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Kranzhorn von Erl (1366 m) über Erlersteig

Gemütliche Wanderung im Inntal

(aktualisiert am )

Kühn baut sich das Kranzhorn über dem Unterinntal auf und bietet so eine überragende Aussicht. Zum Wandern besonders idyllisch ist der Erlersteig von Erl, manchmal auch Kranzhornsteig genannt. Auf diesem geht es deutlich ruhiger zu als auf dem überlaufenen Weg vom Erlerberg.

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  1. Tourcharakter
  2. Route
  3. Wegbeschreibung
    1. Erler Höhenweg
    2. Erlersteig zur Kranzhornalm
    3. Kranzhorngipfel
    4. Rückweg über die Bubenau
  4. Tourskizze mit GPS-Track
  5. Anfahrt und Einkehrmöglichkeiten
  6. Wanderkarten
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Blick von Erl zum Kranzhorn. Ganz links spitzt bereits der Gipfel hervor. Rechts sieht man den Kienberg mit der Sonnwand.

Das Kranzhorn ist ein markanter Grenzberg. Genau über den Gipfel verläuft die Grenze zwischen Bayern und Tirol. Kurioserweise wurde sogar für jedes Land ein eigenes Gipfelkreuz aufgestellt. Neben den Wanderwegen liegen teils kunstvolle alte Grenzmarkierungen.
Die Grenze am Kranzhorn geht auf das Jahr 1504 zurück. Damals fiel Erl zusammen mit Kufstein von Bayern an Tirol. Weil die Wittelsbacher die Grafschaft Kufstein nicht freiwillig herausgaben, rückte Kaiser Maximilian I., auch Landesherr von Tirol, mit schweren Geschützen an und eroberte die Festung Kufstein.
In Stein gemeißelt wurde die Grenze erst 1670. Bei Windshausen am Fuße des Kranzhorns gab es zudem eine Grenzbefestigung. Heute ist der verfallene Wachturm dort als Ruine Katzenstein bekannt. Von Windshausen führt ebenfalls ein schöner Weg aufs Kranzhorn.

Seine Lage als Grenzberg wurde oft zur Namensdeutung herangezogen. Inzwischen wird aber meistens die Herleitung von Kranzn bevorzugt, einem Mundartwort für den Wacholder. Wasserdicht beweisen lässt sich natürlich keine der beiden Thesen.

Rätselhaft sind die Sagen über das Gold vom Kranzhorn. Vermutlich suchten Venediger Bergleute, die so genannten Venedigermandl, nach Minieralien für die Glasherstellung. Da sie keine Erlaubnis dazu hatten, arbeiteten sie im Verborgenen. Ihr geheimnisvolles Tun regte zur Sagenbildung an.

Tourcharakter und Schwierigkeit

960 m13 km4:00 h

Anspruch■■■■■■ T2
Kondition ■■■■■■
Orientierung ■■■■■■
Die Wanderung von Erl auf das Kranzhorn erfordert zwar durchaus Kondition, stellt ansonsten aber keine weiteren Anforderungen. Die Wege sind alle einfach und gut beschildert. Auch der etwas steilere Erlersteig lässt sich selbst bei Nässe problemlos begehen.

Wegbeschreibung

Erler Höhenweg

Der Bus hält direkt im Ortskern von Erl neben der Kirche und den schmucken Bauernhäusern. Im Eingangsbereich der sehenswerten Barockkirche wird ein römischer Weihestein (Mithrasstein) ausgestellt.
Wir verlassen Erl nach Norden und erreichen gleich darauf die Ortschaft Scheiben1. Dort befindet sich rechts ein kleiner Parkplatz.
Von Scheiben folgen wir wie beschildert einem begrünten Karrenweg, bis dieser endet, und queren dann links durch eine Weide zu einem Forstweg. Das ist der Erler Höhenweg nach Windshausen. Auf diesem geht es nun gemächlich ansteigend durch einen freundlichen, hellen Kiefernwald. Dabei gibt es mehrmals schöne Ausblicke über das Inntal. Zwischendrin kommt man an einer Trinkwasserquelle vorbei. Bald danach zweigt rechts der Erler- bzw. Kranzhornsteig vom Höhenweg ab.

Erlersteig zur Kranzhornalm

Der Erlersteig legt recht flott los und kreuzt wenig später einen ersten Forstweg. Ein Stück weiter passiert der Steig eine Felswand. Beim nächsten Forstweg im Bereich des Kranzwalds2 kurz rechts und gleich wieder links. Oberhalb des dritten Forstwegs biegt der Steig nach rechts und verlässt den Wald. Hinter einer Biegung taucht dann in einer Senke die Kranzhornalm3 auf.

Kranzhorngipfel

Von der Kranzhornalm ist es nicht mehr weit zum Gipfel. Ein ziemlich ausgefranster Steig zieht sich an einem Kreuzbichel vorbei bergauf. Kurz vor dem Gipfel fällt rechts eine alte Grenzmarkierung auf. Die letzten Meter sind ein wenig ausgesetzt. Wenn viele unterwegs sind, wird es auf dem schmalen Kranzhorngipfel4 schnell eng. Hinter der Gipfelkapelle gibt es eine große Grasfläche mit mehr Platz und schöner Aussicht.

Rückweg über die Bubenau

Die meisten Wanderer nutzen die Strecke vom Erlerberg über die Bubenau. Wir steigen indessen nicht ganz bis zum Erlerberg ab. Denn von dort müsste man nach Erl mehrere Kilometer auf der Straße hatschen.
Zwischen der Kranzhornalm und der Bubenau5 durchquert der Steig ein Waldstück. Bei der Bubenauer Alm schließt sich ein Fahrweg an, der mehrmals abgekürzt werden kann. Man muss aber aufpassen, dass man wegen der Abkürzer nicht die Abzweigung rechts Richtung Erlersteig und Windshausen verpasst. Mit kleinem Gegenanstieg führt von da aus ein breiter Weg an der Urslaualm6 vorbei und trifft schließlich wieder auf den Erlersteig.