2. Wegbeschreibung
    1. Zum Latschenkopf
    2. Über die Achselköpfe
    3. Benediktenwand
    4. Alternativer Rückweg über die Stiealm
  3. Tourskizze mit GPS-Track
  4. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  5. Wanderkarten
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Auf dem Gipfel der Benediktenwand gibt es einen kleinen Unterstand.

Der übliche Ausgangspunkt zur Benediktenwand befindet sich an der Bergstation der Brauneckbahn. Denn der mühsame Aufstieg über die von Schneekanonen flankierte Skipiste lohnt sich nicht wirklich. Seit 2012 wird das Landschaftsbild überdies durch einen betonierten Speicherteich abgewertet.
Abgesehen davon sind die zusätzlich über 800 Höhenmeter vom Tal aus für die wenigsten eine Option. Man nimmt daher besser die Seilbahn.

Auch oben am Brauneck wird der Wandergenuss anfangs noch durch die vielen Installationen des Skigebiets getrübt. Doch das liegt schnell hinter einem. Danach entfaltet die Kamm­wanderung ihren vollen Charme. Wahrlich eine Panoramatour! Der Blick schweift ungehindert nach allen Seiten.

Tourcharakter und Schwierigkeit

850 m11 km5:00 h

Anspruch■■■■■■ T4 I A/B
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■
Von seiner Länge und dem Anspruch her wird der Kamm über Latschenkopf und Achselköpfe gerne unterschätzt. Vor dem Loswandern sollte man sich überlegen, ob man den felsigen, ausgesetzten Passagen gewachsen ist. Vor allem an den Achselköpfen kommt es immer wieder zu Bergunfällen, mitunter auch zu tödlichen. Ein bisschen Bergerfahrung ist also notwendig.
Dass die Tour nicht bei Gewittergefahr unternommen werden darf, sollte klar sein. Die Gedenktafeln am Grat zwischen Stangeneck und Latschenkopf erinnern eindringlich daran.
Gerade an heißen Tagen unbedingt genug Getränke einpacken. Es gibt am Kamm kaum Schatten und auch keine Einkehrmöglichkeit.

Wegbeschreibung

Zum Latschenkopf

Von der Bergstation steigen wir erst einmal die paar Meter zum Brauneck1 hinauf. Bei guter Thermik hebt oben vom Grasrücken oft ein Gleitschirmflieger nach dem anderen ab. Manche fliegen bis zur Benediktenwand.
Dem Kamm folgend geht es nun los Richtung Latschenkopf, wobei die Felszacken des Schrödelsteins südseitig passiert werden. Danach stößt rechts der Steig von der Loghamalm hinzu. Das ist ein sehr idyllischer, jedoch auch langer Aufstieg. Kurze Zeit später dreht der Weg zum Stangeneck hinauf. Der einst stark erodierte und bei Nässe morastig Weg wurde mustergültig saniert.
Vom Stangeneck wandern wir dann nahezu ohne Steigung auf dem aussichtsreichen Höhenzug am Vorderen Kirchstein vorbei zum Latschenkopf2.

Über die Achselköpfe

Hinter dem unscheinbaren Gipfel des Latschenkopfs taucht man dem Namen entsprechend in ein Latschenfeld ein. Der Abstieg in den Probstalmsattel dauert nur wenige Minuten. Als Nächstes sind die Achselköpfe3 dran. Diese sind felsiger als der Latschenkopf. Eine Leiter hilft gleich zu Beginn über eine kleine Wand. Auch an einigen drahtseil­gesicherten Passagen müssen die Hände zur Hilfe genommen werden. Die Felsen sind furchtbar glattpoliert. Nach mehreren Gegenanstiegen über die drei Köpfe gelangt man an den Rotöhrsattel4. Dort treffen Wanderer aus allen Richtungen zusammen – von der Tutzinger Hütte im Westen sowie aus dem Längental im Norden.

Benediktenwand

Der Steig vom Rotöhrsattel zur Benediktenwand überwindet zunächst einen Felsaufschwung, der gut abgesichert ist. Gerade bei Nässe sind die abgetretenen Felsen rutschig. Darüber wird das Gelände schnell einfacher, während der Steig zwischen zwei Dolinen hindurchführt. An den Felsen fallen außerdem zahlreiche Karren auf. Der Wettersteinkalk zeigt an der Benediktenwand also typische Karsterscheinungen. Es gibt noch einige Kraxelstellen und wir müssen mehrmals auf und ab, bis schließlich der Gipfel5 erreicht ist. Unterhalb des Kreuzes befindet sich ein Unterstand.

Alternativer Rückweg über die Stiealm

Die Achselköpfe können beim Rückweg zur Abwechslung an ihrer Nordseite umgangen werden. Kürzer als oben drüber ist das allerdings nicht. Man muss nämlich fast bis zur Probstalm6 hinab. Nach einem längeren Gegenanstieg kommt man dann wieder am bereits bekannten Probstalmsattel heraus.
Wer nicht erpicht darauf ist, erneut den Latschenkopf zu überschreiten, hält sich rechts und läuft den mit einer Liftanlage verschandelten Idealhang bergab zur Stiealm7. Von dort auf dem so genannten Panoramaweg an der Tölzer Hütte vorbei zurück zum Brauneck.